Heizungen: Weniger Geld für Wärmepumpen: Das ändert sich jetzt für Hausbesitzer

Die Bundesregierung will die Förderung klimafreundlicher Wärmepumpen zurückfahren. Profitieren von der Neuregelung könnten einkommensschwache Haushalte

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Die Bundesregierung will die Förderung klimafreundlicher Wärmepumpen zurückfahren. Profitieren von der Neuregelung könnten einkommensschwache Haushalte

Die schwarz-rote Bundesregierung will bei der Förderung klimafreundlicher Heizungen künftig sparen – und damit vor allem die Unterstützung beim Einbau von Wärmepumpen deutlich abschmelzen. Aus einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages geht hervor, dass bis 2030 auf diese Weise ein Betrag von 2,1 Mrd. Euro eingespart werden soll. Im Kern sieht der Entwurf vor, dass die künftige Förderung auf einkommensschwache Haushalte konzentriert und auch ansonsten stärker begrenzt wird.

Während die Grünen die Pläne kritisierten, kam von Heizungs-Anbietern wie Enpal verhaltene Zustimmung. Mit der Entscheidung zur Förderung gebe es „die Planungssicherheit, die die Branche braucht“, sagte Simon Harske, Leiter der Wärmepumpensparte bei Enpal. „Jetzt sollte der Fokus darauf liegen, emissionsarmes Heizen dauerhaft wettbewerbsfähig zu machen.“ Jannik Schall, Produktchef, Mitgründer des Heizungsanbieters 1Komma5 Grad, lobte den Fokus auf europäische Hersteller: Dadurch werde „die heimische Wertschöpfung gezielt gestärkt und verhindert, dass wichtige Schlüsselindustrien ins Ausland abwandern“. Von der Initiative Klimaneutrales Deutschland hieß es, die Pläne lieferten „ein wichtiges Signal für mehr soziale Treffsicherheit bei der Heizungsförderung“.

Die Pläne für die neuen Kürzungen im Einzelnen:

Förderhöhe für Wärmepumpen sinkt

Bislang können Hauseigentümer eine Grundförderung in Höhe von 30 Prozent der Kosten für den Einbau einer modernen Heizung beantragen. Die förderfähigen Kosten sind dabei bei 30.000 Euro gedeckelt. Diese Summe sinkt laut dem Schreiben im kommenden Jahr auf 28.000 Euro und anschließend alle sechs Monate um weitere 750 Euro.

Fokus auf Einkommensschwache

Der bisher bereits gewährte Einkommensbonus für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 30.000 Euro soll sogar steigen – von 30 auf 40 Prozent. Für Einkommen zwischen 30.000 und 40.000 Euro bleibt es beim geltenden Bonus von 30 Prozent. Für Einkommen zwischen 40.000 und 50.000 Euro soll ein neuer Bonus von nur noch zehn Prozent eingeführt werden. Der kann unter Umständen mit anderen Förderbestandteilen kombiniert werden.

Extra für Familien

Für eine Familie mit mindestens einem minderjährigen Kind steigt die Einkommensschwelle für die höchste Fördersumme auf 40.000 Euro. Dieser 10.000-Euro-Bonus bei Familien mit Kindern gilt auch für höhere Einkommen. Das heißt, die Schwelle für höhere Fördersummen liegt jeweils etwas höher und damit für die Familien günstiger.

Vorzug für EU-Geräte

Bis zu 15 Prozent Bonus sollen gewährt werden, wenn die neue Heizung aus heimischer Produktion stammt. Heimische Produktion heißt in diesem Fall, dass das betreffende Gerät zu einem hohen Anteil in der Europäischen Union entwickelt oder hergestellt wurde. Berücksichtigt wird auch Wertschöpfung in sogenannten assoziierten Märkten der EU, also Ländern wie Japan oder Kanada, die ein Handelsabkommen mit der EU haben. Diese Regelung wird noch ausgearbeitet.

Ende für den Abwrack-Bonus

Der sogenannte Klimageschwindigkeitsbonus wird schrittweise abgeschmolzen und soll schließlich ganz wegfallen. Bisher können Selbstnutzer, die eine noch funktionierende Ölheizung oder mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzen, einen Bonus von 20 Prozent geltend machen. Dieser soll nun pro Jahr um vier Prozentpunkte sinken und letztlich auf null fallen.

Abschied vom Wechselspiel

Wer als Nutzer von Fernwärme auf eine Wärmepumpe wechselt – oder von einer alten auf eine neue Wärmepumpe – soll künftig keine Fördergelder mehr beantragen können. Zudem soll auch der Effizienzbonus von fünf Prozent entfallen: Er wird bisher gewährt, wenn bei der betreffenden Wärmepumpe ein klimafreundliches Kältemittel zum Einsatz kommt.

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