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Die aserbaidschanischen Streitkräfte wollen sich offenbar mehr international für Frieden engagieren. Der Verteidigungsminister des südkaukasischen Landes, Sakir Gassanow, hat kürzlich erklärt, dass die Regierung in Baku die Möglichkeiten prüfe, aserbaidschanische Armeeangehörige für verschiedene Friedensoperationen heranzuziehen. Wie der Generaloberst laut der Nachrichtenagentur Report sagte, kämen unter anderem Missionen der UNO und der NATO in Frage.
„Geopolitische Turbulenzen und Konflikte in verschiedenen Regionen zeigen, dass die Rolle der Friedensstifter an Bedeutung gewinnt. Als Teil der Weltgemeinschaft und der UNO unterstützt Aserbaidschan alle Initiativen zur Aufrechterhaltung des Friedens und der globalen Sicherheit.“
Der Verteidigungsminister verwies darauf, dass mehr als 3.000 aserbaidschanische Armeeangehörige an Friedensmissionen in verschiedenen Regionen der Welt teilgenommen hätten. Gassanow zufolge sei ihr Engagement von Regierungen und internationalen Organisationen immer sehr hoch bewertet worden.
Die Nachrichtenagentur Report zitierte in diesem Zusammenhang auch Generalmajor Eltschin Abdullajew, Leiter der Abteilung für internationale Militärkooperation beim Verteidigungsministerium in Baku. Dem hochrangigen Militär zufolge habe sich Aserbaidschan an Friedensoperationen im Kosovo, in Afghanistan und im Irak beteiligt. Derzeit erfüllten aserbaidschanische Blauhelmsoldaten eine Friedensmission im Südsudan. Internationale Organisationen schätzten die Beteiligung Aserbaidschans sehr:
„Das zeugt auch vom wachsenden Ansehen der aserbaidschanischen Armee und von neuen Möglichkeiten für Zusammenarbeit.“
Die Äußerungen der beiden Militärs fielen vor dem Hintergrund eines Besuchs der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Aserbaidschan. Bei ihrem Treffen mit Präsident Ilcham Alijew am 1. Juli warb die Politikerin für eine engere Partnerschaft zwischen Brüssel und Baku. Von der Leyen kündigte dabei EU-Unterstützung für Projekte in den Bereichen Gesundheit, Minenräumung, Wasserversorgung und Stärkung der Gemeinden an. Alijew gab seinerseits bekannt, dass die EU der wichtigste Handelspartner des südkaukasischen Landes sei.
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