{"id":10527,"date":"2026-06-20T20:01:08","date_gmt":"2026-06-20T18:01:08","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/die-schweiz-wird-abgeschafft-ex-ubs-chef-gruebel-warnt-vor-eu-kurs-und-ukraine-politik\/"},"modified":"2026-06-20T20:01:08","modified_gmt":"2026-06-20T18:01:08","slug":"die-schweiz-wird-abgeschafft-ex-ubs-chef-gruebel-warnt-vor-eu-kurs-und-ukraine-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/die-schweiz-wird-abgeschafft-ex-ubs-chef-gruebel-warnt-vor-eu-kurs-und-ukraine-politik\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Schweiz wird abgeschafft&#8220;: Ex-UBS-Chef Gr\u00fcbel warnt vor EU-Kurs und Ukraine-Politik"},"content":{"rendered":"<div>\n<p data-start=\"0\" data-end=\"125\">Oswald Gr\u00fcbel geh\u00f6rt zu den wenigen Bankern, die sowohl die Credit Suisse als auch die UBS erfolgreich als CEO gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p data-start=\"127\" data-end=\"396\">Der 82-j\u00e4hrige Ostdeutsche, der 1970 in die Schweiz kam, gilt als einer der erfahrensten und direktesten K\u00f6pfe der Schweizer Finanzbranche. Im aktuellen <em><a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/weltwoche.ch\/daily\/die-schweiz-wird-abgeschafft-jahrhundert-banker-oswald-gruebel-ueber-die-ukraine-putin-trump-die-ubs-deutschland-und-die-vertraege-mit-der-eu\/\">Weltwoche Daily<\/a>\u00a0<\/em>Spezial-Interview mit Roman Zeller findet er deutliche Worte zur deutschen und europ\u00e4ischen Politik.<\/p>\n<p data-start=\"398\" data-end=\"615\">Im Gespr\u00e4ch geht es um die gro\u00dfen Themen unserer Zeit: den Ukraine-Krieg, die Beziehungen zu Russland, die Brandmauer in Deutschland, die Zukunft der Schweiz sowie die Chancen und Risiken der K\u00fcnstlichen Intelligenz.<\/p>\n<p data-start=\"617\" data-end=\"817\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Der Ex-UBS-Chef \u00e4u\u00dfert sich klar und bisweilen provokant. Er spricht aus der Perspektive eines Mannes, der beide Systeme aus eigener Erfahrung kennt: den Sozialismus der DDR und die westliche Marktwirtschaft.<\/p>\n<p>Gr\u00fcbel ist kein Freund des westlichen Kurses im Ukraine-Krieg. F\u00fcr ihn ist der Konflikt in erster Linie Ausdruck von Machtpolitik.<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;Wir haben wirtschaftlich auf jeden Fall einen enormen Fehler gemacht, dass wir uns gegen Russland eingestellt haben&#8220;<\/em>, sagt er.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Russland als Rohstofflieferant f\u00fcr die europ\u00e4ische Industrie\u00a0war\u00a0aus seiner Sicht wirtschaftlich sinnvoll und h\u00e4tte langfristig sogar die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, Einfluss auf das Land zu nehmen.<\/p>\n<p>Besonders deutlich wird er beim Thema Kriegsopfer.<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;Das Elend ist, dass man Kriege weiterf\u00fchrt. Man denkt nie an die Leute, die dabei sterben. Meiner Ansicht nach ist immer das einfache Volk das, was darunter leidet.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p data-start=\"0\" data-end=\"410\">Verhandlungen mit Wladimir Putin h\u00e4lt Gr\u00fcbel f\u00fcr m\u00f6glich und notwendig. Auch beim Iran sieht er klare Vers\u00e4umnisse: Europa habe das Hilfegesuch der USA abgelehnt und damit einen Fehler begangen.<\/p>\n<p>Gr\u00fcbel sieht im Umgang Europas mit Iran ein klares Vers\u00e4umnis. Mit Nordkorea habe man f\u00fcnfzig Jahre verhandelt und stehe heute vor einem Staat mit f\u00fcnfzig Atombomben. Sollte Iran Atomwaffen besitzen, werde man in Europa sp\u00e4ter nur noch schreien \u2013 zu sp\u00e4t, um noch etwas ausrichten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bei Donald Trump bleibt Gr\u00fcbel n\u00fcchtern. Die Europ\u00e4er verst\u00fcnden ihn nicht, und die Republikaner w\u00fcrden politisch deutlich l\u00e4nger pr\u00e4gend bleiben als Trump selbst. Europa sollte daher vorsichtiger sein mit seinen \u00c4u\u00dferungen \u00fcber die Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Zur politischen Entwicklung in Deutschland \u00e4u\u00dfert er sich deutlicher. Die Koalition aus CDU und SPD sei von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen.<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;Die CDU [macht] sich selbst kaputt [&#8230;], weil die SPD [&#8230;] schon bei der Koalition am Untergehen [war] und\u00a0[&#8230;] radikaler geworden, sozialistischer geworden [ist]&#8220;<\/em>, sagt er.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p data-start=\"335\" data-end=\"677\">Die Brandmauer gegen\u00fcber der AfD bezeichnet er als problematisch und demokratiepolitisch fragw\u00fcrdig.<\/p>\n<blockquote>\n<p data-start=\"335\" data-end=\"677\"><em>&#8222;Die Brandmauer ist ein Zurechtbiegen der Demokratie. Dann hat man keine Demokratie mehr.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p data-start=\"335\" data-end=\"677\">Wenn ein gro\u00dfer Teil der Abgeordneten \u00fcber Parteilisten und nicht direkt gew\u00e4hlt werde, verliere die Politik an Glaubw\u00fcrdigkeit, argumentiert Gr\u00fcbel.