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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Donnerstag über einen weiteren Schlag gegen die sogenannte „Schattenflotte“ Russlands berichtet. Wie der Politiker auf der Plattform X schrieb, habe die französische Marine vor der Küste Siziliens ein Tankschiff mit Verbindungen zu Russland abgefangen. Die „Deliver“ habe demnach gegen das Seerecht verstoßen. Der Politiker betonte:
„Wir werden nicht zulassen, dass die Schattenflotte die Sanktionen umgeht und den russischen Krieg finanziert.“
Dabei hob der Staatschef hervor, dass der Einsatz wenige Tage nach einer ähnlichen Aktion Großbritanniens erfolgt sei. Europa sei entschlossen und werde sich darum bemühen, „die Kosten des Krieges für Russland zu erhöhen und den Weg für einen robusten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu ebnen“.
Auf einem dazu von Macron veröffentlichten Video war zu sehen, wie sich Soldaten von Hubschraubern auf den Tanker abseilen.
La Marine Nationale a arraisonné mardi le pétrolier Deliver alors qu’il transitait au large de la Sicile en infraction avec le droit de la mer.
Cette nouvelle action contre la flotte fantôme, conduite quelques jours après une opération similaire par le Royaume-Uni… pic.twitter.com/5Gjn43MhLr
— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) June 25, 2026
Das war der fünfte Tanker, den Frankreich wegen der angeblichen Zugehörigkeit zu der russischen „Schattenflotte“ festsetzte. Am Einsatz nahmen auch Großbritannien und die EU teil. Ein Kommentar Russlands lag zunächst nicht vor.
Dem Schifffahrtsdatenanbieter MarineTraffic zufolge war das Schiff aus dem russischen Hafen Primorsk nach Singapur unterwegs. Die „Deliver“ fuhr unter Kameruns Flagge.
Der Westen wirft Russland vor, mit der sogenannten „Schattenflotte“ die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg verhängten Sanktionen zu umgehen und sein Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Dabei kommen oft veraltete Tanker mit unklaren Besitzverhältnissen zum Einsatz, die auch eine Gefahr für die Umwelt darstellen können.
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