Neue Executive Order von Trump nach der aktuellen Huthi-Blockade zeigt, wohin die Reise geht

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Während die Welt auf die jüngste Eskalation im Nahen Osten blickt, laufen in Washington bereits Maßnahmen an, die weit über eine kurzfristige Krisenreaktion hinausgehen.

Die Huthis haben ihre angekündigte Seeblockade gegen Saudi-Arabien offiziell in Kraft gesetzt. Bereits kurz nach Inkrafttreten drehten erste Tanker mit saudischem Rohöl vor der Meerenge Bab al-Mandab ab und suchten alternative Routen. Die Blockade betrifft einen der wichtigsten maritimen Engpässe der Welt und erhöht den Druck auf die globalen Energie- und Lieferketten erheblich.

Nahezu zeitgleich unterzeichnete US-Präsident Donald Trump eine Executive Order zur Absicherung der amerikanischen Verteidigungs-Lieferketten. Unternehmen sollen kritische Rohstoffe identifizieren, Lieferketten offenlegen und Abhängigkeiten von ausländischen Zulieferern reduzieren. Ziel ist es, die Rüstungsproduktion auch unter schwierigen Versorgungsbedingungen aufrechtzuerhalten.

Solche Programme entstehen nicht über Nacht. Der Umbau strategischer Lieferketten dauert Jahre und bindet enorme finanzielle und industrielle Ressourcen. Regierungen investieren in der Regel nur dann in dieser Größenordnung, wenn sie davon ausgehen, dass geopolitische Risiken nicht kurzfristig verschwinden.

Die zeitliche Koinzidenz fällt auf: Während im Roten Meer die ersten Schiffe bereits umkehren und sich ein weiterer globaler Flaschenhals für den Energiehandel schließt, beginnt Washington damit, seine industrielle Basis widerstandsfähiger gegen Versorgungsengpässe zu machen.

Sollten sowohl die Straße von Hormus als auch Bab al-Mandab dauerhaft gestört bleiben, würde dies einen erheblichen Teil des weltweiten Öl- und Warenverkehrs betreffen. Energie, Seltene Erden und andere strategische Rohstoffe würden weiter an Bedeutung gewinnen. Genau auf diese Bereiche konzentriert sich die neue US-Anordnung. (AP News)

Die Executive Order beweist nicht, dass Washington die Dauer des Konflikts kennt. Sie zeigt jedoch, dass sich die US-Regierung auf ein Szenario vorbereitet, in dem geopolitische Spannungen und Versorgungsrisiken über einen längeren Zeitraum bestehen könnten.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob sich die Vereinigten Staaten vorbereiten – das tun sie offensichtlich. Die eigentliche Frage ist, worauf genau sie sich vorbereiten und welche Folgen diese strategischen Entscheidungen für die Weltwirtschaft, die Energieversorgung und die Bevölkerung haben werden.

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