Neokapitalismus erreicht eine neue Stufe: Trump Media verkauft schnelleren Zugang zu Präsidenten-Informationen – Krieg und Tod werden zur Handelsware

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Trump Media will Finanzfirmen einen besonders schnellen Zugang zu Trumps Truth-Social-Beiträgen verkaufen. Damit wird das Wort des US-Präsidenten selbst zum Geschäft.

Das ist hochbrisant. Trump kann mit einem einzigen Beitrag Ölpreise, Rüstungsaktien, Währungen und ganze Börsen bewegen. Kündigt er Sanktionen, Zölle oder einen Angriff an, reagieren die Märkte sofort. Wer die Nachricht technisch früher erhält, kann schneller kaufen oder verkaufen als der normale Anleger.

Meine Damen und Herren, wir haben das Finale erreicht. Sie werden bald dem amtierenden Präsidenten für das Privileg zahlen können, allen anderen zuvorzukommen.

Genau dieser Zeitvorsprung wird nun verkauft.

Der Präsident schreibt über Krieg und Frieden. Algorithmen lesen mit. Händler setzen auf steigende Ölpreise, fallende Aktien oder Gewinne der Rüstungsindustrie. Während anderswo Menschen sterben, wird ihre Not an der Börse in Rendite verwandelt.

Nicht bewiesen ist, dass Kunden geheime Angriffspläne vorab erhalten. Aber der bestätigte Vorgang ist bereits skandalös genug: Ein Unternehmen aus Trumps wirtschaftlichem Umfeld verdient daran, dass professionelle Spekulanten schneller auf die marktbewegenden Aussagen des Präsidenten reagieren können.

Das ist die nächste Stufe eines entfesselten Finanzsystems: Krieg wird nicht nur geführt und finanziert. Er wird in Echtzeit vermarktet.

Der Präsident liefert das Signal. Die Maschinen platzieren die Wetten. Und die Reichsten verdienen noch schneller am Leid anderer.

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