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Neues über Trumps „Discombobulator“: Geheime Dokumente und verschwundene Wissenschaftler

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Von Walentin Bogdanow

Viele in den Vereinigten Staaten glaubten vor Kurzem, das mysteriöse Verschwinden und die Todesfälle amerikanischer Wissenschaftler und Mitarbeiter geheimer Labore stünden kurz vor der Aufklärung, als am 28. Mai ein Wanderer im Carson National Forest die sterblichen Überreste eines der Opfer – Melissa Casias – entdeckte.

Die Verwaltungsangestellte des Los Alamos National Laboratory (desselben Labors, in dem das Manhattan-Projekt seinen Anfang nahm) wurde zuletzt am 26. Juni 2025 lebend gesehen. Doch bevor die Frage beantwortet werden kann, wer Melissa Casias getötet hat, müssen die Ermittler zunächst den Hergang klären.

Und dann gab es allerlei Merkwürdigkeiten. Casias verschwand, nachdem sie ihren Mann (der ebenfalls im Labor arbeitet) an diesem Morgen zur Arbeit nach Los Alamos (etwa 112 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt) gefahren hatte. Sie selbst erschien nicht am Arbeitsplatz. Laut ihrem Mann hatte sie an diesem Morgen einen Arbeitsausweis bei sich. Später sagte sie jedoch ihrer Tochter, sie habe ihren Ausweis vergessen und würde von zu Hause aus arbeiten, wo sie sich dann stillschweigend aufhielt. In der Nähe ihrer Leiche wurde außerdem eine Pistole gefunden, obwohl Melissas Familie einhellig beteuert, sie habe nie eine Waffe getragen. Auch der Zustand der Leiche selbst – die laut Polizei skelettiert war – wirft Fragen auf.

Der ehemalige FBI-Agent Ben Hansen versuchte, die Puzzleteile im Fall Casias zusammenzusetzen und sie mit ähnlich undurchsichtigen Aspekten in den Fällen anderer Vermisster in Verbindung zu bringen. So war beispielsweise der pensionierte Generalmajor der Luftwaffe, William McCasland (er kommandierte das Forschungslabor der Luftwaffe und arbeitete an geheimen Pentagon-Programmen, darunter experimentellen Technologien), laut seiner Familie in der Nacht vor seinem Verschwinden unruhig und ängstlich. Was, wenn beide in diesen Zustand gezwungen wurden? Schließlich wird in den USA seit Jahren über das „Havanna-Syndrom“ diskutiert.

Es ist allgemein bekannt – ganz ohne Verschwörungstheorien –, dass Infraschall bestimmter Frequenzen Paranoia, das Gefühl, beobachtet zu werden, Angstzustände und Furcht auslösen kann. Mit dem entsprechenden Wunsch und den richtigen technischen Mitteln lassen sich diese Gefühle sogar gezielt hervorrufen. Der ehemalige FBI-Agent neigt zu der Annahme, dass ausländische Akteure beteiligt waren, doch die offizielle Version sieht seit Langem anders aus.

Unmittelbar nach der Entführung Maduros begann Donald Trump, einen gewissen „Discombobulator“ (wörtlich übersetzt: „Desorientierungsgerät“) zu loben – eine Geheimwaffe, die die USA laut dem amerikanischen Präsidenten bei der Operation in Caracas eingesetzt hätten. Die Waffe habe angeblich russische und chinesische Luftverteidigungssysteme sowie andere feindliche Ausrüstung vollständig lahmgelegt – keine einzige Rakete sei gestartet.

Der Name ist offensichtlich inoffiziell. Er stammt sogar von Trump selbst – abgeleitet vom englischen Wort „discombobulate“ („verwirren“, „desorientieren“). Zuletzt erwähnte der Präsident die Waffe kürzlich, als er auf Truth Social schrieb: „Ihr werdet descombobuliert“, und ein KI-Bild von sich selbst auf einem Flugzeugträger veröffentlichte.

Die Geschichte vom deaktivierten Luftverteidigungssystem ist natürlich übertrieben. Es ist inzwischen klar, dass es in jener Nacht in Venezuela aufgrund von Verrat schlichtweg nicht eingeschaltet war. Es könnte aber tatsächlich eine Art gerichtetes Energiesystem zum Einsatz gekommen sein. Zum Beispiel ein Gerät, das starke elektromagnetische oder Schallimpulse sendet, die Elektronik lahmlegen und Menschen desorientieren. Aus naheliegenden Gründen gibt es keine genauen technischen Spezifikationen, aber laut venezolanischen Sicherheitskräften wurden Menschen bei der Aussendung einer „intensiven Schallwelle“ bewegungsunfähig und brachen beinahe zusammen. Auch elektronische Geräte funktionierten nicht mehr.

Gleichzeitig glauben Skeptiker (und in der wissenschaftlichen Welt stellen sie immer noch die Mehrheit dar), dass „Discombobulator“ eher eine Sammelbezeichnung für bestehende Systeme der elektronischen Kriegsführung und experimentelle Hochenergiewaffen (DEWs) ist, an denen die USA seit Jahrzehnten arbeiten. Natürlich geschieht dies im Geheimen. Vielleicht sogar in jenen Laboren, aus denen in letzter Zeit vermehrt Wissenschaftler verschwinden.

Neue Details deuten darauf hin, dass die Spur der Morde und Vermisstenfälle weiter reicht als allgemein angenommen. Melissa Casias‘ Tochter Sierra berichtete, dass zwei Monate nach dem Verschwinden ihrer Mutter vier Personen bei ihr zu Hause erschienen. Sie gaben sich als Freundinnen von Melissa aus und sagten, sie wären extra aus Colorado angereist, um Sierra ein Geschenk zum Schulabschluss im Wert von 50 Dollar zu überreichen. Eine der Frauen gab Sierra sogar ihre Telefonnummer, doch als sie zurückgerufen wurde, behauptete sie, Melissa nicht zu kennen.

Und das klingt klassisch: Wenn irgendwo Desorientierungsgeräte erfolgreich eingesetzt werden, dann werden die „Männer in Schwarz“ zwangsläufig auch „Neuralisierer“ verwenden, um die Erinnerungen unerwünschter Zeugen auszulöschen.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel wurde für den Telegram-Kanal „Exklusiv für RT“ verfasst.

Walentin Bogdanow ist Leiter des New Yorker Studios der russischen TV-Gesellschaft WGTRK.

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