{"id":11623,"date":"2026-06-29T20:04:14","date_gmt":"2026-06-29T18:04:14","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/macron-braucht-wieder-geld-frankreich-will-neue-eu-weite-steuern\/"},"modified":"2026-06-29T20:04:14","modified_gmt":"2026-06-29T18:04:14","slug":"macron-braucht-wieder-geld-frankreich-will-neue-eu-weite-steuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/macron-braucht-wieder-geld-frankreich-will-neue-eu-weite-steuern\/","title":{"rendered":"Macron braucht wieder Geld: Frankreich will neue EU-weite Steuern"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron wies seine Regierung nach neuen Informationen des Nachrichtenportals <em>Politico<\/em> an, neue EU-weite Steuern zu finden, um den n\u00e4chsten Mehrjahreshaushalt der Europ\u00e4ischen Union in H\u00f6he von rund zwei Billionen Euro zu finanzieren \u2013 was einen neuen Rekord bedeuten w\u00fcrde. Damit will Paris vermeiden, selbst h\u00f6here Beitr\u00e4ge nach Br\u00fcssel \u00fcberweisen zu m\u00fcssen, und die sogenannten Geberl\u00e4nder noch mehr in die Pflicht nehmen.<\/p>\n<p>Hintergrund ist die eskalierende Debatte \u00fcber die sogenannten Eigenmittel der EU. Der Begriff bezeichnet Einnahmen, die der EU direkt zuflie\u00dfen, ohne den Umweg \u00fcber die Mitgliedstaaten. Hier \u00fcbt Br\u00fcssel immer mehr Druck auf die Einzelstaaten aus und geriert sich als eigener Staat im (supranationalen) Staate. Ein im Juli 2025 von der EU-Kommission vorgelegtes Paket aus neu generierten Abgaben auf CO2-Importe, Emissionen, Elektroschrott, Tabakwaren und Unternehmensgewinne stie\u00df im Rat, also bei den Mitgliedstaaten, auf Widerstand. Die geplanten Einnahmen l\u00e4gen bei rund 58 Milliarden Euro j\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Wie das Br\u00fcsseler Onlinemedium <em>EUobserver<\/em> nach dem EU-Gipfel am 19. Juni berichtete, liegen die Positionen zu dem Thema weit auseinander. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte dazu zun\u00e4chst, ein Volumen von 1,6 oder 1,7 Billionen Euro f\u00fcr sieben Jahre sei &#8222;nicht zu rechtfertigen&#8220;.<\/p>\n<p>Der niederl\u00e4ndische Ministerpr\u00e4sident Rob Jetten nannte den Kompromissvorschlag der zyprischen Ratspr\u00e4sidentschaft &#8222;wirklich inakzeptabel&#8220;. Der Vorschlag der zyprischen Ratspr\u00e4sidentschaft sah laut <em>EUobserver<\/em> vor, das Gesamtvolumen des Haushalts um rund zwei Prozent von 1,76 auf 1,73 Billionen Euro zu senken. Agrar- und Regionalbudgets sollten dabei von K\u00fcrzungen ausgenommen bleiben. Deutschland, die Niederlande und die nordischen L\u00e4nder z\u00e4hlen zu den Nettozahlern und unterst\u00fctzen das.\u00a0Paris hingegen will laut Politico weder die Agrarsubventionen k\u00fcrzen noch mehr einzahlen. Als am dritth\u00f6chsten verschuldetes Land der EU habe\u00a0Frankreich daf\u00fcr keinen Spielraum. Ein EU-Diplomat sagte mit Blick auf die Franzosen dazu:<\/p>\n<p><em>\u00a0 \u00a0 &#8222;Sie wollen den Kuchen essen und ihn behalten.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Macron sondiert nach Angaben zweier EU-Diplomaten nun unter anderem sch\u00e4rfere Klimaauflagen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Fluggesellschaften \u2013 ein Vorschlag, der urspr\u00fcnglich von Air-France-KLM stammt \u2013 und einen CO2-Grenzausgleich f\u00fcr ausl\u00e4ndische &#8222;Klimaverschmutzer&#8220;. Gemeinsam mit der italienischen Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni warb Macron in Antibes auch f\u00fcr eine Digitalabgabe. US-Pr\u00e4sident Trump drohte daraufhin mit neuen Z\u00f6llen f\u00fcr alle Staaten, welche US-amerikanische Digitalkonzerne besteuern wollen.\u00a0<\/p>\n<p>Sollten neue EU-Eigenmittel scheitern, m\u00fcssten die Mitgliedstaaten die L\u00fccke nach bisherigem Verteilungsschl\u00fcssel \u00fcber h\u00f6here nationale Beitr\u00e4ge schlie\u00dfen. Deutschland ist der gr\u00f6\u00dfte Nettozahler der EU \u2013 und\u00a0w\u00fcrde dann\u00a0entsprechend noch mehr belastet. Denn klar ist auch: Werden zus\u00e4tzliche europaweite Abgaben eingef\u00fchrt, k\u00f6nnten diese je nach Ausgestaltung \u2013 etwa bei einer Tabaksteuer oder einem CO2-Grenzausgleich \u2013 Verbraucher und Unternehmen in Deutschland direkt belasten. Eine Verschlimmerung der aktuellen Wirtschaftskrise w\u00e4re dann vorprogrammiert.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/europa\/283222-durch-nahostkonflikt-zahlt-eu-ueber\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Durch den Nahostkonflikt zahlt die EU \u00fcber 41 Milliarden Euro zu viel f\u00fcr Kraftstoff<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\">\n                                                <script>!function(r,u,m,b,l,e){r._Rumble=b,r[b]||(r[b]=function(){(r[b]._=r[b]._||[]).push(arguments);if(r[b]._.length==1){l=u.createElement(m),e=u.getElementsByTagName(m)[0],l.async=1,l.src=\"https:\/\/rumble.com\/embedJS\/u4\"+(arguments[1].video?'.'+arguments[1].video:'')+\"\/?url=\"+encodeURIComponent(location.href)+\"&args=\"+encodeURIComponent(JSON.stringify([].slice.apply(arguments))),e.parentNode.insertBefore(l,e)}})}(window, document, \"script\", \"Rumble\");<\/script><\/p>\n<div id=\"rumble_v79o9ja\"><\/div>\n<p><script>\nRumble(\"play\", {\"video\":\"v79o9ja\",\"div\":\"rumble_v79o9ja\"});<\/script>\n                    <\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron wies seine Regierung nach neuen Informationen des Nachrichtenportals Politico an, neue EU-weite Steuern zu finden, um den n\u00e4chsten Mehrjahreshaushalt der Europ\u00e4ischen Union in H\u00f6he von rund zwei Billionen Euro zu finanzieren \u2013 was einen neuen Rekord bedeuten w\u00fcrde. 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