{"id":10673,"date":"2026-06-22T12:00:06","date_gmt":"2026-06-22T10:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/wirtschaft\/wo-bargeld-beim-bezahlen-im-alltag-nicht-mehr-akzeptiert-wird-37582458-html\/"},"modified":"2026-06-22T12:00:06","modified_gmt":"2026-06-22T10:00:06","slug":"wo-bargeld-beim-bezahlen-im-alltag-nicht-mehr-akzeptiert-wird-37582458-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wirtschaft\/wo-bargeld-beim-bezahlen-im-alltag-nicht-mehr-akzeptiert-wird-37582458-html\/","title":{"rendered":"Zahlungsverhalten: Wo Bargeld im Alltag nicht mehr akzeptiert wird"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Cash in de T\u00e4sch? Eine Bundesbank-Studie zeigt, wo das Bargeld im Alltag von anderen Bezahlarten verdr\u00e4ngt wird. Und wo Sie auf jeden Fall Bares einpacken sollten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Wer ab und zu in der Schlange beim B\u00e4cker steht, kennt die Situation: W\u00e4hrend die einen noch ganz altmodisch M\u00fcnze f\u00fcr M\u00fcnze aus dem Portemonnaie kramen, um ihre Br\u00f6tchen zu bezahlen, z\u00fccken die anderen selbst f\u00fcr Kleckerbetr\u00e4ge nur noch die Karte oder das Handy. Old School trifft digitale neue Zahlungswelt.<\/p>\n<p>Die Deutschen gelten dabei im internationalen Vergleich als besonders hartn\u00e4ckige Bargeld-Fans. Doch im vergangenen Jahr hat sich an den B\u00e4ckerei-, Supermarkt- und Tankstellenkassen der Bundesrepublik etwas Bemerkenswertes ereignet: Erstmals haben die Menschen 2025 auch hierzulande mehr allt\u00e4gliche Eink\u00e4ufe bargeldlos bezahlt als mit Bargeld.<\/p>\n<h2>Bargeld-Zahlungen erstmals in der Minderheit<\/h2>\n<p>Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Bundesbank, die regelm\u00e4\u00dfig das Zahlungsverhalten der Bundesb\u00fcrger untersucht. Mehr als 6000 Menschen wurden daf\u00fcr telefonisch und online befragt. Zudem f\u00fchrten die Teilnehmenden ein mehrt\u00e4giges Tagebuch \u00fcber ihre Zahlungen an Ladenkassen, im Onlinehandel, an Privatpersonen, an Beh\u00f6rden sowie an wohlt\u00e4tige Organisationen.<\/p>\n<p>Auf diesem Wege gaben die Befragten Auskunft \u00fcber rund 18.500 Transaktionen im Wert von mehr als 800.000 Euro. Es zeigte sich: Nur noch 45 Prozent dieser Zahlungen erledigten die Menschen bar. 55 Prozent der Transaktionen erfolgten bargeldlos, vor allem mit Debitkarten, aber auch mit mobilen und Online-Bezahlverfahren, mit Kreditkarte und per Lastschrift oder \u00dcberweisung (siehe Grafik).\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<p>Bei den Zahlen geht es nur um einmalige Zahlungen \u2013 Abos, Vertr\u00e4ge oder andere Dauerauftr\u00e4ge, die sowieso digital ablaufen, sind gar nicht ber\u00fccksichtigt. Der Trend zum bargeldlosen Bezahlen im Alltag setzt sich damit fort, wie der Vergleich mit den Vorg\u00e4ngerbefragungen zeigt. So war 2023 noch mehr als jede zweite Zahlung bar get\u00e4tigt worden. Vor der Corona-Krise im Jahr 2017 machten die Barzahlungen sogar fast drei Viertel der Alltagszahlungen aus.<\/p>\n<p>Der Wandel wird nicht nur von den Jungen getrieben. Eine Auswertung nach Altersgruppen zeigt, dass Barzahlungen in der gesamten Bev\u00f6lkerung auf dem R\u00fcckzug sind. Am st\u00e4rksten trifft das auf die 25- bis 34-J\u00e4hrigen zu, die nur noch in 28 Prozent der F\u00e4lle bar zahlen \u2013 2023 waren es noch 37 Prozent. Die \u00c4lteren sind zwar wenig \u00fcberraschend noch traditioneller unterwegs, aber auch hier zeigt sich ein deutlicher R\u00fcckgang der Barzahlungen: Bei den \u00dcber-65-J\u00e4hrigen sank er binnen zwei Jahren von 64 auf 57 Prozent.<\/p>\n<\/p>\n<p>Wo sind M\u00fcnzen und Scheine im Alltag \u00fcberhaupt noch angesagt? Eher un\u00fcblich sind Barzahlungen schon l\u00e4nger an Tankstellen (30 Prozent) und im Einzelhandel f\u00fcr l\u00e4ngerfristige Anschaffungen (32 Prozent). Aber auch im Einzelhandel f\u00fcr den t\u00e4glichen Bedarf hat bargeldloses Zahlen die \u00dcberhand gewonnen \u2013 der Anteil der Bargeldzahlungen ist auf 48 Prozent zur\u00fcckgegangen (2023: 54 Prozent), wozu laut Studie unter anderem die Verbreitung von Self-Checkout-Kassen beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Mehrheitlich bar bezahlt wird noch in der Gastronomie sowie bei Lieferdiensten, wobei der Bargeldanteil binnen zwei Jahren von 61 auf 55 Prozent gesunken ist. \u00c4hnlich sieht es bei Freizeitaktivit\u00e4ten aus, wo ebenfalls immer h\u00e4ufiger bargeldlos bezahlt wird \u2013 der Bargeldanteil sank von 63 auf 54 