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In Zeiten multipler Krisen müssen Unternehmen auch extreme Szenarien durchspielen. Timo Blenk, Chef der Strategieberatung Agora, über Entscheidungen bei wachsender Unsicherheit
Kriege, Handelskonflikte, Naturkatastrophen – die Krisen auf der Welt häufen sich. Es ist eine Lage, die nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für Unternehmer schwer zu bewältigen ist. Konjunktur haben daher Berater, die sich auf geopolitische Risiken spezialisieren. Dazu gehört Agora Strategy, eine Strategieberatung, die einst von Wolfgang Ischinger gegründet wurde, dem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz. „Die Welt ist unsicherer geworden. Das ist nicht nur ein Gefühl“, sagt Timo Blenk, der Chef von Agora. „Egal welche Daten man anschaut, in den letzten 20 bis 30 Jahren ist die Zahl der Krisen gewachsen.“
Im Capital Wirtschaftspodcast schildert Blenk, wie Unternehmen dazu gezwungen sind, „Entscheidungen bei wachsender Unsicherheit“ zu treffen, also auch sehr problematische Szenarien durchzuspielen. „Man muss auch darüber nachdenken, was bei einer Staatspleite der USA passiert“, sagt Blenk mit Blick auf die zum Teil erratische Politik der aktuellen Regierung in Washington. „Ich sollte immer davon ausgehen, dass etwas kommt, und darauf muss ich mich vorbereiten.“
Blenk fordert von deutschen Unternehmen weniger Naivität und mehr Bereitschaft vorzusorgen. Resilienz, also Widerstandsfähigkeit, bedeute zudem auch, dass Europa sich seiner eigenen Stärken bewusst werden müsse – um sie im richtigen Moment auszuspielen.
Hören Sie in der neuen Folge von „Capital – der Wirtschaftspodcast“