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Benzinpreise: Tankrabatt endet: Ifo sieht beim Diesel nur teilweise Entlastung

Kurz vor dem Ende des Tankrabatts zeigt eine Ifo-Analyse: Beim Benzin wurde der Rabatt fast vollständig weitergegeben, bei Diesel dagegen nur zum Teil. Landete der Rest bei den Konzernen?

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Kurz vor dem Ende des Tankrabatts zeigt eine Ifo-Analyse: Beim Benzin wurde der Rabatt fast vollständig weitergegeben, bei Diesel dagegen nur zum Teil. Landete der Rest bei den Konzernen?

Der am Dienstag auslaufende Tankrabatt hat dem Ifo-Institut zufolge die Autofahrer in Deutschland größtenteils erreicht – aber nicht vollständig. Die Preise für Super E5 lagen um 17 Cent, bei Super E10 um 16 Cent und bei Diesel um 12 Cent unter Vergleichswerten ausländischer Tankstellen ohne Tankrabatt, wie die am Montag veröffentlichten Berechnungen der Münchner Wirtschaftsforscher ergaben. „Damit wurde der Tankrabatt beim Superbenzin nahezu vollständig an die Autofahrerinnen und Autofahrer weitergegeben. Beim Diesel lag die Weitergabe bei rund 73 Prozent“, sagte der stellvertretende Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, Florian Neumeier. „Ohne den Tankrabatt hätte der Preis für den Liter Superbenzin noch den gesamten Juni hindurch im Tagesdurchschnitt wohl über zwei Euro gelegen.“

Preise werden steigen

Anfang Juli sei durch das Auslaufen des Tankrabatts wieder mit steigenden Kraftstoffpreisen zu rechnen. „Wie hoch es geht, wird vor allem von der Entwicklung des Ölpreises abhängen. Da dieser zuletzt gesunken ist, haben auch die Kraftstoffpreise nachgegeben“, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Ramona Schmid.

Die Ifo-Forscher halten es für richtig, dass die Bundesregierung den Tankrabatt auslaufen lässt, den sie im Mai wegen der infolge des Iran-Kriegs stark gestiegenen Spritpreise eingeführt hat. „Es war eine teure Maßnahme, die den Staat rund 1,6 Mrd. Euro gekostet hat“, sagte Christian Gréus vom Ifo-Zentrum für Finanzwissenschaft. „Die unvollständige Weitergabe beim Diesel bedeutet, dass ein Teil davon bei den Mineralölkonzernen gelandet ist.“ Sollte es zwischen den USA und dem Iran tatsächlich zu einer Einigung kommen, dürften sich die Kraftstoffpreise ohnehin wieder normalisieren.

Vergleich mit Frankreich lieferte die Basis

Basis der Abschätzung des Ifo-Instituts war ein Vergleich mit den Spritpreisen in Frankreich. Dadurch sollte bei der Preisentwicklung zwischen normalen Veränderungen – zum Beispiel durch sinkende Ölpreise – und dem Effekt des Tankrabatts differenziert werden. 

Die Ergebnisse des Ifo stehen im Kontrast zu Aussagen des Mineralölwirtschaftsverbands en2x, der in der Vergangenheit stets betont hat, der Steuerrabatt werde vollständig weitergegeben. Auch aktuell sagt Hauptgeschäftsführer Christian Küchen: „Die Tankstellengesellschaften im en2x haben mit der Einführung des sogenannten Tankrabatts die Preise um 17 Cent je Liter gesenkt. Der Tankrabatt wurde durchweg und in voller Höhe an die Tankkundschaft weitergegeben. Andere Berechnungen können wir daher nicht nachvollziehen.“

Eine vor knapp zwei Wochen veröffentlichte Untersuchung der Monopolkommission war allerdings ebenfalls zum Ergebnis gekommen, dass der Rabatt nicht vollständig weitergegeben wurde. Auf Basis der Preise bis zum 11. Juni hatte sie allerdings bei Diesel eine etwas höhere, bei Benzin eine etwas niedrigere Weitergabe errechnet als das Ifo. Hintergrund könnten voneinander abweichende Methoden zur Abschätzung der Weitergabe sein.

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