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Unser Kolumnist Carsten K. Rath ist wieder in seiner geliebten Wahlheimat Schweiz – und entdeckt am Ufer des Thunersees ein innovatives Entspannungsparadies, das es mit den bekanntesten Grandhotels des Landes aufnehmen kann
Ich liebe vieles an der Schweiz, vor allem ihre herrlichen Landschaften, die sich Kanton für Kanton entdecken lassen. Dann ist da natürlich die Hotellerie, die hier regelrecht zur hohen Kunst weiterentwickelt wurde. Auch dank der bescheiden-freundlichen Art der Eidgenossen. Herrliche Umgebung und bester Service – damit punktet das „Deltapark Vitalresort“ gleichermaßen. Also statte ich diesem Vier-Sterne-Superior-Haus in Gwatt bei Thun einen Testbesuch ab.
Anlass meiner Reise war das zehnjährige Jubiläum, das der „Deltapark“ Ende Mai feierte. Die Ursprünge des Hotels gehen auf die 1930er-Jahre zurück, als es noch ein Jugendheim der evangelisch-reformierten Kirche war. Erst 1980 wurde daraus zunächst ein Seminar- und Hotelbetrieb, den die Familie Hauenstein 2008 übernahm und damit den Grundstein für eine umfassende Transformation legte. Nach acht Jahren Planung, Aus- und Umbau wurde das Resort 2016 offiziell eröffnet. Das Ergebnis war ein Hotel mit 87 Zimmern, zwei luxuriös ausgebauten Seevillen und vier Wellness-Suiten auf einem rund 90.000 Quadratmeter großen Parkgrundstück direkt am See. Das Haus gehört heute zum Trio der Hauenstein Hotels. Die Jubiläumsfeier mit spannenden Rückblicken auf diese Erfolgsgeschichte moderierten die Snowboard-Olympiasiegerin Tanja Frieden, Hoteldirektor Kevin Furrer und die Eigentümerfamilie Peter, Nathalie und Andrea Hauenstein.
Das Alleinstellungsmerkmal des Hotels ist seine Lage mitten im Berner Oberland und direkt am Thunersee. Die Wellness-Suite, in der ich übernachte, bietet einen Blick auf die Stockhorn-Bergkette und ist ein kleines Paradies der Entspannung mit eigenem Spa-Bereich samt Sauna und Sprudelwanne. Die Raumgestaltung ist großzügig, die Einrichtung vertraut auf hochwertige Materialien und erzeugt eine unaufdringliche Behaglichkeit, die auch den Charakter des „Deltapark“ ausmacht. Wer mehr möchte, steuert das 2000 Quadratmeter große Wellnessareal mit Saunen, Dampfbädern sowie Sole-Indoorpool und Outdoor-Süßwasserpool an. Ergänzt wird das Angebot durch einen Standort des renommierten Therapie- und Fitnesszentrums „PhysioFit Schönberg“.
Kulinarisch bietet das Hotel drei unterschiedliche Konzepte. Im Restaurant „Delta“ etwa stehen Klassiker auf der Karte, zubereitet mit regionalen Zutaten. Das Hotelrestaurant ist auch der Treffpunkt fürs Frühstück und versorgt zudem die Seminargäste. Mein Favorit ist das Thai-Restaurant „Deltaverde“. Erst vor Kurzem war ich in Bangkok und habe dort täglich die raffinierte Landesküche genossen, die für mich zu den besten der Welt gehört. Umso mehr überrascht mich, wie authentisch die Gerichte hier schmecken. Die Crew aus Thailand weckt bei mir mit den gebratenen Spareribs mit Pak Choi, Honig und eingelegtem Ingwer augenblicklich Erinnerungen an meine früheren Reisen in ihre Heimat. Der traditionelle Mango-Klebereis als Nachtisch setzt den krönenden Schlusspunkt.
Am Ende muss ich eine weitere Lanze für das Team des „Deltapark Vilatresort“ brechen. Aller materieller Luxus dieser Welt, das beste Essen, die schönste Aussicht – sie sind wenig wert, wenn der Service mies ist. Ob Herr Beutter an der Rezeption oder die Masseurin Ni im Spa: Im „Deltapark“ sind alle Mitarbeiter freundlich, kompetent und hilfsbereit. Das Hotel mag „nur“ vier Sterne tragen, doch die Gegenleistung hat ohne Zweifel bereits Fünf-Sterne-Niveau.
Großen Anteil daran haben, neben der Eigentümerfamilie Hauenstein und Direktor Kevin Furrer. Der gebürtige Berner führt seit Mai 2022 die Geschäfte und bringt seine ganze internationale Branchenerfahrung und Kreativität ein. All das macht den „Deltapark“ zu einer rundum frischen Alternative zu den ehrwürdigen Grandhotels der Schweiz. Ein weiterer Beweis dafür, dass sich Mut zur Investition auszahlt und es auch in der manchmal etwas behäbigen Hotellerie des Landes immer Platz für neue Player gibt. Auf die nächsten zehn Jahre!