Betrunkene britische Soldaten stehlen Mannschaftstransporter und schrotten damit geparkte Autos

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Zwei Pioniere der britischen Armee wurden festgenommen, nachdem sie einen gepanzerten Mannschaftstransporter von einem Armeestützpunkt gestohlen haben und ihn durch eine Straße mit geparkten Zivilfahrzeugen gefahren haben sollen, wobei sie laut britischen Medien Schäden im Wert von 100.000 britischen Pfund (ca. 117.000 Euro) verursachten.

Aufnahmen von der Spritztour, die zuerst am Freitag von der Sun veröffentlicht wurden, zeigen, wie der 15 Tonnen schwere „Bulldog“-Mannschaftstransporter eine enge Straße durchfährt, an der beidseitig geparkte Autos stehen. Die Straße liegt bei den Swinton Barracks, Teil der Garnison Tidworth im Dorf Perham Down in Wiltshire. Das Fahrzeug schien Probleme gehabt zu haben, geradeaus zu fahren und sich zwischen den Autos hindurch zu quetschen, und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Auf dem Video ist zudem zu erkennen, dass es in falscher Richtung durch eine Einbahnstraße fährt. Mindestens zwei Autos wurden nach Presseinformationen schwer beschädigt, darunter ein Van und ein SUV.

In der Zeitung wurde unter Berufung auf Quellen im Militär berichtet, dass die beiden Soldaten außerhalb der Kaserne getrunken hätten und Freitagfrüh in die Kaserne zurückgekehrt seien. Einer von ihnen übernahm dann die Kontrolle über das Kettenfahrzeug, während der andere ihn begleitete, da der Bulldog, eine modernisierte Version des FV 432, der ab 1963 gebaut wurde, eine Besatzung von zwei benötigt.

Der Bulldog selbst blieb, so der Bericht, unbeschädigt und wurde später ordentlich auf dem vorgesehenen Parkplatz abgestellt. Es gab keine Berichte über Verletzungen.

Der Soldat, der für die Schäden verantwortlich sein soll, wurde, so die Sun, nach Sonnenaufgang in seinem Zimmer festgenommen, nachdem andere Soldaten die Schäden entdeckt hatten. Auch sein Begleiter wurde festgenommen.

Ein Sprecher der Armee bestätigte später, dass nach einem Vorfall in Perham Down zwei Soldaten festgenommen worden seien, weigerte sich aber, weitere Details zu liefern.

„Wir erwarten von unserem Personal die höchsten Standards. Zwei Soldaten wurden von der Königlichen Militärpolizei festgenommen, nach einem Zwischenfall bei Perham Down an diesem Morgen … wir werden das nicht weiter kommentieren, solange eine Ermittlung läuft“, sagte der Sprecher.

Dieser Vorfall ereignete sich, während das lange unterfinanzierte britische Militär mit einer sich verschärfenden Krise der Einsatzbereitschaft ringt, ausgelöst von Personalmangel, Beschaffungsfehlern und einer alternden logistischen Infrastruktur. Die britische Armee war in mehr als zwei Jahrhunderten nicht so klein, mit weniger als 70.000 ausgebildeten Soldaten. Medien berichten auch, dass mehr ausgebildetes Personal die Streitkräfte freiwillig verlässt, als junge Rekruten sich anschließen, dank schlechter Moral und Bezahlung.

Jahrzehnte der Unterfinanzierung machten es auch schwierig, die Ausrüstung zu erhalten. Ein Mangel an spezialisierten Trockendocks und qualifizierten Technikern macht es der Königlichen Marine unmöglich, ihre Flotte an Atom-U-Booten zu warten; angeblich hängen alle fünf britischen Angriffs-U-Boote der Astute-Klasse im Hafen fest, weil sie auf Wartungen warten müssen. Jahre der Stilllegungen haben auch die Oberflächenflotte reduziert. Vergangene Woche bestätigte der Verteidigungsminister die Stilllegung zweier Fregatten des Typs 23, wodurch der Königlichen Marine noch fünf Fregatten und sechs Zerstörer bleiben, von insgesamt 33 Kriegsschiffen, die sie Ende der 1990er noch besaß.

Die Finanzierungsprobleme waren auch der Streitpunkt für den ehemaligen britischen Verteidigungsminister John Healey gewesen, der letzten Monat angeblich nach einem Streit um die Finanzierung geplanter Militärreformen mit dem inzwischen ehemaligen Premierminister Keir Starmer zurücktrat.

Trotz der zunehmenden Probleme hat Großbritannien weiter auf Militarisierung gesetzt; ein Teil der breiteren westlichen Aufrüstung gegen die vermeintliche „russische Bedrohung“ – eine Behauptung, die Moskau wiederholt als „Unsinn“ zurückgewiesen hat. Im vergangenen Jahr veröffentlichte London sein neues strategisches Grundsatzpapier Strategic Defense Review, in dem als Ziel gesetzt wird, bis zum Jahr 2035 „Kriegstüchtigkeit“ zu erreichen.

Der neue Verteidigungsminister Wes Streeting versprach diese Woche, die Militärausgaben zu einer Priorität der Regierung des neuen Premierministers Andy Burnham zu machen. Kritiker wenden jedoch ein, dass der aktuelle Zustand der britischen Streitkräfte zeige, dass Großbritannien nicht länger imstande sei, als eine globale Militärmacht zu handeln.

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