{"id":12718,"date":"2026-07-08T17:05:12","date_gmt":"2026-07-08T15:05:12","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/zum-tod-der-monaco-attentaeterin-wegwerfagenten-werden-entsorgt\/"},"modified":"2026-07-08T17:05:12","modified_gmt":"2026-07-08T15:05:12","slug":"zum-tod-der-monaco-attentaeterin-wegwerfagenten-werden-entsorgt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/zum-tod-der-monaco-attentaeterin-wegwerfagenten-werden-entsorgt\/","title":{"rendered":"Zum Tod der Monaco-Attent\u00e4terin: Wegwerfagenten werden entsorgt"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Tatjana Pop<\/em><\/p>\n<p>Die Beschuldigte im Fall des Sprengstoffanschlags auf den ukrainischen Oligarchen Wadim Jermolajew am 29. Juni in Monaco konnte sich nur kurz verstecken: weit kam sie nicht. Nur einen Tag brauchte sie, um in die Ukraine zu gelangen. Wie wir heute wissen, reiste sie am 1. Juli offen in das Land ein, und bereits am 3. Juli wurde Anastasia Beresowskaja erschossen und heimlich in der N\u00e4he von Kiew verscharrt. Dies wurde am Dienstagmorgen durch eine Ver\u00f6ffentlichung von\u00a0<em>Ukrainska Pravda<\/em>\u00a0bekannt, sp\u00e4ter best\u00e4tigten die Strafverfolgungsbeh\u00f6rden diese Information.<\/p>\n<p>Laut einer Erkl\u00e4rung der ukrainischen Polizei wurden der M\u00f6rder und sein Komplize umgehend festgenommen. Die Verantwortung f\u00fcr den Mord \u00fcbernahm ein aktiver Mitarbeiter des Hauptnachrichtendienstes des Verteidigungsministeriums der Ukraine. Sein Gehilfe war ein ehemaliger Mitarbeiter der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden \u2013 bei der Durchsuchung seines Hauses entdeckten die Ermittler einen Folterraum.<\/p>\n<p>Beide M\u00e4nner waren die einzigen, mit denen Beresowskaja nach ihrer R\u00fcckkehr in die Heimat \u2013 von ihren Angeh\u00f6rigen abgesehen \u2013 Kontakt hatte. Sie hatten ihr wiederholt Geld auf ihre Bankkarte und in ihre Krypto-Wallet \u00fcberwiesen. Angeblich geschah dies auf eigene Initiative und ohne die F\u00fchrung dar\u00fcber zu informieren.<\/p>\n<p>Dieser letzte Punkt ist offensichtlich von zentraler Bedeutung f\u00fcr die offizielle Darstellung der Ereignisse durch Kiew. Ich m\u00f6chte daran erinnern, dass die ukrainische Spur im Fall des Anschlags in Monaco sofort auftauchte. Und angesichts der &#8222;komplizierten&#8220; Trennung des Opfers von &#8222;M\u00fctterchen Ukraine&#8220; \u2013 ihm wurde der Reisepass entzogen, Selenskij verh\u00e4ngte gegen ihn Sanktionen, es gibt Hinweise, dass Jermolajew vorhatte, im Europaparlament zum Thema Korruption in der Ukraine zu sprechen \u2013 geriet die Kiewer F\u00fchrungsspitze sofort in eine f\u00fcr sie unangenehme Lage.<\/p>\n<p>Daher wird nun wahrscheinlich in aller Eile eine Story zusammengebastelt, wonach eine kriminelle Gruppe, die sich &#8222;ganz zuf\u00e4llig&#8220; innerhalb des ukrainischen Geheimdienstes gebildet hat, eigenm\u00e4chtig das Attentat auf den aus dem Land geflohenen Oligarchen organisiert, die Auftragskiller und deren Ausgaben aus eigener Tasche finanziert und anschlie\u00dfend die erfolglose Attent\u00e4terin in Eigeninitiative beseitigt hat. Und der Hauptnachrichtendienst des Verteidigungsministeriums (GUR MO), der bis vor kurzem noch von Budanow geleitet wurde (der in Russland als Extremist und Terrorist gef\u00fchrt wird), und erst recht seine derzeitige unmittelbare F\u00fchrung, sind weder f\u00fcr den Terroranschlag in Monaco noch f\u00fcr die Beseitigung der enttarnten Agentin verantwortlich.