{"id":12111,"date":"2026-07-03T13:09:36","date_gmt":"2026-07-03T11:09:36","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/dgb-studie-mieten-in-deutschland-drastisch-gestiegen\/"},"modified":"2026-07-03T13:09:36","modified_gmt":"2026-07-03T11:09:36","slug":"dgb-studie-mieten-in-deutschland-drastisch-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/dgb-studie-mieten-in-deutschland-drastisch-gestiegen\/","title":{"rendered":"DGB-Studie: Mieten in Deutschland drastisch gestiegen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Der Erhebung zufolge, die zun\u00e4chst der <em>Deutschen Presse-Agentur<\/em> vorlag, seien die Mieten in vierzig deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen. Der durchschnittliche Anstieg der sogenannten Angebotsmieten (also des Mietpreises, den Vermieter beispielsweise in Inseraten verlangen) betr\u00e4gt 51 Prozent. Diese Erh\u00f6hung hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts Empirica vorgenommen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die einzelnen Gro\u00dfst\u00e4dte kann der Mietanstieg dabei recht unterschiedlich ausfallen: In der Hauptstadt Berlin entwickelte sich etwa der Anstieg zu fast 77 Prozent. Verlangten Vermieter im Jahr 2016 noch durchschnittlich 8,93 Euro f\u00fcr den Quadratmeter Wohnfl\u00e4che, sind es derzeit 15,80 Euro. Weitere Spitzenreiter beim Anstieg der Angebotsmieten sind Rostock mit 83 Prozent und L\u00fcbeck mit 71 Prozent. Dort betr\u00e4gt der Mietpreis f\u00fcr den Quadratmeter mittlerweile im Schnitt 11 Euro (Rostock) bzw. 12,5 Euro (L\u00fcbeck).<\/p>\n<p>Etwas weniger rasant verlief der Anstieg in Hamburg. Dort erh\u00f6hte sich der Mietpreis um 54 Prozent. Mieter m\u00fcssen in der Hansestadt durchschnittlich 16 Euro f\u00fcr den Quadratmeter bezahlen. Im traditionell hochpreisigen M\u00fcnchen stiegen die Mieten um 51,6 Prozent auf im Mittel rund 23 Euro pro Quadratmeter. Die genauen Zahlen f\u00fcr die untersuchten vierzig deutschen Gro\u00dfst\u00e4dte lassen sich mittlerweile auf der <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.dgb.de\/fileadmin\/download_center\/Studien\/Paper_Mietenentwicklung_DE_DGB_03.pdf\">Seite<\/a> des DGB finden.<\/p>\n<p>In einer Pressemitteilung des DGB konstatierte Vizechef Stefan K\u00f6rzell, dass bei Besch\u00e4ftigten immer gr\u00f6\u00dfere Lohnanteile in die Finanzierung der Unterkunft flie\u00dfen. Hier m\u00fcsse die Politik eingreifen. K\u00f6rzell forderte mehr \u00f6ffentlichen und sozialen Wohnungsbau sowie sch\u00e4rfere Regeln gegen Mietwucher. Die von Seiten der Regierungskoalition geplante Wohngeldk\u00fcrzung stelle einen Sozialabbau dar, der f\u00fcr viele eine Verschlechterung ihrer Lage bedeutet.<\/p>\n<p>Betroffen seien etwa Besch\u00e4ftigte mit geringem Einkommen, Familien und Rentner. Diese m\u00fcssten die Zeche f\u00fcr die Haushaltskonsolidierung zahlen. K\u00f6rzell erkl\u00e4rte: &#8222;Wir warnen vor dieser politischen Fehlentscheidung: Die Bundesregierung plant, das Wohngeld\u00a0zu k\u00fcrzen. Damit setzt sie erneut den Rotstift bei den Schw\u00e4chsten an, anstatt endlich diejenigen st\u00e4rker in die Verantwortung zu nehmen, die \u00fcber gro\u00dfes Verm\u00f6gen und Erbschaften verf\u00fcgen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Ver\u00f6ffentlichung der Mietpreis-Erhebung erfolgt anl\u00e4sslich der Mietenstopp-Aktionstage, die der DGB an diesem Wochenende zusammen mit Wohlfahrtsverb\u00e4nden und Interessenvertretungen von Mietern durchf\u00fchrt. Bundesweit sind in einer Vielzahl von St\u00e4dten Aktionen geplant, etwa in Hamburg oder in K\u00f6ln. Damit will der DGB die Forderung nach einem sofortigen sechsj\u00e4hrigen Mietenstopp unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Von den Vermietern kommt Kritik an den Ansinnen, sechs Jahre lang keine Mieterh\u00f6hung mehr vorzunehmen. Eine gesetzliche Vorschrift, die Mieten so lange einzufrieren, w\u00fcrde den Ruin vieler Vermieter bedeuten, erkl\u00e4rte Andreas Breitner gegen\u00fcber dem <em>NDR<\/em> . Breitner ist Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), der unter anderem die SAGA vertritt, Hamburgs gr\u00f6\u00dfte Wohnungsgesellschaft und gleichzeitig das gr\u00f6\u00dfte kommunale Wohnungsunternehmen Deutschlands.<\/p>\n<p>Die Mieterh\u00f6hungen der vergangenen Jahre \u2013 etwa bei der SAGA um 15 Prozent \u2013 \u200b\u200bentspr\u00e4chen nicht dem Anstieg der Inflation um 23 Prozent und den gestiegenen Instandhaltungskosten, die sich um 50 Prozent gesteigert h\u00e4tten, so Breitner weiter. Die Vermieter h\u00e4tten in den vergangenen Jahren &#8222;keinen Geldsack im Keller angeh\u00e4uft&#8220;. Das Geld flie\u00dfe haupts\u00e4chlich in die Instandhaltung der Wohnungen und in die Klimasanierung.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/inland\/276325-steigende-wohnkosten-abzocke-bei-grundbeduerfnissen\/\">Steigende Wohnkosten: Abzocke bei Grundbed\u00fcrfnissen<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v72axow\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Erhebung zufolge, die zun\u00e4chst der Deutschen Presse-Agentur vorlag, seien die Mieten in vierzig deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen. 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