Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter

Mindestens 30 Soldaten der jemenitischen Regierungstruppen wurden am Donnerstag bei Huthi-Angriffen auf Militärlager in den Provinzen Marib und Hadramaut getötet. Die Huthi bekannten sich später zu den Angriffen mit Raketen und Drohnen und erklärten, saudische Truppenansammlungen getroffen zu haben.
Houthi missile attacks on Yemeni government military camps in Marib and Hadramout provinces killed at least 30 government troops, with the toll possibly rising.
The strikes hit camps of Saudi-backed government forces, primarily Emergency Forces units.
They landed across sites… pic.twitter.com/HB6r1Bv1bZ
— Clash Report (@clashreport) August 6, 2026
Die Huthi sprachen von Hunderten Toten und Verletzten aufseiten der von Saudi-Arabien unterstützten Kräfte. Sie erklärten, der Angriff sei eine Reaktion auf einen umfangreichen saudischen Truppenaufmarsch gewesen, der ihrer Darstellung zufolge eine neue Offensive gegen von ihnen kontrollierte Gebiete vorbereitet habe.
Die Huthi-Miliz hatte im vergangenem Monat eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer angekündigt. Sie begründet dies mit einer saudischen Blockade des Jemen.
Saudi-Arabien führt seit 2015 eine Militärkoalition im Jemen an, die die „international anerkannte Regierung“ unterstützt. Die Huthi hatten 2014 die Hauptstadt Sanaa eingenommen. Der Krieg hat den Jemen verwüstet und eine lang anhaltende humanitäre und wirtschaftliche Krise ausgelöst.
Bei einem weiteren Huthi-Angriff im Süden Saudi-Arabiens sind am Donnerstag zudem elf Zivilisten verletzt worden. Nach Angaben des Sprechers der saudisch geführten Militärkoalition wurden in der Provinz Nadschran sieben Saudis, ein Jemenit, zwei Ägypter und ein Pakistaner verletzt.
Saudi-Arabien warnte zugleich vor koordinierten Angriffen der Huthi und iranisch unterstützter irakischer Milizen. Verschiedene Medien wie der US-Sender CNN beriefen sich dabei auf einen saudi-arabischen Beamten, der auf Geheimdienstberichte aus den USA, Saudi-Arabien und anderen Ländern der Nahost-Region verwiesen habe. Demnach sollen einige Mitglieder irakischer Milizen in Abstimmung mit den Huthi planen, den Golfstaat „in sehr naher Zukunft“ unter Anleitung von Irans mächtigen Revolutionsgarden anzugreifen.
Der saudische Beamte sagte laut CNN weiter, die geplanten Angriffe zielten darauf ab, die Verhandlungen über ein Ende des Iran-Krieges zu untergraben. Bei den möglichen Zielen handele es sich überwiegend um „zivile und wirtschaftliche Einrichtungen“ wie Energieanlagen, Häfen und Flughäfen.
Der Schiffsverkehr durch die für den Welthandel wichtigen Meerengen von Hormus und Bab al-Mandab ist am Mittwoch drastisch eingebrochen. Das geht aus Schifffahrtsdaten der Analyseplattform Kpler hervor. Demnach passierten lediglich zwei Schiffe die Straße von Hormus im Persischen Golf – tags zuvor waren es noch acht. Dabei handelte es sich um einen mit Kohle beladenen Frachter unter panamaischer Flagge, der in die Wasserstraße einfuhr, sowie ein Frachtschiff unter der Flagge der Marshallinseln, das die Meerenge verließ.
Auch im Bab al-Mandab, der Meerenge zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden, ging der Schiffsverkehr deutlich zurück. Den Kpler-Daten zufolge passierte am Mittwoch lediglich ein Frachtschiff unter der Flagge der Bahamas die Meerenge – gegenüber 20 Schiffen am Vortag.
Der Iran befindet sich nach eigenen Angaben in der letzten Phase der Ausarbeitung einer Vereinbarung mit Oman über die Nutzung der Straße von Hormus. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghai, erklärte, eine gemeinsame Erklärung könne veröffentlicht werden, sofern „bestimmte Parteien“ den Prozess nicht behinderten – offenbar ein Hinweis auf die USA.
Die Vereinbarung könnte davon abhängen, ob die Vereinigten Staaten ihre Blockade gegen iranische Häfen aufheben. Ein US-Regierungsvertreter sagte, dass mögliche vorübergehende Routen durch die Straße von Hormus keine Genehmigungen, Gebühren oder sonstige Einschränkungen enthalten würden.
US-Präsident Donald Trump wollte am Donnerstag nicht bestätigen, ob eine Einigung mit Iran zur Wiederöffnung der wichtigen Wasserstraße erzielt wurde. Er sagte lediglich:
„Sie ist derzeit irgendwie offen.“
Das iranische Parlament berät laut iranischen Medien über einen Entwurf zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Der Vorschlag sieht demnach unter anderem vor, Schiffen aus den USA, Israel und anderen als „feindlich“ eingestuften Ländern die Durchfahrt zu verbieten.
Mehr zum Thema – CIA und Mossad suchen Irans Obersten Führer – Iran droht Bulgarien und Zypern wegen US-Flugzeugen