Moskau fordert Erklärungen zu möglicher Waffenlieferung aus USA und Türkei an Kiew

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In einer offiziellen Stellungnahme vom 15. August hat sich Maria Sacharowa, die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, zu möglichen Lieferungen von US-produzierten Waffen aus Beständen der türkischen Armee an die Ukraine geäußert. Die Diplomatin verwies dabei auf Unterlagen des US-Kongresses und betonte, dass es sich dabei um Angriffswaffen in beträchtlichem Umfang handeln könnte:

„Die Rede ist von zwölf Mehrfachraketenwerfern und über 2.500 Streumunitionsgeschossen dazu, 47.000 Streumunition-Artilleriegranaten im Kaliber 203 Millimeter und 70 ATACMS-Raketen.“

Sacharowa räumte ein, dass die Umstände der möglichen Lieferung noch nicht geklärt seien. Sollte die Lieferung dennoch stattfinden, bezeichnete sie diese als eine „weitere Büchse der Pandora“. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums betonte, dass weitere Waffenlieferungen an Kiew trotz möglicher Schäden den Verlauf der Sonderoperation nach russischem Szenario nicht wesentlich beeinträchtigen würden und lediglich „die Agonie des Bandera-Regimes“ verlängern würde. Sie fügte hinzu, dass diese Maßnahme die Glaubwürdigkeit Washingtons und Ankaras als möglicher Vermittler im Ukraine-Konflikt unterminiere:

„Es geht nicht nur um Opfer und Zerstörungen, die die Regierung in Kiew zu steigern versucht, sondern auch um ernsthafte Beschädigung unserer bilateralen Beziehungen zu Washington und Ankara. Versuche, friedensstiftende Rhetorik bei paralleler Waffenversorgung von ukrainischen Nazisten zu nutzen, untergraben unweigerlich das gegenseitige Vertrauen, vor allem im Hinblick auf mehrmalige Beteuerungen der türkischen Regierung, dass die Türkei ‚letale‘ Waffenlieferungen an Kiew vermeide.“

Sacharowa meldete, dass Russlands Außenministerium in diesem Zusammenhang eine Anfrage an Washington und Ankara gerichtet habe, um den Sachverhalt zu klären. Die Sprecherin betonte dabei:

„Es ist noch nicht zu spät, die Lage nüchtern zu bewerten.“

Zuvor hatte der US-Kongress am 6. August vom State Department die Mitteilung erhalten, dass eine Übergabe der genannten Waffen aus türkischen Beständen an die Ukraine erlaubt werden soll.

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