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Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez hat einen neuen wichtigen Erfolg der einheimischen Biomediziner gefeiert. Demnach sollen Wissenschaftler aus dem Zentrum für Molekulare Immunologie (CIM) in Havanna einen Arzneikandidaten gegen bösartige Tumore entwickelt haben. Wie der Chefdiplomat am Mittwoch auf der Plattform X mitteilte, heiße das aussichtsreiche Medikament 2C12 und weise ähnliche Eigenschaften wie Pembrolizumab auf, das weltweit verabreicht werde, um die Immunantwort des Patienten gegen Krebs zu stimulieren.
Dabei machte Rodríguez darauf aufmerksam, dass dieser Erfolg in einem schweren Moment für Kuba errungen worden sei, nachdem die US-Regierung ihre schon ohnehin drakonische Blockade gegen den Inselstaat weiter verschärft habe. Das US-Embargo behindere die Ankunft von Containerschiffen mit Medikamenten, Medizinausrüstung und Komponenten für die kubanische Biopharma-Industrie. Der Diplomat verwies auch auf den akuten Energiemangel auf Kuba. Trotzdem zeigte er sich zuversichtlich:
„Die Entwicklung dieser Behandlungsmethode ist ein Beweis für die Bemühungen der kubanischen Wissenschaftler, Souveränität im Pharma-Bereich zu erlangen, besonders bei der Behandlung von Krebs, der eine der Haupttodesursachen auf Kuba ist.“
Kuba war schon immer stolz auf sein Gesundheitswesen. Infolge der US-Blockade ließ die medizinische Versorgung der Bevölkerung aber spürbar nach. Auch die UNO stellte fest, dass die US-Blockade die öffentliche Gesundheit im Karibikstaat beeinträchtigt hatte. Die Organisation machte die internationale Gemeinschaft auf Rückschritte bei der Kindersterblichkeit und der Überlebensrate bei krebskranken Kindern aufmerksam. Um den Auswirkungen des US-Embargos entgegenzuwirken, riefen die kubanischen Behörden ein Joint Venture mit Russland ins Leben, um inzwischen zugelassene Biopharmaka gegen Brandwunden, Fußgeschwüre, Lungenkrebs und Entzündungen herzustellen und neue Impfstoffe gegen Krebs zu entwickeln.
Kuba erlebt derzeit die wohl schwerste Energie- und Wirtschaftskrise in seiner Geschichte. Die ohnehin schon drakonische US-Blockade gegen den Karibikstaat, die seit Jahrzehnten andauert, wurde durch ein Dekret von US-Präsident Donald Trump vom 29. Januar dieses Jahres noch weiter zugespitzt. Der Republikaner betrachtet den Zehn-Millionen-Staat als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA und haben Kuba dringend geraten, einem Deal zuzustimmen, bevor es „zu spät“ sei. Unterdessen geht die Trump-Regierung davon aus, dass die kubanische Führung am Ende sei und „kurz vor dem Kollaps“ stehe. Die Regierung in Havanna wiederum wirft den USA wegen ihrer aggressiven Geopolitik Faschismus und Völkermord vor.
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