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Dolly Parton stirbt mit 80 Jahren nach einem offiziell als „kurz“ bezeichneten Kampf gegen Krebs – und im Netz beginnt unmittelbar eine Debatte über die Frage, ob ihre öffentlich dokumentierte COVID-Impfung eine Rolle gespielt haben könnte.
Diese offene Frage reicht offenbar schon aus, um die bekannten Fronten wieder aufbrechen zu lassen.
Notfallsanitäter Harry Fisher schreibt auf X: „Kurz“ bedeute von kurzer Dauer – „manche würden es Turbo nennen“. Er verweist zugleich auf Partons COVID-Impfung und kritisiert, dass Menschen, die nach möglichen Zusammenhängen fragen, schnell als „Verschwörungstheoretiker“ oder „krank im Kopf“ bezeichnet würden.
It’s being reported that Dolly died from a “Brief battle with cancer”
Brief meaning “of short duration”
Some might call it “Turbo”
God bless pic.twitter.com/4LBU3rMOHB
— Harry Fisher (@harryfisherEMTP) August 26, 2026
Und tatsächlich springt ausgerechnet MSN auf die Debatte auf.
Das Microsoft-Nachrichtenportal verbreitet einen PennLive-Beitrag mit der Schlagzeile: „Dolly Partons Tod lässt Verschwörungstheoretiker und Fans auf X kämpfen: ‚Krank im Kopf‘.“
MSN called me “sick in the head” for noticing Dolly’s “brief battle with cancer.”
To MSN:
I’m an active paramedic. I work the aftermath of what’s occurred. I don’t set behind a desk to gather my opinions.
Calling people “conspiracy theorists” or “sick in the head” for noticing… pic.twitter.com/Kq6JDlsn7G— Harry Fisher (@harryfisherEMTP) August 26, 2026
Im Artikel folgt umgehend die kategorische Einordnung: Es gebe „keine glaubwürdigen Beweise“, dass COVID-Impfstoffe „Turbo-Krebs“ oder irgendeine Form von Krebs verursachten.
Die wissenschaftliche Lage ist keineswegs mit einem einfachen „erledigt“ beschrieben: Zwar ist bislang nicht nachgewiesen, dass COVID-19-Impfungen generell Krebs verursachen oder einen sogenannten „Turbo-Krebs“ auslösen, doch es existieren Studien, Fallberichte und mechanistische Arbeiten, die mögliche Zusammenhänge zwischen SARS-CoV-2-Impfungen, Veränderungen bestimmter Immunreaktionen und einzelnen Krebsgeschehen untersuchen und dabei teilweise auffällige Signale beschreiben. Diese Befunde beweisen keine allgemeine Kausalität, liefern aber wissenschaftliche Gründe, mögliche Zusammenhänge weiter zu untersuchen, statt die Debatte pauschal als Verschwörungstheorie abzutun. Der Begriff „Turbo-Krebs“ selbst ist keine medizinisch etablierte Diagnose.
Doch interessant ist der Kontext: MSN gehört Microsoft – dem Konzern, den Bill Gates mitgegründet hat. Gates wiederum gehört seit Jahren zu den weltweit prominentesten privaten Geldgebern für Impfprogramme und globale Gesundheitsprojekte und er hat grossen Einfluss auf Medien und sicherlich immer noch auf Microsoft.
Ein Beweis dafür, dass Gates auf diesen Artikel oder MSN Einfluss genommen hat, ist das nicht.
Bemerkenswert bleibt dennoch die Geschwindigkeit und Schärfe der medialen Reaktion: Über Partons Krebsart, den Zeitpunkt ihrer Diagnose und den genauen Krankheitsverlauf ist bislang kaum etwas bekannt – trotzdem werden Spekulationen über einen möglichen Impfzusammenhang bereits mit Begriffen wie „Verschwörungstheoretiker“ und „krank im Kopf“ abgefertigt.
Man kann derzeit weder behaupten, Partons Impfung habe ihren Krebs verursacht, noch lässt sich anhand der öffentlich bekannten Informationen ihr individueller Krankheitsverlauf medizinisch abschließend beurteilen.
Gerade deshalb wäre Forschung interessanter als Etikettierung. Und die Preis-Frage ist: Warum löst schon die Frage nach einem möglichen Zusammenhang derart reflexartige Reaktionen aus?