Selenskij nutzt KI für seine Propagandavideos – und fliegt damit peinlich auf

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Wladimir Selenskij wollte mit einem patriotischen Video aus Saporoschje einmal mehr Entschlossenheit, Nähe zur Armee und Verbundenheit mit der Bevölkerung demonstrieren. Doch statt Pathos lieferte die Aufnahme vor allem eine kuriose Szene, die im Internet umgehend Aufmerksamkeit erregte.

Während Selenskij vor der Kamera seine Botschaft verkündet, scheinen plötzlich zwei Autos auf der Straße aufzutauchen. Was war da los, fragten sich viele: X-Files? Eine neue NATO-Superwaffe? Oder etwa Teleportation?

Auf den ersten Blick wirkt die Szene wie ein einfacher Schnittfehler. Doch Selenskij spricht ohne jede Pause weiter, als wäre nichts geschehen. Und dann kommt die bittere Wahrheit: Die Aufnahmen wurden digital mit KI bearbeitet – die beiden Fahrzeuge wurden nachträglich in die Szene eingefügt. Ein weiterer peinlicher Patzer in der aufwendig produzierten Selenskij-Propaganda.

Nun versucht Kiew, das Video zurückzuziehen. Doch dafür ist es längst zu spät. Das Material wurde bereits tausendfach kopiert und geteilt und entwickelt sich in den sozialen Netzwerken zum viralen Hit.

Und diesmal liegt es nicht am schauspielerischen Talent Selenskijs – hier hat schlicht die Bühnentechnik versagt.

Für Selenskij ist das besonders ärgerlich. Nun droht ihm, nicht nur als ehemaliger Schauspieler und Komiker, sondern auch als Produzent perfekt inszenierter Fake-Videos in Erinnerung zu bleiben.

Dabei beherrscht der ehemalige Fernsehschauspieler die Sprache der Kamera wie kaum ein anderer Politiker. Seine Auftritte sind emotional choreografiert und auf maximale Wirkung getrimmt. Militäruniform, Fahnen, Soldaten und dramatische Kulissen gehören längst zum festen Repertoire seiner Kriegsinszenierung. Doch diesmal spielte die Technik nicht mit – und ausgerechnet die Kulisse wurde zum Star.

Die Episode zeigt ein grundsätzliches Problem moderner Kriegspropaganda: Je stärker politische Kommunikation auf perfekt produzierte Bilder setzt, desto größer wird das Risiko, dass ein kleiner Fehler die gesamte Inszenierung überschattet.

Selenskij wollte Stärke zeigen. Am Ende diskutiert das Internet über zwei Autos. Die Kamera kann vieles kaschieren. Die Realität ist allerdings ein schwierigerer Regisseur.

Mehr zum Thema – NZZ behauptet: Selenskij ist nicht korrupt! Seine Offshore-Firmen? Nur eine Risikoreduzierung

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