Prozent. Die letzte gro\u00dfe Bargeldbastion des Alltags sind M\u00e4rkte, Stra\u00dfenverkauf und Flohm\u00e4rkte, wo nach wie vor fast neun von zehn Zahlungen bar bezahlt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Wer unbedingt m\u00f6chte, kann meist immer noch bar bezahlen. Allerdings nicht \u00fcberall. So berichten die Befragten, dass in f\u00fcnf Prozent der F\u00e4lle Bargeld nicht akzeptiert wurde. Das kann einem zum Beispiel in Gro\u00dfstadtcaf\u00e9s, an der Kinokasse oder am Parkscheinautomaten passieren. In der Gastronomie etwa war Barzahlung laut den Zahlungstageb\u00fcchern in jedem zehnten Fall nicht m\u00f6glich. Als gr\u00f6\u00dfter Bargeldverweigerer erwies sich der Staat: Zahlungen an die Beh\u00f6rden konnten nur in etwa jedem zweiten Fall bar geleistet werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Umgekehrt gibt es nach wie vor Orte, an denen man ohne Bargeld nicht weit kommt. Auf Stra\u00dfen- und Flohm\u00e4rkte sollte man definitiv lieber Cash mitnehmen \u2013 wobei auch hier in beachtlichen 43 Prozent der F\u00e4lle bargeldlose Zahlungen m\u00f6glich waren. \u201eNur Bares\u201c kann es auch in der Gastro, beim Lieferdienst oder bei bestimmten Freizeitaktivit\u00e4ten und Dienstleistungen hei\u00dfen.\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<p>Unterm Strich ist bargeldloses Zahlen weiter auf dem Vormarsch \u2013 in 86 Prozent der Alltagsf\u00e4lle war dies m\u00f6glich. Zum Vergleich: 2023 lag der Wert noch bei 81 Prozent und 2021 sogar nur bei 61 Prozent. Auch im Bargeldland Deutschland werden M\u00fcnzen und Scheine zunehmend verzichtbar.<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel ist eine \u00dcbernahme des Stern, der wie Capital zu RTL Deutschland geh\u00f6rt. Auf Capital.de wird er sechs Monate hier aufrufbar sein. Danach finden Sie ihn auf <\/em><a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/eur03.safelinks.protection.outlook.com\/?url=http%3A%2F%2Fwww.stern.de%2F&amp;data=05%7C02%7C%7Cc793c09679924eb63adb08dc2d5c0d3a%7Cefce8346592b4b6eb1c20fd07bd5e442%7C0%7C0%7C638435120580234728%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJWIjoiMC4wLjAwMDAiLCJQIjoiV2luMzIiLCJBTiI6Ik1haWwiLCJXVCI6Mn0%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=mBdOr2buS4HM0OYSYX1xa+Ggs3D1GmSSEKxWqlvEjvs%3D&amp;reserved=0\" class=\"external-link\"><em>www.stern.de<\/em><\/a><em>.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Cash in de T\u00e4sch? Eine Bundesbank-Studie zeigt, wo das Bargeld im Alltag von anderen Bezahlarten verdr\u00e4ngt wird. Und wo Sie auf jeden Fall Bares einpacken sollten.<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":4846,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_gspb_post_css":"","_uag_custom_page_level_css":"","fifu_image_url":"","fifu_image_alt":"","footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-10673","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wirtschaft"],"blocksy_meta":[],"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/i3.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1920&resize=1920,1080&ssl=1",1920,1080,true],"thumbnail":["https:\/\/i3.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=150&resize=150,150&ssl=1",150,150,true],"medium":["https:\/\/i3.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=300&resize=300,300&ssl=1",300,300,true],"medium_large":["https:\/\/i3.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=768&resize=768,0&ssl=1",768,0,true],"large":["https:\/\/i3.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1024&resize=1024,1024&ssl=1",1024,1024,true],"1536x1536":["https:\/\/i3.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=1536&resize=1536,1536&ssl=1",1536,1536,true],"2048x2048":["https:\/\/i3.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=2048&resize=2048,2048&ssl=1",2048,2048,true],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/i3.wp.com\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/RSS-Hintergrund.jpg?w=18&resize=18,12&ssl=1",18,12,true]},"uagb_author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/author\/admin\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Cash in de T\u00e4sch? Eine Bundesbank-Studie zeigt, wo das Bargeld im Alltag von anderen Bezahlarten verdr\u00e4ngt wird. Und wo Sie auf jeden Fall Bares einpacken sollten.","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10673"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10673\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}