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Liebe Leserinnen und Leser,
der 31. August 1994 markiert ein historisches Datum: Die letzten russischen Soldaten, die in der DDR stationiert waren, wurden aus Deutschland abgezogen. So wie es im Juli 1990 Bundeskanzler Helmut Kohl und der sowjetische Präsident Michael Gorbatschow vereinbart hatten.
Dem russophoben Zeitgeist entsprechend, werden Medien den Jahrestag nutzen, um ein möglichst düsteres Bild der „russischen Besatzung“ zu zeichnen. Einen Vorgeschmack lieferte der Berliner Kurier, der das Zusammenleben der Rotarmisten mit den Einheimischen jüngst auf die Formel „Mord, Raub und Diebstahl“ herunterbrach.
Wir möchten dagegen ein differenzierteres Bild über das Zusammenleben mit den Soldaten der Roten Armee zeichnen, die in der DDR stationiert waren – und zwar mit Ihrer Hilfe.
Deshalb an Sie, liebe Leserinnen und Leser, unser Aufruf:
Bitte schreiben Sie uns über Ihre Erlebnisse und Erfahrungen des Zusammenlebens mit Soldaten der Roten Armee.
Gerne auch Schilderungen aus zweiter Hand aus dem familiären oder persönlichen Umfeld. Und weil wir wie gesagt ein differenziertes Bild zeichnen wollen, interessieren uns sowohl positive als auch negative Erlebnisse.
Sie können uns auch gerne Fotos oder Briefe zusenden, die Sie aus der Zeit aufbewahrt haben – schicken Sie uns gerne alles. Und falls noch ein Kontakt oder eine Freundschaft aus dieser Zeit zu einem Sowjetsoldaten besteht, würden wir uns sehr freuen, Ihre Geschichte auch aus heutiger Perspektive nach all den Jahrzehnten zu hören.
Wir hoffen auf zahlreiche Zuschriften, so wie es bereits bei unserer Reihe „Erinnerungen an das Leben im Nachkriegsdeutschland“ der Fall war, die in Russland große Aufmerksamkeit erlangt hat und auch in Buchform in deutscher und russischer Sprache erschienen ist.
Volksverhetzende und gezielt beleidigende Zuschriften werden wir nicht veröffentlichen, alles andere hat die Aussicht, ganz oder auszugsweise zu erscheinen.
Bitte senden Sie uns Ihre Texte bis spätestens 30. August 2026 an die E-Mail-Adresse pressertde@rttv.ru
Wichtig: Mit dem Einsenden Ihrer Geschichte stimmen Sie der Veröffentlichung auf unseren Plattformen zu (TV, Website, Buch usw.) – am besten schreiben Sie in der E-Mail explizit „Ich bin mit der Veröffentlichung auf Ihren Plattformen einverstanden.“ Und bitte geben Sie an, ob Ihr Name und Wohnort mit veröffentlicht werden sollen.
Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!