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Luxussportwagen: „Kein echter Ferrari“: Aktie bricht nach „Luce“-Vorstellung ein

Der erste vollelektrische Ferrari sorgt an der Börse nicht für Euphorie. Nach der Vorstellung des „Luce“ verliert die Aktie deutlich, Kritiker stoßen sich vor allem am Design

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Der erste vollelektrische Ferrari sorgt an der Börse nicht für Euphorie. Nach der Vorstellung des „Luce“ verliert die Aktie deutlich, Kritiker stoßen sich vor allem am Design

Der erste vollelektrische Ferrari hat die Anleger nicht überzeugt. Die Aktien des Luxussportwagenbauers rutschen an der Börse in Mailand um rund sechs Prozent ab. Laut einem Händler vor Ort enttäuschte das Design die Investoren. „Für sie ist das kein Ferrari“, sagte er. 

Das Unternehmen hatte den „Luce“ (italienisch für Licht) am späten Montagabend vorgestellt. Der viertürige Stromer, der mithilfe des ehemaligen Apple-Chefdesigners Jony Ive entwickelt wurde, soll 550.000 Euro kosten. Die Auslieferungen sollen im vierten Quartal beginnen. „Wir schlagen ein neues Kapitel auf, das unsere Vision Wirklichkeit werden lässt und Ferraris Tradition stärkt, die Zukunft vorwegzunehmen und zu gestalten“, erklärte Unternehmenschef John Elkann.

Ferrari ist spät dran mit einem E-Modell – andere Luxusautohersteller wie Porsche und Lamborghini treten bei Elektrofahrzeugen bereits wieder auf die Bremse, weil die Nachfrage gering ist. Ferrari hatte zunächst erklärt, im Jahr 2030 sollten 40 Prozent seiner Autos elektrisch sein – dieses Ziel wurde im vergangenen Jahr auf 20 Prozent gesenkt. „Es ist ein Wagnis“, sagte Phil Dunne von der Unternehmensberatung Grant Thornton Stax bereits vor der Vorstellung des neuen Modells. 

Der mehr als 2,2 Tonnen schwere „Luce“ verfügt über vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von mehr als 1000 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 310 Kilometern pro Stunde. Die Reichweite gab Ferrari mit mehr als 500 Kilometern an. Um das typische Ferrari-Gefühl zu erhalten, verstärkt der Luce die natürlichen Vibrationsgeräusche des Elektroantriebs. Im Innenraum setzt Ferrari im Gegensatz zu Herstellern wie Tesla zudem auf physische Bedienelemente.

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