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Lawrow: Botschafter Londons, Paris und Berlins bitten um Treffen im russischen Außenministerium

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Die Botschafter Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands haben ein Treffen im russischen Außenministerium beantragt. Wie Sergei Lawrow, der Leiter des Ressorts, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz erklärte, wollten die Diplomaten mit seinem Stellvertreter sprechen. Das Ministerium habe einem solchen Treffen zugestimmt.

Lawrow stehe dem Vorhaben kaum optimistisch gegenüber, man werde den Botschaftern aber trotzdem zuhören. Es sei wenig wahrscheinlich, dass die Botschafter oder auch ihre Minister, falls sie irgendwo zusammenkämen, etwas mitteilten, was bei dem Treffen zwischen den drei Ländern und dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij noch nicht erklärt worden sei. Bei dem Gespräch in London am Wochenende, so erinnerte Lawrow, sei eine Erklärung verabschiedet worden, die von Russland auf ruppige Weise praktisch eine Kapitulation fordere.

Nach Lawrows Ansicht hatten Großbritannien, Frankreich und Deutschland bereits ihre Chance, die Lösung des Konfliktes positiv zu beeinflussen. Stattdessen hätten sie jedoch als „Anti-Helden“ agiert. Im Ergebnis habe sich Selenskij geweigert, das im April 2022 in Istanbul vereinbarte und paraphierte Dokument über die Grundlagen der Beilegung und Einstellung der Kampfhandlungen zu unterzeichnen.

Es bräuchte ein Wunder, damit die europäischen Länder ihre Position bezüglich der Ukraine und der Lösung des Konflikts änderten, dazu werde es aber wohl nicht kommen, fasste Lawrow zusammen.

Anfang Juni hatte der finnische Präsident Alexander Stubb erklärt, die Europäische Union sollte einen Dialog mit dem russischen Staatsoberhaupt Wladimir Putin einleiten. Auch eine Teilnahme der USA sei möglich, wenn ihre Außenpolitik mit den Interessen Europas im Einklang stehe.

Mehr zum Thema – Finnlands Präsident Stubb: „Wir sollten mit Putin reden“

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