<\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-youtube\">\n<div class=\"YouTubeEmbed\">\n                        <iframe class=\"lazyload\" width=\"560\" height=\"315\" data-src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/uMT5lRcau8Y?si=ZUMXN0QZbBbjf_aj\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n                                            <\/div>\n<\/p><\/div>\n<p data-start=\"679\" data-end=\"1139\">F\u00fcr die St\u00e4rke der AfD in Ostdeutschland hat er eine eigene Erkl\u00e4rung. Viele Menschen h\u00e4tten\u00a0niedrigere L\u00f6hne, f\u00fchlten sich vom Westen und von der Politik in Berlin vernachl\u00e4ssigt. Gleichzeitig r\u00e4t er der Partei zu einem anderen Auftreten:<\/p>\n<blockquote>\n<p data-start=\"679\" data-end=\"1139\"><em>&#8222;Die AfD sollte ihren Stil verbessern. Sie sollten aufh\u00f6ren zu schreien und sich eher anschreien lassen.&#8220; <\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p data-start=\"679\" data-end=\"1139\">Wirtschaftsfeindlich sei die Partei aus seiner Sicht nicht, sie m\u00fcsse ihre Positionen jedoch \u00fcberzeugender begr\u00fcnden. Mit Blick auf die deutsche Wirtschaft zeichnet Gr\u00fcbel ein d\u00fcsteres Bild. Er spricht von zu hohen Steuern, \u00fcberm\u00e4\u00dfiger B\u00fcrokratie, steigenden Sozialausgaben und einer Infrastruktur, die zunehmend verfalle.<\/p>\n<blockquote>\n<p data-start=\"1141\" data-end=\"1594\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\"><em>&#8222;Das gr\u00f6\u00dfte Problem der Bundesrepublik sind ihre Beamten inklusive der Regierung&#8220;<\/em>, sagt er.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p data-start=\"1141\" data-end=\"1594\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Viele gut ausgebildete und leistungsbereite Menschen w\u00fcrden das Land verlassen, weil sie mehr als die H\u00e4lfte ihres Einkommens an den Staat abgeben m\u00fcssten.<\/p>\n<p data-start=\"0\" data-end=\"371\">Der Teil des Interviews zur Schweizer Europapolitik ist der deutlichste. Gr\u00fcbel ist ein entschiedener Gegner von Rahmenvertr\u00e4gen oder einer engeren Anbindung an die EU. Wenn\u00a0er die Schweiz mit ausnahmslos jedem anderen EU-Staat vergleiche, dann k\u00f6nne er keinen Staat finden, in dem er genauso gerne leben wollte wie in der Schweiz, erkl\u00e4rt er.\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"373\" data-end=\"694\">Eine Ann\u00e4herung an die EU w\u00fcrde die Schweiz seiner Ansicht nach langfristig auf das Niveau der EU-Staaten herunterziehen \u2013 mit mehr Schulden, mehr Regulierung und weniger Souver\u00e4nit\u00e4t. Der jetzige Bundesrat k\u00f6nnte mit diesem Kurs als derjenige in die Geschichte eingehen, der die Schweiz, wie man\u00a0sie kenne, abgeschafft hat.<\/p>\n<p data-start=\"696\" data-end=\"976\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Auch die EU selbst kritisiert er deutlich. Sie betreibe eigene Politik statt sich auf die gro\u00dfen gemeinsamen Themen zu konzentrieren. Im Parlament s\u00e4\u00dfen oft diejenigen, die im eigenen Land nicht mehr gew\u00e4hlt w\u00fcrden. Es werde schwierig, ein Land \u00fcberhaupt noch regieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-start=\"0\" data-end=\"265\">Das Interview mit Oswald Gr\u00fcbel ist direkt und kontrovers. Es greift zentrale politische Debatten auf und stellt g\u00e4ngige Positionen zur Disposition \u2013 von der westlichen Ukraine-Strategie \u00fcber die politische Entwicklung in Deutschland bis hin zur Schweizer Europapolitik.<\/p>\n<p data-start=\"267\" data-end=\"695\">Unabh\u00e4ngig davon, ob man seine Einsch\u00e4tzungen teilt oder nicht: Gr\u00fcbel bringt als langj\u00e4hriger Banker mit Erfahrung aus verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Systemen eine Perspektive ein, die in der aktuellen Debatte selten ist. Seine Warnungen vor einem m\u00f6glichen Verlust der Schweizer Souver\u00e4nit\u00e4t und seine Kritik an der deutschen Politik werden voraussichtlich weiter Gegenstand von Diskussionen bleiben.<\/p>\n<p data-start=\"697\" data-end=\"774\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Das vollst\u00e4ndige Interview ist auf dem YouTube-Kanal <em>der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uMT5lRcau8Y&amp;t=1s\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weltwoche<\/a><\/em> verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p data-start=\"697\" data-end=\"774\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\"><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0&#8211;\u00a0<a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/282188-wladimir-solowjow-nicht-erste-mal-dass-europaer-juden-enteignen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wladimir Solowjow: &#8222;Nicht das erste Mal, dass Europ\u00e4er Juden enteignen&#8220;<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v78t6uq\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oswald Gr\u00fcbel geh\u00f6rt zu den wenigen Bankern, die sowohl die Credit Suisse als auch die UBS erfolgreich als CEO gef\u00fchrt haben. 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