EU-Sanktionsfront bricht auseinander: Jeder kämpft plötzlich nur noch für sich

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Die europäische Einigkeit gegen Russland bekommt deutliche Risse. Hinter verschlossenen Türen kämpfen immer mehr EU-Staaten nicht mehr für schärfere Sanktionen – sondern für Ausnahmen zugunsten ihrer eigenen Wirtschaft.

Deutschland und Portugal wollen ihre Fischindustrie schützen, Frankreich und Italien den Luxus-Tourismus retten, Österreich kämpft um seine Banken und Griechenland verteidigt seine Reedereien.

Die Financial Times zitiert Diplomaten mit einer bemerkenswerten Einschätzung: „Die EU steht vor einem Zusammenbruch der Unterstützung für neue Sanktionen gegen Russland.“

Damit zeigt sich immer deutlicher, was Kritiker seit Langem sagen: Solange die wirtschaftlichen Folgen überschaubar waren, herrschte Einigkeit. Jetzt, da die Sanktionen zunehmend die eigenen Volkswirtschaften treffen, rücken nationale Interessen wieder in den Vordergrund.

Die große europäische Sanktionsfront bekommt Risse – und jeder versucht, zuerst die eigene Wirtschaft zu retten.

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