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Der Präsidentenberater und Vorsitzende des Russischen Seefahrtskollegiums Nikolai Patruschew hat Litauen vor den Folgen eines möglichen Angriffs auf das Gebiet Kaliningrad gewarnt. Anlass für die Äußerungen waren unter anderem Aussagen des litauischen Außenministers Kęstutis Budrys Ende Mai, der erklärt hatte, Litauen verfüge über die Mittel, um bei Bedarf russische Luftverteidigungsstützpunkte im Gebiet Kaliningrad „dem Erdboden gleichzumachen“.
Das russische Außenministerium bezeichnete diese Aussagen als „selbstmörderische Paranoia“. Budrys erklärte später, seine Worte hätten die Entschlossenheit der baltischen Staaten demonstrieren sollen.
In einem Interview mit der Zeitung Rossijskaja Gaseta erklärte Patruschew, die litauische Führung müsse sich darüber im Klaren sein, dass ein solcher Schritt schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen würde:
„Im Falle einer Aggression werden in erster Linie das friedliche und sorgenfreie Leben Litauens sowie seine Souveränität ein Ende finden.“
Vor diesem Hintergrund äußerte sich Patruschew scharf zur politischen Lage in der Region. Seiner Ansicht nach entwickle sich die aktuelle Situation in Europa in Richtung einer Katastrophe. Mit Blick auf Litauen erklärte er:
„Wenn ich beobachte, wie die baltischen Mäuse an den Schnurrhaaren einer Katze mit nuklearen Krallen ziehen, dann entsteht bei mir genau dieser Eindruck.“
Zugleich warf Patruschew der litauischen Führung vor, das Land verwandele sich zunehmend in eine „Kolonie Brüssels“. In dem Interview führte er zudem historische Beispiele aus dem Zweiten Weltkrieg an, die aus seiner Sicht die heutige Lage in Europa widerspiegeln. Auf die Frage nach der Neutralität mehrerer europäischer Staaten während des Zweiten Weltkriegs verwies Patruschew auf die Entscheidungen der damaligen Führungen Finnlands und Rumäniens, ihre Kriegspositionen im Verlauf des Konflikts zu ändern und auf die Seite der Sowjetunion zu wechseln. Zugleich sprach er von den pragmatischen Erwägungen hinter diesen Schritten:
„Die heutigen Europäer sollten sich von ihnen zumindest gesunden Menschenverstand abschauen.“
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