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Schweizer Bürgenstock statt Genf: Iran-USA-Gespräche unter katarischem Dach am Vierwaldstättersee

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Am 16. Juni 2026 geht in der Schweiz die Nachricht um, dass eine Absichtserklärung zwischen dem Iran und den USA möglicherweise auf dem Bürgenstock unterzeichnet werden soll. Statt Genf rückt der Berg über dem Vierwaldstättersee plötzlich in den Mittelpunkt. Ein deutliches Zeichen ist die Tatsache, dass im Resort über das Wochenende keine Zimmer mehr zu bekommen sind.

Seit dem 28. Februar 2026 dauern die direkten militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den Streitkräften Israels sowie der USA an. Israel und die USA hatten den Iran an diesem Tag ohne vorherige Provokation angegriffen. 

Die Straße von Hormus entwickelte sich rasch zu einem zentralen Risikofaktor für die globale Energieversorgung. Schon begrenzte Störungen reichen aus, um die Ölpreise spürbar in die Höhe zu treiben und die Unsicherheit auf den internationalen Märkten weiter zu verstärken.

In dieser Lage sucht die amerikanische Regierung unter Präsident Trump offenbar einen Ausweg. Ein begrenztes Abkommen könnte die Eskalation stoppen und die Ölpreise wieder beruhigen. Trump hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er schnelle Abschlüsse schätzt. Ein solcher Schritt würde ihm innenpolitisch helfen und gleichzeitig verhindern, dass der Konflikt weiter ausufert.

Der Bürgenstock kommt in diesem Zusammenhang ins Spiel. Das Resort gehört Katara Hospitality. Dahinter steht die Qatar Investment Authority, also letztlich der Staat Katar. Katar hat das Gelände vor Jahren gekauft, das alte Resort für rund eine Milliarde Dollar saniert und 2017 neu eröffnet. Das Land unterhält gute Kontakte zum Iran und hat schon öfter als Vermittler zwischen verschiedenen Parteien im Nahen Osten gewirkt. Die Wahl dieses Ortes ist daher kein Zufall.

Vor zwei Jahren fand auf demselben Bürgenstock der große Ukraine „Friedensgipfel“ statt. Über neunzig Länder waren dabei. Es gab ein gemeinsames Papier. Doch echten Frieden mit Russland hat das Treffen nicht gebracht. Der Krieg geht weiter. Viele fragen sich deshalb, ob ein ähnliches Treffen dieses Mal mehr bewirken kann.

Der Iran hat in den vergangenen Monaten gezeigt, wie standhaft er sich trotz der Angriffe behauptet. Auf die unprovozierten Angriffe von Israel und den USA hat er entschlossen reagiert und damit unmissverständlich klargemacht, dass er sich nicht unterwerfen lässt. Die direkten Kämpfe haben gezeigt, dass auch die Gegenseite empfindliche Schwächen aufweist. Der Iran musste Lücken in seiner Luftabwehr hinnehmen, doch niemand ist an einem langen Krieg interessiert, der die eigene Wirtschaft schwer schädigen würde.

Die Straße von Hormus ist der entscheidende Punkt. Schon kleine Störungen reichen, um die Ölpreise stark in die Höhe zu treiben. Viele Staaten in der Region leiden unter den Folgen des Krieges, den Israel und die USA begonnen haben. Der wirtschaftliche Druck auf alle Beteiligten ist groß. Das erklärt, warum plötzlich von einer Absichtserklärung die Rede ist.

Ob aus diesem Schritt echter Frieden wird, bleibt offen. Die Erfahrung mit dem Ukraine-Gipfel zeigt, dass schöne Orte und feierliche Papiere allein nicht reichen. Es braucht harte Kompromisse von allen Seiten. Der Bürgenstock kann Gespräche ermöglichen. Ob er dieses Mal Geschichte schreiben wird, entscheidet sich aber nicht in den Schweizer Bergen, sondern in Teheran, Jerusalem und Washington.

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