{"id":10911,"date":"2026-06-23T19:05:37","date_gmt":"2026-06-23T17:05:37","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/aufgeflogen-versuch-der-medien-prorussische-zuschauer-gegen-russland-aufzubringen\/"},"modified":"2026-06-23T19:05:37","modified_gmt":"2026-06-23T17:05:37","slug":"aufgeflogen-versuch-der-medien-prorussische-zuschauer-gegen-russland-aufzubringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/aufgeflogen-versuch-der-medien-prorussische-zuschauer-gegen-russland-aufzubringen\/","title":{"rendered":"Aufgeflogen: Versuch der Medien, prorussische Zuschauer gegen Russland aufzubringen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Wassilissa Sacharowa<\/em><\/p>\n<p>Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Gewissenlosigkeit Journalisten in westlichen Demokratien die Menschen in der Ukraine und in Donezk\/Lugansk in zwei Kategorien einteilen: Die einen sind sch\u00fctzenswerte Opfer, mit denen man Mitgef\u00fchl zeigt. Die anderen gelten als Unmenschen, deren Tod man ohne jede menschliche Regung hinnehmen oder sogar billigen darf.<\/p>\n<p>Gerade Journalisten sollten in Zeiten, in denen der gesellschaftliche Gewissenskompass aus dem Tritt geraten ist, die Rolle des kritischen Gewissens \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p><strong>Halbe Wahrheit<\/strong><\/p>\n<p>In den j\u00fcngsten Berichten \u00fcber die Benzinknappheit in Russland zeigt der <em>Spiegel<\/em> in seiner <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oUetp8qyE-8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zweieinhalbmin\u00fctigen Reportage<\/a>\u00a0eine lange Autoschlange an einer Tankstelle in Donezk\u00a0\u2013 Autofahrer als Hauptleidtragende der Treibstoffengp\u00e4sse. Dabei wird den Zuschauern erz\u00e4hlt, dass es zu dieser Knappheit kam, weil Russlands Raffinerien angegriffen wurden. &#8222;Die Kraftstoffengp\u00e4sse gelten als Folge ukrainischer Angriffe auf russische Raffinerien&#8220;, hei\u00dft es im <em>Spiegel<\/em>-Bericht.<\/p>\n<p>Damit wird dem Zuschauer implizit vermittelt, Russland lasse sogar die eigenen Verb\u00fcndeten bewusst im Stich. Welch ungeheuerliche Regierende m\u00fcssen das sein, die ausgerechnet jene im Stich lassen, die all die Jahre f\u00fcr Russland waren? Das wird zwar nicht direkt ausgesprochen, aber genau diese recht unkomplizierte Rechnung geht im Kopf vieler Zuschauer auf. Dieses Narrativ wird von nahezu allen etablierten Medien \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Das Ziel ist klar: die Zuschauer der alternativen Medien, die Russland noch nicht f\u00fcr einen monstr\u00f6sen Ungeheuer halten, auf die &#8222;russophobe&#8220; Seite zu ziehen. Nach dem Motto: &#8222;Schaut her, wir stehen zu den Menschen in Donezk. Wir haben sie interviewt und dabei herausgefunden, dass der Russe an deren Leiden schuld ist\u00a0\u2013 nicht die Ukrainer, die wir unterst\u00fctzen.&#8220;<\/p>\n<p>Was diese Journalisten gar nicht erw\u00e4hnen, ist, dass die ukrainischen Angriffe auf die russischen \u00d6lraffinerien nur ein Teil des Problems sind. Ein weiterer erheblicher Faktor f\u00fcr die Treibstoffknappheit in Donezk sind die st\u00e4ndigen ukrainischen Drohnenangriffe auf die Nachschubrouten. Da der Treibstoff fast ausschlie\u00dflich per Tanklastwagen transportiert wird und viele Fahrer ihr Leben nicht riskieren wollen, erreichen nur wenige Lkw die Region.<\/p>\n<p>Das d\u00fcrfte den Journalisten beim <em>Spiegel<\/em> und Co. bekannt sein \u2013 immerhin haben sie Menschen vor Ort, die diese Interviews f\u00fcr sie mit den wartenden Autofahrern in Donezk durchgef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: Die Redakteure dieser Reportagen setzen sich hin und entscheiden sich v\u00f6llig bewusst, dass sie die st\u00e4ndigen Drohnenangriffe der ukrainischen Armee auf die Autobahnen um Donezk verschweigen, bei denen nicht selten zivile Autos zum Ziel werden.<\/p>\n<p>Besonders perfide: Dieselben Medien verurteilen in anderen Reportagen\u00a0\u2013 etwa in der <em>ARD<\/em>-Dokumentation &#8222;<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ukraine-nachschub-donbass-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Unten Schlagl\u00f6cher, oben Drohnen<\/a>&#8220; vom 25.