Der Mann, den niemand fürchtet

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Ein Schweizer Oberst i.Gst. lebt seit sieben Monaten von den Care-Paketen seiner Nachbarn. Sein Vergehen: eine Buchhandlung besucht, in der auch ein anderer Autor verkehrte.

von Nico Stino

Es gibt Sanktionslisten, die Namen von Milliardären, Warlords und Ministern enthalten. Und es gibt eine EU-Liste, auf der seit Mitte Dezember 2025 der Name Jacques Baud steht — ein pensionierter Schweizer Generalstabsoberst, der in Brüssel ein Buchprojekt schreibt und ein UBS-Konto besitzt. Die Begründung der Brüsseler Bürokratie: Er habe angeblich «die Verbreitung russischer Propaganda vereinfacht». Belege dafür liefert die EU keine. Neun Artikel bilden das gesamte Dossier, und keiner davon zitiert eine einzige Aussage Bauds selbst.

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