Ivermectin als Hoffnungsträger gegen Krebs – Ein Intensivmediziner stellt die Onkologie infrage

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Ivermectin gilt für die einen als bewährtes Medikament gegen parasitäre Erkrankungen, für die anderen als Symbol einer medizinischen Kontroverse. Nun sorgt der US-amerikanische Intensivmediziner Dr. Paul Marik mit einer weiteren provokanten These für Aufsehen: Nach Auswertung von Millionen wissenschaftlicher Publikationen sei Ivermectin das wirksamste bekannte Mittel gegen Krebsstammzellen.

Marik, der zu den weltweit meistpublizierten Intensivmedizinern zählt, äußerte sich dazu in einem ausführlichen Gespräch mit dem Journalisten Jan Jekielek von The Epoch Times. Gemeinsam mit Dr. Justus Hope arbeitet er an einem KI-gestützten Protokoll zur Identifizierung von Substanzen, die sich besonders zur Krebsprävention und -behandlung eignen könnten.

KI analysiert Millionen wissenschaftlicher Publikationen

Nach Angaben von Marik durchsuchten verschiedene Modelle künstlicher Intelligenz mehr als 38 Millionen veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten. Unabhängig voneinander hätten die Systeme immer wieder dieselbe Rangfolge geliefert: Ivermectin belegte Platz eins bei der Bekämpfung von Krebsstammzellen, gefolgt von Mebendazol, Fenbendazol und Curcumin, dem Wirkstoff aus Kurkuma.

Für Marik ist die Reproduzierbarkeit dieser Ergebnisse ein Hinweis darauf, dass die Forschung diese Substanzen deutlich ernster nehmen sollte. Kritiker wenden hingegen ein, dass KI-Auswertungen zwar Zusammenhänge identifizieren können, daraus jedoch noch keine klinische Wirksamkeit beim Menschen abgeleitet werden kann.

Die unterschätzte Rolle der Krebsstammzellen

Im Mittelpunkt von Mariks Argumentation stehen die sogenannten Krebsstammzellen. Diese kleine Untergruppe innerhalb eines Tumors gilt als besonders widerstandsfähig. Sie kann sich selbst erneuern, neue Tumorzellen bilden und möglicherweise Rückfälle begünstigen.

Marik kritisiert, die klassische Onkologie konzentriere sich noch immer zu stark auf schnell wachsende Krebszellen, während die Rolle der Krebsstammzellen nicht ausreichend berücksichtigt werde. Besonders kontrovers ist seine Behauptung, bestimmte Standardtherapien könnten das Überleben oder die Aktivierung dieser Stammzellen sogar begünstigen.

Warum gerade Ivermectin?

Ivermectin wird häufig auf seine Verwendung als Antiparasitikum reduziert und von Kritikern als „Pferdewurmmittel“ bezeichnet. Tatsächlich wird der Wirkstoff seit Jahrzehnten in der Humanmedizin eingesetzt und war maßgeblich an der Bekämpfung von Tropenkrankheiten beteiligt.

Marik verweist darauf, dass wissenschaftliche Arbeiten dem Wirkstoff eine Vielzahl biologischer Effekte zuschreiben, darunter Einflüsse auf Signalwege, die auch bei Krebsstammzellen eine Rolle spielen könnten. Nach seiner Einschätzung sei es daher fahrlässig, diese Hinweise zu ignorieren.

Allerdings gilt: Trotz zahlreicher Labor- und Tierstudien ist Ivermectin bislang nicht als Krebsmedikament zugelassen. Große randomisierte klinische Studien, die einen eindeutigen Nutzen bei Krebspatienten belegen würden, fehlen bisher.

Die Frage nach den wirtschaftlichen Interessen

Besonders scharf fällt Mariks Kritik an Pharmaindustrie und Regulierungsbehörden aus. Während Ivermectin weltweit für wenige Cent erhältlich sei, würden moderne Krebstherapien häufig Hunderttausende bis Millionen Dollar kosten.

Für Marik erklärt dieser wirtschaftliche Gegensatz, weshalb kostengünstige Alternativen seiner Ansicht nach nicht ausreichend erforscht oder berücksichtigt werden. Er spricht offen von strukturellen Interessenkonflikten innerhalb des Gesundheitssystems.

Ob diese Vorwürfe gerechtfertigt sind, bleibt umstritten. Tatsache ist jedoch, dass die Entwicklung großer klinischer Studien mit patentfreien Medikamenten oft deutlich schwieriger zu finanzieren ist als bei neuen, geschützten Wirkstoffen.

Prävention statt Reparatur

Neben der Therapie beschäftigt sich Marik intensiv mit der Krebsprävention. Die KI-Auswertungen hätten vier Faktoren besonders hervorgehoben: grüner Tee, Curcumin, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren.

Darüber hinaus empfiehlt er regelmäßige Bewegung, intermittierendes Fasten und den Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel. Chronisch erhöhte Blutzuckerwerte und Insulinresistenz könnten nach seiner Auffassung ein Umfeld schaffen, das die Entstehung und das Wachstum von Tumoren begünstigt.

„Turbo-Krebs“ und die Debatte um COVID-Impfstoffe

Besonders kontrovers sind Mariks Aussagen zum sogenannten „Turbo-Krebs“. Er verweist auf die Beobachtung, dass aggressive Krebserkrankungen zunehmend auch bei jüngeren Menschen auftreten, und bringt diese Entwicklung teilweise mit COVID-19-Impfungen in Verbindung.

Als Hinweis nennt er unter anderem Studien, in denen bei einzelnen Geimpften über längere Zeiträume Spike-Proteine nachgewiesen wurden. Einen wissenschaftlichen Konsens über einen ursächlichen Zusammenhang zwischen COVID-Impfstoffen und einem Anstieg aggressiver Krebserkrankungen gibt es derzeit jedoch nicht.

Fazit

Die Aussagen von Dr. Paul Marik stellen grundlegende Annahmen der modernen Onkologie infrage. Seine Analysen werfen wichtige Fragen über die Rolle von Krebsstammzellen, die Erforschung kostengünstiger Medikamente und mögliche wirtschaftliche Interessenkonflikte auf.

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