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Hohe Kursverluste: Erste Nervenprobe für SpaceX-Aktionäre

Die SpaxeX-Aktie streicht am dritten Tag in Folge hohe Verluste ein. Dahinter steckt ein altbekanntes Muster

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Die SpaxeX-Aktie streicht am dritten Tag in Folge hohe Verluste ein. Dahinter steckt ein altbekanntes Muster

Mehr als eine Woche nach dem Börsenstart durchlaufen Aktionäre des US-Raumfahrtkonzerns SpaceX ihre erste Nervenprobe. Kurz nach Handelsbeginn am Dienstag stürzte der Kurs um mehr als 16 Prozent auf etwa 154,60 Dollar pro Aktie ab. Damit gab die SpaceX-Aktie bereits den dritten Handelstag in Folge nach. Im Vergleich zum Ausgabepreis vom 12. Juni liegt die Aktie des Unternehmens von Elon Musk jedoch noch immer gut 15 Prozent im Plus.

SpaceX stellte mit seinem Börsengang alle bisherigen in den Schatten und machte Unternehmenschef Musk zum ersten Billionär der Welt. Sein Vermögen stieg nach dem Börsenstart über die symbolische Marke von 1.000.000.000.000 Dollar, wie das Magazin „Forbes“ auf seiner Echtzeit-Reichenliste bestätigte.

SpaceX landet in deutschen Depots

Der SpaceX-Börsengang hat auch bei Privatanlegern in Deutschland einen regelrechten Handelsboom ausgelöst. Nach Angaben des Onlinebrokers Flatexdegiro war die Aktie in den ersten fünf Handelstagen mit rund 32.000 Transaktionen der mit Abstand meistgehandelte Wert auf der Plattform. Das waren etwa zehnmal so viele Geschäfte wie mit Nvidia-Aktien und mehr als 30-mal so viele wie mit Tesla-Papieren. Das Handelsvolumen deutscher Kunden summierte sich einschließlich der Zeichnungen zum Börsenstart auf rund 555 Mio. Euro.

Dabei hielten sich Käufer und Verkäufer laut Flatexdegiro nahezu die Waage. Auf Kauforders entfielen rund 290 Mio. Euro, auf Verkäufe etwa 260 Mio. Euro. Das Verhältnis lag damit bei 52 zu 48 Prozent. Die Daten deuteten darauf hin, dass viele Anleger die starken Kursschwankungen für kurzfristige Geschäfte nutzten, während andere gleichzeitig langfristige Positionen aufbauten, erklärte der Broker.

Im noch jungen Kursverlauf der SpaceX-Aktie zeigt sich derweil ein altbekanntes Muster vieler Tech-Börsengänge: Nach der anfänglichen Euphorie folgt häufig die erste Ernüchterung. Gerade bei besonders prominenten Neuemissionen greifen viele Anleger aus Angst, eine einmalige Chance zu verpassen, möglichst früh zu. An der Börse wird dieses Phänomen als „Fear of Missing Out“ (FOMO) bezeichnet. Historisch war das jedoch nicht immer eine kluge Strategie.

So verloren die Aktien des Onlinebrokers Robinhood nach ihrem Börsendebüt 2021 zunächst deutlich an Wert, bevor sie sich später wieder erholten. Auch der Facebook-Börsengang 2012 galt trotz enormer Aufmerksamkeit zunächst als Enttäuschung, weil die Aktie nach dem Handelsstart unter Druck geriet. Ein ähnliches Muster zeichnete sich letztes Jahr beim Börsengang des Zahlungsdienstleisters Klarna ab. Anleger sind also meist besser beraten, erst zu einem späteren Zeitpunkt einzusteigen.

Kritik von UN-Generalsekretär

SpaceX-Chef Elon Musk dürften die jüngsten Kursverluste indes wenig interessieren. Bei dem Raumfahrtkonzern ist Musk Vorstandschef, Technikchef und Verwaltungsratsvorsitzender in einer Person. Seinen Einfluss will er mit dem Börsengang noch ausbauen. Dem Börsenprospekt zufolge kontrolliert Musk nun rund 85 Prozent der Stimmrechte bei SpaceX und hält 42 Prozent des Aktienkapitals – deutlich mehr als in anderen börsennotierten Unternehmen üblich.

Kritiker halten so viel Vermögen und Einfluss in der Hand eines einzigen Mannes für demokratiegefährdend. Ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres sagte, der Börsengang unterstreiche „das Problem der Ungleichheit“. Jene, die davon profitierten, müssten „alles in ihrer Macht Stehende tun, um alle anderen zu unterstützen“.

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