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Im Rahmen der aktuellen Reformen hat die Koalition sich auf eine Kindergelderhöhung geeinigt. In zwei Stufen soll die staatliche Leistung erhöht werden.
Die Regierungskoalition aus CDU und SPD verabschiedet aktuell eine Reform nach der nächsten – nicht immer zur Freude der Bürger. Die nun beschlossene Erhöhung des Kindergeldes dürfte von Familien aber begrüßt werden. Auch wenn das Plus eher moderat ausfällt.
Einem Papier des Finanzministeriums zufolge plant Schwarz-Rot eine zweistufige Erhöhung. Von aktuell 259 Euro monatlich pro Kind soll die Zahlung in zwei Schritten auf 272 Euro im Jahr 2028 ansteigen. In zwei Jahren gibt es also 13 Euro mehr im Monat aufs Konto. Zuletzt war das Kindergeld von der Vorgängerregierung erhöht worden, 2024 lag es noch bei 250 Euro.
Auch der Kinderfreibetrag soll angehoben werden. Dieser erlaubt es, das zu versteuernde Einkommen pro Kind um aktuell 6828 Euro herunterzurechnen. Wie hoch der neue Freibetrag ausfallen soll, ist allerdings noch nicht beschlossen worden. Eine Entscheidung wird für den Herbst erwartet. Der Kinderfreibetrag und das Kindergeld werden am Ende miteinander verrechnet, für die Eltern wird automatisch die vorteilhaftere Variante gewählt.
Eine weitere Verbesserung für Familien ist bereits bestätigt: Die Koalition hat angekündigt, die Beantragung von Kindergeld zu vereinfachen und die staatliche Leistung in Zukunft automatisch auszahlen zu lassen. Die Anträge sollen bis März 2027 zunächst für Familien mit älteren Kindern entfallen, ab November 2027 sollen auch Eltern, die ihr erstes Kind bekommen, keinen Antrag mehr einreichen müssen.
Wie viel Familien durch die Reformen tatsächlich mehr in der Tasche haben, wird sich zeigen. Andere Reformen, die den Krankenkassenbeitrag oder das Wohngeld betreffen, belasten gerade Familien zusätzlich. So streicht die Krankenkassenreform die beitragsfreie Mitversicherung für Ehe- und Lebenspartner, beim Wohngeld werden die Heizpauschalen gesenkt, die Vermögensgrenze macht die Beantragung der vor allem von Familien und Rentnern bezogenen Leistung schwerer.
Dieser Artikel ist eine Übernahme des Stern, der wie Capital zu RTL Deutschland gehört. Auf Capital.de wird er sechs Monate hier aufrufbar sein. Danach finden Sie ihn auf www.stern.de.