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Umwandlung von Gewerbeflächen: Neue Förderung für Wohnraum – sie muss nicht zurückgezahlt werden

Mit einer neuen Förderung will die Bundesregierung erreichen, dass vor allem in den Städten mehr Wohnraum entsteht. Interessant ist das besonders für Immobilienbesitzer

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Mit einer neuen Förderung will die Bundesregierung erreichen, dass vor allem in den Städten mehr Wohnraum entsteht. Interessant ist das besonders für Immobilienbesitzer

Wohnraum ist in vielen Regionen Deutschlands knapp, während die Nachfrage nach Wohnungen immer weiter steigt. Zugleich stehen zahlreiche Gewerbeimmobilien leer. Ehemalige Büros oder Ladenflächen werden oft nicht mehr genutzt, auch weil viele Menschen im Homeoffice arbeiten.

Um hier Abhilfe zu leisten, startet die Bundesregierung ab Juli ein neues Projekt, das die Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohnraum anschieben soll. Das „Förderprogramm Gewerbe zu Wohnen“ beinhaltet einen Zuschuss, mit dem Eigentümer motiviert werden sollen, geeignete Gewerbegebäude umzubauen und sie als Wohnraum anzubieten.

Förderung soll für mehr Wohnraum sorgen

Die Politik verfolgt damit mehrere Ziele gleichzeitig: Zum einen soll zusätzlicher Wohnraum entstehen, zum anderen sollen leer stehende Immobilien wieder sinnvoll genutzt werden. Die Umnutzung bestehender Gebäude ist zudem häufig ressourcenschonender als ein kompletter Neubau.  

Vor allem in Ballungsräumen fehlen Wohnungen, auch weil sich Bauprojekte aufgrund hoher Baukosten, und aufwendiger Genehmigungsverfahren oft verzögern oder ganz ausbleiben. Gleichzeitig hat sich die Nachfrage nach klassischen Bürogebäuden in den vergangenen Jahren verändert. Zahlreiche Flächen werden nicht mehr benötigt. Dadurch entstehen Leerstände, die sich häufig prinzipiell für eine Umwandlung eignen.  

Förderung muss nicht zurückgezahlt werden

Für das Förderprogramm stellt der Bund insgesamt 300 Mio. Euro bereit. Unterstützt werden sollen Projekte, durch die dauerhaft neuer Wohnraum entsteht. Die Förderung ist ein direkter Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden. Das unterscheidet sie von vielen anderen Programmen, bei denen zinsgünstige Darlehen zwar die Finanzierung erleichtern, am Ende aber dennoch vollständig getilgt werden müssen.  

Gefördert werden „bis zu 30 Prozent von maximal 100.000 Euro förderfähige Ausgaben pro durch Umbau entstehende Wohneinheit“. Die Bundesregierung hofft, dass sich mit der Förderung schwierige Umbauprojekte für die Eigner eher rechnen. Denn die Umwandlung von Gewerbeimmobilien ist oft mit Aufwand und Kosten verbunden. Häufig müssen Grundrisse verändert, technische Anlagen erneuert oder zusätzliche Anforderungen an Schallschutz, Brandschutz und Energieeffizienz erfüllt werden. Diese Investitionen haben viele Eigentümer bislang abgeschreckt.  

Mit dem neuen Zuschuss sollen vorhandene Gebäude schneller in dringend benötigten Wohnraum umgewandelt werden. Gelingt das, könnten bald mehr Menschen eine Wohnung finden, während gleichzeitig leer stehende Gewerbeflächen wieder mit Leben gefüllt würden.

Dieser Artikel ist eine Übernahme des Stern, der wie Capital zu RTL Deutschland gehört. Auf Capital.de wird er sechs Monate hier aufrufbar sein. Danach finden Sie ihn auf www.stern.de.

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