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Starke Quartalsberichte und sinkende Ölpreise sorgen für Aufwind am Aktienmarkt. Der Impuls für den Sprung über 26.000 Punkte kommt von neuer Hoffnung auf Entspannung im Konflikt USA-Iran
Die Hoffnung auf eine Annäherung der Kriegsparteien USA und Iran hat den Dax erstmals über die 26.000-Punkte-Marke getrieben. Der deutsche Leitindex stieg am Montagvormittag auf 26.005,10 Punkte, ein Plus von 1,47 Prozent im Vergleich zum Schlussstand am Freitag. Bereits kurz nach Handelsauftakt hatte der Dax das Anfang Juli erreichte Rekordhoch von 25.900,10 Punkten überschritten.
Am Montag sollen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Verhandlungen mit dem Iran beginnen. Angaben über den Ort oder die Teilnehmer machte er jedoch nicht. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte zuvor unter Berufung auf den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi berichtet, dass sich die Verhandlungen zwischen Teheran und dem Oman über die Straße von Hormus in der Endphase befänden. Bislang sei es jedes Mal verfrüht gewesen, auf einen Friedensdeal zu spekulieren, warnte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. „Doch es lebt die Hoffnung, dass diesmal tatsächlich ein Durchbruch gelingen wird.“
Trumps Ankündigung sorgte auch für Bewegung am Ölmarkt. Die Ölpreise sanken im asiatischen Handel bis zum frühen Morgen um rund sechs Prozent: Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate fiel um 6,6 Prozent auf 79,11 Dollar, der für ein Fass der Nordseesorte Brent um 5,7 Prozent auf 82,92 Dollar.
Auftrieb gab es zuletzt durch eine deutliche Erholung von Technologieaktien in den USA und Asien. Aktien-Stratege Mislav Matejka von JPMorgan hob die bisher gut laufende Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks positiv hervor. Das Gewinnwachstum sei besser als am Markt erwartet. Alle Sektoren in den USA und fast alle in Europa zeigten ein im Vergleich zum Vorjahresquartal höheres Wachstum beim Ergebnis je Aktie.
Wie in den USA und Asien legten auch hierzulande vor allem Technologieaktien wieder spürbar zu, wobei vor allem auf starke Vorgaben von US-Technologiegiganten verwiesen wurde. Dort hatten jüngst erst Microsoft und dann auch Amazon mit ihren Quartalsberichten überzeugt.
Mitte Juli war der Dax bis auf rund 24.650 Punkte zurückgefallen, nachdem die Vereinigten Staaten den Iran wieder verstärkt angegriffen hatten und der Ölpreis der Nordseesorte Brent zeitweise wieder über die Marke von 100 Dollar gestiegen war.