\u00a0M\u00e4rz 2026 \u2013 genau dasselbe Vorgehen, wenn es von russischer Seite kommt. Der Reporter blickt mit ernster, mitleidiger Miene in die Kamera, die Zuschauer sollen das Leid sp\u00fcren. F\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung in Donezk, die massiv unter ukrainischen Drohnenangriffen auf die Versorgungswege leidet, gilt dieses Mitgef\u00fchl offenbar nicht.<\/p>\n<p>Wir lernen: Zivilisten in Donezk, die unter den ukrainischen Drohnen leiden, sind nicht der Rede wert \u2013 nur diejenigen, die unter russischen Drohnen leiden, verdienen menschliches Mitgef\u00fchl. Das ist der Inbegriff der Diskriminierung.<\/p>\n<p><strong>Politischer Auftrag<\/strong><\/p>\n<p>Doch wie kommt diese zustande? Haben die Journalisten sich etwa bei einer geheimen Versammlung verschworen, die Menschen in Donezk als Menschen zweiter Klasse darzustellen? Nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n<p>Das Wichtigste, was eine solche Berichterstattung offenbart, ist, dass Journalisten als Handlanger der Politiker agieren. Sie erf\u00fcllen einen Auftrag. Dieser Auftrag lautet: Die deutsche Gesellschaft soll nichts gegen das T\u00f6ten von Menschen in Donezk und Lugansk haben. Und das wiederum macht zum wiederholten Mal deutlich: Die Politiker im Westen f\u00fchren diesen Krieg gegen Russland \u2013 mit den H\u00e4nden der Ukrainer.<\/p>\n<p>Die ukrainische Armee mag sich \u00fcber diese Unterst\u00fctzung westlichen Eliten freuen, doch diese Freude kann nur von kurzer Dauer sein. Denn was die Eliten und Journalisten mit ihrer diskriminierenden Berichterstattung zeigen, ist, dass es ihnen grunds\u00e4tzlich nicht um die Menschen geht. Menschliches Mitgef\u00fchl und Gewissen sind bei einem Menschen entweder vorhanden oder nicht\u00a0\u2013 man kann sie nicht ein- und ausschalten. Wenn die westlichen Journalisten einen solchen Mangel bis hin zur kompletten Abwesenheit von Gewissen und Empathie f\u00fcr die Menschen in Donezk und Lugansk aufweisen, dann ist das ein Beleg daf\u00fcr, dass sie grunds\u00e4tzlich dazu nicht in der Lage sind. Ein Mensch, der gewissen- und empathielos ist, wird nicht z\u00f6gern, seine heutigen Verb\u00fcndeten schon morgen fallen zu lassen. Denn er ist nicht von Gerechtigkeitssinn getrieben, sondern von Opportunismus. Und wenn seine Auftraggeber und Chefs ihm morgen befehlen w\u00fcrden, die Ukrainer medial abzuwerten, k\u00f6nnte ein gewissenloser Medienschaffender das einfach tun, weil er daf\u00fcr Lob von seinem Vorgesetzten bekommt.<\/p>\n<p>Das eigentlich Erstaunliche ist, wie viele Zuschauer bereit sind, diese offensichtliche Diskriminierung in den Medien zu akzeptieren\u00a0\u2013 und zwar ungeachtet der Vergangenheit. Man k\u00f6nnte meinen, die Deutschen h\u00e4tten aus eigener bitterer Erfahrung gelernt, wie gef\u00e4hrlich es ist, eine Bev\u00f6lkerungsgruppe als Menschen zweiter Klasse zu deklarieren. Und doch tut man das allzu leichtsinnig wieder.<\/p>\n<p>Haben sie die Vergangenheit etwa vergessen? Oder sind sie einfach nicht in der Lage, diese Diskriminierung zu erkennen?<\/p>\n<p>Nein\u00a0\u2013 nichts davon ist der Fall. Sie diskriminieren, weil sie zum Rudel geh\u00f6ren wollen. Und sie denken, die etablierten Medien w\u00fcrden die Stimmungen des Rudels widerspiegeln. Viele schlie\u00dfen sich der Diskriminierung nicht an, weil sie grausam oder empathielos w\u00e4ren. Sie tun es, weil die Angst, nicht mehr zum Rudel zu geh\u00f6ren, st\u00e4rker ist als ihr Mitgef\u00fchl. Die etablierten Medien spiegeln diese Rudelstimmung nicht nur wider \u2013 sie bedienen und verst\u00e4rken sie.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2014\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/meinung\/279307-von-untermenschen-bis-orks-wie\/\">Von &#8222;Untermenschen&#8220; bis &#8222;Orks&#8220;: Wie die NS-Rassentheorie in der modernen Russophobie weiterlebt<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v784mu0\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Wassilissa Sacharowa Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Gewissenlosigkeit Journalisten in westlichen Demokratien die Menschen in der Ukraine und in Donezk\/Lugansk in zwei Kategorien einteilen: Die einen sind sch\u00fctzenswerte Opfer, mit denen man Mitgef\u00fchl zeigt. 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