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Lula da Silva kritisiert Westen bei G7-Gipfel: Mehr Herausforderungen bei weniger Solidarität

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Zum diesjährigen G7-Gipfel ist auch Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva ins französische Évian-les-Bains gereist, obwohl das südamerikanische Land eigentlich kein G7-Staat ist. Der linke Politiker nahm neben anderen wichtigen internationalen Akteuren an der Veranstaltung auf Einladung seines französischen Amtskollegen Emmanuel Macron teil. Lula da Silva nutzte die Gelegenheit, um den Westen und den Neoliberalismus scharf zu kritisieren.

Am Dienstag erklärte der 80-Jährige unter anderem, dass sich die Welt in den Dogmen verfangen habe, wonach der Markt keiner Regelung bedürfe, die Rolle des Staates auf ein Minimum reduziert gehöre und die steuerlichen Sparmaßnahmen der Zweck an sich seien. In diesem Zusammenhang erklärte Lula da Silva:

„Der Neoliberalismus hat nur die wirtschaftliche Ungleichheit und die politische Krise verschärft, unter denen die heutigen Demokratien leiden. Jetzt leben der Protektionismus und der Unilateralismus als betrügerische Antworten auf die Komplexität unserer Probleme wieder auf.“

Als Beispiel führt der Brasilianer den US-Tech-Milliardär Elon Musk an. Lula da Silva zeigte sich empört, dass eine einzige Person so viel Geld besitze wie 46 Prozent der ärmsten Bevölkerung der Welt zusammen. Diese Ungleichheit führte der linke Politiker auf Jahrzehnte der Politik zurück, die Multimillionäre fördere, während Millionen von Menschen – insbesondere in den Ländern des sogenannten Globalen Südens – Lebensmittel und andere essenzielle Ressourcen entbehrten. Lula da Silva stellte fest:

„Die Herausforderungen mehren sich, während die internationale Solidarität nachlässt.“

Anschließend plädierte er für eine Reform des internationalen Finanzsystems. Es sei offensichtlich, dass die Herausforderung nicht darin bestehe, wie man mit der Knappheit umgehe. Die Knappheit, mit der die Welt konfrontiert werde, habe mit der Umsetzung und dem politischen Willen zu tun.

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