{"id":10771,"date":"2026-06-22T20:11:17","date_gmt":"2026-06-22T18:11:17","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/deutsche-steuergelder-fuer-waffenschmiede-bundesregierung-wird-grossaktionaer-bei-knds\/"},"modified":"2026-06-22T20:11:17","modified_gmt":"2026-06-22T18:11:17","slug":"deutsche-steuergelder-fuer-waffenschmiede-bundesregierung-wird-grossaktionaer-bei-knds","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/deutsche-steuergelder-fuer-waffenschmiede-bundesregierung-wird-grossaktionaer-bei-knds\/","title":{"rendered":"Deutsche Steuergelder f\u00fcr Waffenschmiede: Bundesregierung wird Gro\u00dfaktion\u00e4r bei KNDS"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Die Bundesregierung will sich mit 40 Prozent am deutsch-franz\u00f6sischen R\u00fcstungskonzern KNDS beteiligen. Das gab Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag bekannt, wie die <em>Berliner Zeitung<\/em> berichtet. Demnach haben Deutschland und Frankreich eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestags und soll m\u00f6glichst rasch vollzogen werden. Bereits am Mittwoch k\u00f6nnte der Vorgang abgeschlossen werden.<\/p>\n<p>KNDS z\u00e4hlt zu den gr\u00f6\u00dften R\u00fcstungsunternehmen Europas. Die Waffenschmiede mit Sitz in den Niederlanden produziert unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2, die Panzerhaubitze 2000, Sch\u00fctzenpanzer und Munition. Laut Bundesregierung besch\u00e4ftigt das Unternehmen mehr als 11.000 Mitarbeiter und spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufr\u00fcstung der Bundeswehr sowie der Ukraine.<\/p>\n<p>In ihrer Erkl\u00e4rung begr\u00fcndet die Bundesregierung den Einstieg mit ihrer antirussischen Politik: &#8222;Der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie kommt durch die anhaltende russische Bedrohung f\u00fcr Europa und den Angriffskrieg auf die Ukraine eine zentrale Bedeutung zu&#8220;, meint Kornelius. Weiterhin mache die geopolitische Lage einen Ausbau der Kapazit\u00e4ten der Verteidigungsindustrie erforderlich. Zugleich solle die Zusammenarbeit mit Frankreich und die europ\u00e4ische R\u00fcstungskooperation deutlich erweitert werden.<\/p>\n<p>Mit der massiven Beteiligung durch deutsche Steuergelder will Berlin langfristigen Einfluss auf ein Unternehmen sichern, das laut <em>Berliner Zeitung<\/em> &#8222;f\u00fcr die europ\u00e4ische Sicherheits- und Verteidigungsf\u00e4higkeit von strategischer Bedeutung&#8220; sei. Als zentraler Punkt erscheint dabei die zunehmende Umstellung von Friedens- auf Kriegswirtschaft, die traditionell mit einer massiven Verschuldung zulasten der B\u00fcrger einhergeht.<\/p>\n<p>Bereits im Mai war bekannt geworden, dass die Bundesregierung einen Einstieg bei KNDS vorbereitet. Nach Angaben aus Regierungskreisen soll der Bund zun\u00e4chst 40 Prozent der Anteile \u00fcbernehmen. Gleichzeitig betont die Bundesregierung, dass die Beteiligung nicht dauerhaft in dieser H\u00f6he bestehen soll. Nach den aktuellen Pl\u00e4nen soll der Anteil sp\u00e4ter wieder reduziert werden. Ziel sei es, die Beteiligung zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt zu verringern, w\u00e4hrend Deutschland weiterhin \u00fcber vergleichbare Mitwirkungsrechte wie Frankreich verf\u00fcgen soll.<\/p>\n<p>Der CEO von KNDS, Jean-Paul Alary, begr\u00fc\u00dft die nun getroffene Vereinbarung, mit der die beiden L\u00e4nder Deutschland und Frankreich gemeinsam die &#8222;Position [von KNDS] als paneurop\u00e4ischer Marktf\u00fchrer im Bereich der Landverteidigung&#8220; st\u00e4rken wollen. Alary betont:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;KNDS wird auch weiterhin mit einem klaren Fokus auf Umsetzung, Leistung, Wettbewerbsf\u00e4higkeit, Innovation, St\u00e4rkung der Marktposition und langfristigen Shareholder Value gef\u00fchrt werden. Dieser Rahmen bietet uns die Grundlage, in Zukunftstechnologien zu investieren, unsere industriellen F\u00e4higkeiten zu st\u00e4rken und aktiv zur weiteren Zusammenarbeit und Konsolidierung der europ\u00e4ischen Verteidigungsindustrie beizutragen. Wir danken der franz\u00f6sischen und der deutschen Regierung f\u00fcr ihr konstruktives Engagement und ihr Vertrauen in KNDS. Unsere Aufgabe ist es nun, f\u00fcr unsere Kunden, unsere Mitarbeiter, unsere Aktion\u00e4re sowie f\u00fcr die Verteidigungsf\u00e4higkeit und Glaubw\u00fcrdigkeit Europas Ergebnisse zu liefern.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>KNDS war 2015 aus dem Zusammenschluss des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann und des franz\u00f6sischen R\u00fcstungskonzerns Nexter hervorgegangen. Der Konzern hat seinen rechtlichen Sitz in Amsterdam, die deutsche Zentrale befindet sich in M\u00fcnchen. Deutschlandchef Florian Hohenwarter hatte erst in der vergangenen Woche angek\u00fcndigt, dass KNDS zwei zus\u00e4tzliche Produktionsstandorte in Deutschland aufbauen wolle. Bis zum Ende des Jahrzehnts k\u00f6nne die Belegschaft um 4.000 bis 5.000 Mitarbeiter wachsen.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission hatte die geplante Beteiligung Deutschlands am vergangenen Mittwoch genehmigt. Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde sah keine wettbewerbsrechtlichen Probleme und erteilte ihre Zustimmung ohne Auflagen. Nach Medienberichten wird KNDS derzeit mit rund 20 Milliarden Euro bewertet. Zudem wird seit l\u00e4ngerem \u00fcber einen m\u00f6glichen B\u00f6rsengang des Unternehmens spekuliert, wie das Portal <em>Defence-network.com<\/em> berichtet.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2012\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/inland\/280326-mercedes-erwaegt-einstieg-in-die-ruestungsbranche\/\">Mercedes erw\u00e4gt Einstieg in die R\u00fcstungsbranche<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\">\n                                                <script>!function(r,u,m,b,l,e){r._Rumble=b,r[b]||(r[b]=function(){(r[b]._=r[b]._||[]).push(arguments);if(r[b]._.length==1){l=u.createElement(m),e=u.getElementsByTagName(m)[0],l.async=1,l.src=\"https:\/\/rumble.com\/embedJS\/u4\"+(arguments[1].video?'.'+arguments[1].video:'')+\"\/?url=\"+encodeURIComponent(location.href)+\"&args=\"+encodeURIComponent(JSON.stringify([].slice.apply(arguments))),e.parentNode.insertBefore(l,e)}})}(window, document, \"script\", \"Rumble\");<\/script><\/p>\n<div id=\"rumble_v79dgui\"><\/div>\n<p><script>\nRumble(\"play\", {\"video\":\"v79dgui\",\"div\":\"rumble_v79dgui\"});<\/script>\n                    <\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung will sich mit 40 Prozent am deutsch-franz\u00f6sischen R\u00fcstungskonzern KNDS beteiligen. 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