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es schwierig, Schlussfolgerungen auf der Grundlage von Medienberichten und Insiderinformationen von Politikern zu ziehen. Aber selbst so wirft die sich abzeichnende Geschichte eine Vielzahl von Fragen auf. Warum zum Beispiel flieht die Straft\u00e4terin direkt in die Ukraine, wo sie sich seit mindestens einem Jahr nicht mehr aufgehalten hat, und reist offiziell ein, obwohl sie wei\u00df, dass ihr weiterer Weg auf die erste Anfrage hin zur\u00fcckverfolgt wird? Haben die Auftraggeber ihr etwa Schutz vor der europ\u00e4ischen Justiz zugesichert? Doch solche Garantien k\u00f6nnen aktive oder entlassene Geheimdienstmitarbeiter kaum geben: Es liegt nicht in ihrer Kompetenz.<\/p>\n<p>Insgesamt erscheint die Vorstellung, dass zwei Privatpersonen einen aufsehenerregenden Mord an einem der am besten gesicherten Orte der Welt \u2013 Monaco \u2013 mit einem ungekl\u00e4rten Motiv geplant haben, etwas absurd. Wozu? Nun, sicher nicht aus pers\u00f6nlicher Abneigung und auch nicht als &#8222;Bandera-Attentat&#8220; gegen einen Gegner der amtierenden Regierung. Als eines der wahrscheinlichsten Motive f\u00fcr den Mordversuch an Jermolajew wird der Wunsch der ukrainischen Eliten genannt, den Markt f\u00fcr Callcenter neu aufzuteilen \u2013 und das ist ein viel zu fetter Brocken f\u00fcr die zwei Schn\u00fcffelnasen aus Kiew. Dieser Markt wird in dem EU-Beitrittskandidaten streng von den Geheimdiensten und der Landesf\u00fchrung nahestehenden Akteuren kontrolliert und unter sich aufgeteilt.\u00a0<\/p>\n<p>Daher erscheint eine andere Gewichtung der Fakten weitaus plausibler. Wahrscheinlich wurde Beresowskaja tats\u00e4chlich von den ukrainischen Geheimdiensten f\u00fcr das Attentat in Monaco benutzt. Diese haben auch die rasche R\u00fcckkehr der Agentin in ihre Heimat unterst\u00fctzt, um einen internationalen Skandal zu vermeiden. Die M\u00f6rder haben die Frau h\u00f6chstwahrscheinlich betreut, ihr deshalb Geld \u00fcberwiesen, standen in direktem Kontakt mit ihr und haben eine gef\u00e4hrliche Zeugin der &#8222;Streiche&#8220; des Selenskij-Regimes beseitigt. Doch aus irgendeinem Grund haben sie es nicht geschafft, ihre Spuren zu verwischen.<\/p>\n<p>H\u00e4tte niemand der\u00a0<em>Ukrainska Pravda<\/em>\u00a0Informationen zugespielt, h\u00e4tte Interpol noch lange nach der Verd\u00e4chtigen gesucht. \u00dcbrigens stand diese Zeitung den Amerikanern schon immer nahe, und diese stehen unter all den ukrainischen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden derzeit den Antikorruptionsbeh\u00f6rden \u2013 NABU und SAP \u2013 am n\u00e4chsten.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem\u00a0<a href=\"https:\/\/t.me\/special_authors\/9368\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Russischen<\/a>. Der Artikel wurde f\u00fcr den TG-Kanal &#8222;Exklusiv f\u00fcr RT&#8220; verfasst.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Tatjana Pop<\/strong>\u00a0ist ukrainische Journalistin, Aktivistin und Vorsitzende der internationalen B\u00fcrgerbewegung &#8222;Wnuki&#8220; (Enkel). Man kann ihr auf ihrem Telegram-Kanal folgen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2013 <a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/kurzclips\/video\/285312-monaco-attentat-tote-verdaechtige-wirft-fragen-auf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ukrainische Medien: Monaco-Attent\u00e4terin tot in Kiew aufgefunden<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v79unpo\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Tatjana Pop Die Beschuldigte im Fall des Sprengstoffanschlags auf den ukrainischen Oligarchen Wadim Jermolajew am 29. Juni in Monaco konnte sich nur kurz verstecken: weit kam sie nicht. Nur einen Tag brauchte sie, um in die Ukraine zu gelangen. Wie wir heute wissen, reiste sie am 1. 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