{"id":11898,"date":"2026-07-01T17:05:13","date_gmt":"2026-07-01T15:05:13","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/europa-will-keinen-frieden-in-der-ukraine\/"},"modified":"2026-07-01T17:05:13","modified_gmt":"2026-07-01T15:05:13","slug":"europa-will-keinen-frieden-in-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/europa-will-keinen-frieden-in-der-ukraine\/","title":{"rendered":"Europa will keinen Frieden in der Ukraine"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Adelina Wischnewskaja und Dmitri Runkewitsch<\/em><\/p>\n<p>Europa sei kein neutraler Vermittler und sollte zudem nichts \u00fcberst\u00fcrzen, um Frieden in der Ukraine zu erreichen. Dies erkl\u00e4rte die finnische Au\u00dfenministerin Elina Valtonen in einem Interview mit der deutschen Zeitung <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung<\/em>. Sie sagte:<\/p>\n<p><em>&#8222;Es darf nur nicht der Eindruck entstehen, dass wir in Europa ganz unbedingt Gespr\u00e4che suchen, um einen Frieden, egal unter welchen Bedingungen auch immer, zu bekommen. Wir sind kein neutraler Vermittler. Wir unterst\u00fctzen die Ukraine [&#8230;] Daf\u00fcr muss Europa dann bestm\u00f6glich vertreten sein.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Finnland habe seine antirussische Rhetorik intensiviert, meint der Politologe Iwan Mesjucho. Er betont:<\/p>\n<p><em>&#8222;Man hat den Eindruck, dass Finnland versucht, mit den baltischen Staaten in Sachen Russophobie und antirussischer Rhetorik zu konkurrieren, und dieser Eindruck wird durch Fakten untermauert.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Seiner Meinung nach habe sich Finnland selbst der vorteilhaften geopolitischen Nachbarschaft mit Russland beraubt, indem es Sanktionen gegen Russland verh\u00e4ngt hat und der NATO beigetreten ist. Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrden die Finnen aktiv ihr Bekenntnis zur Freundschaft mit dem Kiewer Regime demonstrieren. Der Experte hebt hervor:<\/p>\n<p><em>&#8222;Dabei beteiligt sich Finnland, wie auch andere EU-Staaten, an den militaristischen Aktivit\u00e4ten der Kiewer Clique.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Wenn die europ\u00e4ischen L\u00e4nder tats\u00e4chlich einen Friedensprozess einleiten wollten, dann h\u00e4tten sie in erster Linie die Waffenlieferungen an die Ukraine eingestellt, meint der Abgeordnete der Staatsduma Leonid Iwlew. Er betont:<\/p>\n<p><em>&#8222;Schlie\u00dflich werden die Streitkr\u00e4fte der Ukraine mit allem versorgt: Panzer aus Deutschland und Gro\u00dfbritannien, Raketen aus Frankreich und Gro\u00dfbritannien, Uniformen aus Italien, Trockenverpflegung aus den Niederlanden.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Dennoch seien sie alle durch die &#8222;korporativen Bande&#8220; der NATO-Mitgliedschaft miteinander verbunden, betont Iwlew und merkt an:<\/p>\n<p><em>&#8222;Finnland ist von sich aus zur NATO gelaufen, hat alle Grenzen zu uns geschlossen, wodurch Tausende Finnen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Aber es gibt eben diese aggressive Korporationskultur Westeuropas. Das ist nichts Neues.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Anton Orlow, Direktor des Instituts f\u00fcr die Erforschung aktueller politischer Probleme, sagt, es gebe zwei Arten von Zielen der EU: &#8222;reale&#8220; und &#8222;erkl\u00e4rte&#8220;. Europa verfolge beide Ziele. Er merkt an:<\/p>\n<p><em>&#8222;Es gibt diese Erkl\u00e4rungen, wonach Europa angeblich auf die Beendigung der Kampfhandlungen abzielt. Und eine solche Rhetorik ist bei den G7-Treffen zu h\u00f6ren, wird sicherlich auch beim bevorstehenden NATO-Treffen zu h\u00f6ren sein, beim Treffen mit [US-Pr\u00e4sident Donald] Trump und so weiter.