{"id":13242,"date":"2026-07-13T16:10:42","date_gmt":"2026-07-13T14:10:42","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/vw-chef-will-weitere-50-000-stellen-streichen-droht-vier-standorten-in-deutschland-das-aus\/"},"modified":"2026-07-13T16:10:42","modified_gmt":"2026-07-13T14:10:42","slug":"vw-chef-will-weitere-50-000-stellen-streichen-droht-vier-standorten-in-deutschland-das-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/vw-chef-will-weitere-50-000-stellen-streichen-droht-vier-standorten-in-deutschland-das-aus\/","title":{"rendered":"VW-Chef will weitere 50.000 Stellen streichen \u2013 droht vier Standorten in Deutschland das Aus?"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>VW setzt den Rotstift an: Ohne eine Ver\u00e4nderung der Arbeitskosten w\u00fcrde sich beim Sparkurs von Europas gr\u00f6\u00dftem Autobauer eine Gr\u00f6\u00dfenordnung von rund 50.000 abzubauenden Stellen weltweit bis 2030 ergeben, zus\u00e4tzlich zu bereits vereinbarten 50.000 Stellen in Deutschland. Das sagte Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume, wie unter anderem die <em>Berliner Zeitung<\/em> am Montag berichtete.<\/p>\n<p>Die Zahl leitet Blume aus einem Kostenziel ab: Volkswagen m\u00fcsse seine Gemeinkosten auf ein &#8222;wettbewerbsf\u00e4higes Niveau&#8220; bringen. Diese Kosten l\u00e4gen bei VW im Schnitt vergleichbarer Unternehmen noch um rund 20 Prozent h\u00f6her.<\/p>\n<p><em>&#8222;Da die H\u00e4lfte der Gemeinkosten aus den Personalkosten resultiert, w\u00fcrde eine theoretische Ableitung ohne Ver\u00e4nderung der Arbeitskosten rund 50.000 Stellen weltweit ergeben&#8220;,<\/em> sagte er.<\/p>\n<p>Blume betont gleichzeitig, dass der reale Stellenabbau niedriger liegen k\u00f6nnte, wenn die Arbeitnehmer etwa niedrigere L\u00f6hne oder l\u00e4ngere Arbeitszeiten akzeptierten:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Personalkosten werden neben der Anzahl der Besch\u00e4ftigten \u00fcber die Arbeitskosten berechnet. Diesen Hebel m\u00fcssen wir ebenfalls ziehen. Dar\u00fcber ermittelt sich am Ende, wie viel Personalabbau erforderlich ist, um mit dem Wettbewerb bei den Kosten Schritt halten zu k\u00f6nnen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Derzeit werde in allen Marken, Gesellschaften und Regionen &#8222;ermittelt&#8220;, welche Anpassungen n\u00f6tig und m\u00f6glich seien, so der Konzernchef weiter. In diesem Zusammenhang \u00e4u\u00dferte sich Blume auch zu den bedrohten Werken in Zwickau, Emden und Hannover sowie zum Audi-Werk in Neckarsulm. Volkswagens Werke in Europa h\u00e4tten teure \u00dcberkapazit\u00e4ten, man k\u00f6nne dort 500.000 Autos mehr bauen als n\u00f6tig:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Wahrheit ist auch, dass wir heute f\u00fcr die Werke Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm noch keine wettbewerbsgerechte Belegung best\u00e4tigen.&#8220; <\/em><\/p>\n<p>Berichten zufolge soll die Produktion in den Werken zwischen 2031 und 2034 auslaufen. F\u00fcr die jeweiligen Wirtschaftsstandorte w\u00e4re das ein massiver Einschnitt.<\/p>\n<p>Der Konzernbetriebsrat von Volkswagen kritisierte die Kommunikation Blumes zuletzt deutlich. Der Vorstandschef habe sich weiterhin nicht direkt gegen\u00fcber der Belegschaft erkl\u00e4rt, sagte ein Sprecher. Die Zitate in der Presse br\u00e4chten &#8222;keinerlei Klarheit&#8220; und machten &#8222;alles nur noch schlimmer&#8220;.<\/p>\n<p>Die mehr als 40.000 Besch\u00e4ftigten der vier von einer m\u00f6glichen Schlie\u00dfung bedrohten Werke seien deutlich verunsichert, teilte der Sprecher des Betriebsrats gegen\u00fcber <em>RTL<\/em>\u00a0mit. In der Belegschaft herrsche ein &#8222;enormer Vertrauensverlust&#8220; gegen\u00fcber dem Manager. Nach der Sommerpause m\u00fcsse Blume in Betriebsversammlungen direkt vor den Besch\u00e4ftigten Rede und Antwort stehen. Blume selbst hatte zuletzt eine leichte Kurs\u00e4nderung angedeutet. &#8222;Es gibt intelligentere L\u00f6sungen, als Werke zu schlie\u00dfen&#8220;, sagte er. Auch die Autobauer in China und den USA \u2013 die deutlich bessere Standortbedingungen als im b\u00fcrokratischen Hochlohnland Deutschland mit seinen durch die Bundesregierung k\u00fcnstlich in die H\u00f6he getriebenen Energiepreisen haben \u2013 d\u00fcrften die Entwicklungen in Wolfsburg weiterhin mit Spannung verfolgen.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0<strong>\u2013<\/strong>\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/freedert.online\/inland\/285571-bloomberg-zur-energiepolitik-der-bundesregierung-mehr-deindustrialisierung\/\">Bloomberg zur Energiepolitik der Bundesregierung: Mehr Deindustrialisierung durch neue Abgabe<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\">\n                                                <script>!function(r,u,m,b,l,e){r._Rumble=b,r[b]||(r[b]=function(){(r[b]._=r[b]._||[]).push(arguments);if(r[b]._.length==1){l=u.createElement(m),e=u.getElementsByTagName(m)[0],l.async=1,l.src=\"https:\/\/rumble.com\/embedJS\/u4\"+(arguments[1].video?'.'+arguments[1].video:'')+\"\/?url=\"+encodeURIComponent(location.href)+\"&args=\"+encodeURIComponent(JSON.stringify([].slice.apply(arguments))),e.parentNode.insertBefore(l,e)}})}(window, document, \"script\", \"Rumble\");<\/script><\/p>\n<div id=\"rumble_v7ah9b2\"><\/div>\n<p><script>\nRumble(\"play\", {\"video\":\"v7ah9b2\",\"div\":\"rumble_v7ah9b2\"});<\/script>\n                    <\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VW setzt den Rotstift an: Ohne eine Ver\u00e4nderung der Arbeitskosten w\u00fcrde sich beim Sparkurs von Europas gr\u00f6\u00dftem Autobauer eine Gr\u00f6\u00dfenordnung von rund 50.000 abzubauenden Stellen weltweit bis 2030 ergeben, zus\u00e4tzlich zu bereits vereinbarten 50.000 Stellen in Deutschland. 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