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Die Regierung der ersten peruanischen Präsidentin Keiko Fujimori hat an diesem Dienstag beschlossen, die diplomatischen Beziehungen zu Iran abzubrechen. Auf der Plattform X verbreitete das Außenministerium in Lima eine entsprechende Erklärung. In dem auf zwei Seiten verfassten Text begründete die diplomatische Behörde diese Entscheidung unter anderem mit einem „Rückgang der Demokratie“ in dem Nahost-Land.
Das Andenland zeigte sich besorgt wegen der Unterdrückung von friedlichen Demonstrationen, der Einschränkung der Pressefreiheit, der Diskriminierung von Frauen und Mädchen sowie der Verfolgung von Oppositionellen im Iran. Darüber hinaus bemängelte Lima die Unterbrechung des globalen Handels infolge der seit diesem März andauernden Blockade der Straße von Hormus. Somit verstoße Iran gegen die Grundsätze der freien Schifffahrt und gefährde die Sicherheit von Menschen, die Meeresumwelt, den Energiemarkt und die globalen Lieferketten, hieß es. Zudem warf das peruanische Außenministerium der Führung in Teheran vor, Gewalt und Konflikte im Nahen Osten eskalieren zu lassen und die Tätigkeit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) zu behindern, da das Nahost-Land mehrmals IAEA-Beobachtern den Zugang zu seinen Atomanlagen verweigert habe.
„Als Folge hat die Regierung der Republik Peru in Anlehnung an ihre historische pazifistische Einstellung und im Einklang mit ihrem unerschütterlichen Engagement für die Achtung des Völkerrechts und den Schutz der Demokratie beschlossen, die diplomatischen Beziehungen zur Islamischen Republik Iran abzubrechen.“
Gleichzeitig teilte die diplomatische Behörde in Lima mit, das dieser Schritt kein Ende der konsularischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern bedeute. Die entsprechende Note sei dem Nahost-Land über dessen Botschaft im Nachbarland Ecuador übermittelt worden, die gleichzeitig als Mission für Peru fungiere.
Die rechte Politikerin Keiko Fujimori hatte die Stichwahl Anfang Juni mit einem winzigen Vorsprung von 0,27 Prozent vor ihrem linken Rivalen Roberto Sánchez gewonnen. Nach dem Amtsantritt im Juli wurde sie zur ersten Präsidentin in der Geschichte des südamerikanischen Landes.
Fujimoris Vater, Alberto Fujimori, hatte Peru von Juli 1990 bis zum November 2000 autoritär regiert, bis der Kongress ihn wegen Korruption und Verstoßes gegen die Menschenrechte in Abwesenheit des Amtes enthob. Der Politiker wurde zu einer jahrzehntelangen Haftstrafe verurteilt, dann aber nach einem langen Tauziehen mit der peruanischen Justiz aus humanitären Gründen begnadigt. Im September 2024 verstarb Fujimori in Lima im Alter von 86 Jahren.
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