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Gleichzeitig best\u00fcnden die tats\u00e4chlichen Ziele darin, die Kampfhandlungen fortzusetzen, um Zeit f\u00fcr die eigene Aufr\u00fcstung zu gewinnen, f\u00fcgt der Experte hinzu. Er f\u00e4hrt fort:<\/p>\n<p><em>&#8222;Prognosen zufolge soll die Aufr\u00fcstung bis 2030 abgeschlossen sein, und zu diesem Zeitpunkt wird Europa bereit sein, in Kampfhandlungen mit Russland einzutreten. Bis dahin wird Europa alles tun, damit die Ukraine weiterk\u00e4mpft.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Gleichzeitig werde Europa alles in seiner Macht Stehende tun, um den Beitritt der Ukraine zur EU zu verhindern, sagt Orlow.<\/p>\n<p>Zuvor hatte die Sprecherin des Au\u00dfenministeriums, Maria Sacharowa, erkl\u00e4rt, dass die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Gro\u00dfbritanniens lediglich den Anschein eines Strebens nach Frieden erweckten, w\u00e4hrend sie in Wirklichkeit inakzeptable Bedingungen stellten. Sie sagte:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Staats- und Regierungschefs dieser L\u00e4nder tun mit ihrer Erkl\u00e4rung so, als w\u00fcrden sie zum Frieden aufrufen, doch in Wirklichkeit stellen sie von vornherein inakzeptable Bedingungen, stocken die Produktion von Langstreckenwaffen f\u00fcr Kiew auf und unternehmen insgesamt Schritte zur Militarisierung der Ukraine und Europas.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Nach Ansicht von Sacharowa verfolgen die Europ\u00e4er einen Kurs, der darauf abziele, dass Verhandlungen \u00fcber einen umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden nicht zustande kommen. Als Beleg f\u00fchrte sie die Worte der EU-Au\u00dfenbeauftragten Kaja Kallas an, wonach Europa niemals ein neutraler Vermittler sein werde und auf der Seite der Ukraine gegen Russland stehe.<\/p>\n<p>Unterdessen habe man im Westen begonnen, offen \u00fcber die Vorbereitung auf einen Krieg mit Russland zu sprechen, stellte der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin fest. Er erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p><em>&#8222;W\u00e4hrend sich die NATO-Staaten zuvor darauf beschr\u00e4nkten, das Kiewer Regime zu unterst\u00fctzen, das durch einen Staatsstreich unrechtm\u00e4\u00dfig und mit Waffengewalt an die Macht gekommen war, wird im Westen nun offen dar\u00fcber gesprochen, dass sie sich auf einen Krieg gegen uns vorbereiten und ihre Milit\u00e4r- und Offensivhaushalte aufstocken.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Der Staatschef f\u00fcgte hinzu, dass die Staats- und Regierungschefs der NATO- und EU-L\u00e4nder zur Rechtfertigung dieser Ausgaben und ihrer Militarisierung auf falsche Behauptungen \u00fcber eine angebliche milit\u00e4rische Bedrohung durch Russland zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p>Russland hingegen setze sich konsequent f\u00fcr gleiche und unteilbare Sicherheit f\u00fcr alle ein, betonte der Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a href=\"https:\/\/russian.rt.com\/world\/article\/1650740-evropa-ukraina-mir-peregovory\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Russischen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2013\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/international\/284703-ukraine-hilfe-in-gefahr\/\">Vor Ankara-Gipfel: NATO streitet \u00fcber langfristige Ukraine-Finanzierung<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v79uuci\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Adelina Wischnewskaja und Dmitri Runkewitsch Europa sei kein neutraler Vermittler und sollte zudem nichts \u00fcberst\u00fcrzen, um Frieden in der Ukraine zu erreichen. 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