{"id":13353,"date":"2026-07-13T22:08:12","date_gmt":"2026-07-13T20:08:12","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/nyt-irans-ex-praesident-seit-jahren-in-kontakt-mit-mossad\/"},"modified":"2026-07-13T22:08:12","modified_gmt":"2026-07-13T20:08:12","slug":"nyt-irans-ex-praesident-seit-jahren-in-kontakt-mit-mossad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/nyt-irans-ex-praesident-seit-jahren-in-kontakt-mit-mossad\/","title":{"rendered":"NYT: Irans Ex-Pr\u00e4sident seit Jahren in Kontakt mit Mossad"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Laut einem Bericht der <em>New York Times (NYT)<\/em> hat Israel mehrere Jahre lang\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2026\/07\/13\/us\/politics\/israel-mahmoud-ahmadinejad-iran.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">versucht<\/a>, den ehemaligen iranischen Pr\u00e4sidenten Mahmud Ahmadineschad anzuwerben. Das Ziel best\u00fcnde darin, den Politiker einst an die Macht im Nahost-Land zu bringen. Das Vorhaben sei jedoch misslungen.<\/p>\n<p>In den ersten Tagen der US-israelischen Milit\u00e4roperation gegen Iran habe der Geheimdienst Mossad versucht, Ahmadineschad aus Teheran zu einem sicheren Ort zu bringen. Nun stehe er unter Hausarrest in Iran, \u00fcberwacht von der Islamischen Revolutionsgarde.<\/p>\n<p>Aus einem Gespr\u00e4ch mit hochrangigen Beamten in Washington und Teheran erfuhr die <em>NYT<\/em>, dass der Mossad erstmals im Jahr 2023 Kontakt zu Ahmadineschad aufnahm, als er zu Besuch in Guatemala war. Im Jahr 2024 sei der Iraner nach Budapest gereist, wo er an der Ludovika-Universit\u00e4t f\u00fcr \u00f6ffentlichen Dienst als Gastsprecher an einer Konferenz zum Thema Klimawandel teilnehmen sollte. Tats\u00e4chlich habe er sich mit dem damaligen Mossad-Chef David Barnea pers\u00f6nlich getroffen. Der Geheimdienst habe dar\u00fcber seine Kollegen in der CIA informiert.<\/p>\n<p>Gergely Deli, der Rektor der Ludovika-Universit\u00e4t, gab gegen\u00fcber der <em>NYT<\/em> zu, dass die Konferenz ein Deckmantel f\u00fcr geheime Verhandlungen war. Der Ex-Pr\u00e4sident sei auf Bitte eines ungarischen Beamten eingeladen worden, dessen Namen der Rektor nicht preisgeben m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Im Jahr 2025 habe Ahmadineschad Budapest erneut besucht, wo es ihm nach Angaben seiner Leibw\u00e4chter aus der Revolutionsgarde mindestens zweimal gelungen sei, den Sicherheitsvorkehrungen zu entkommen und l\u00e4ngere Treffen abzuhalten. Im Reisebericht der Leibw\u00e4chter hie\u00df es, Ahmadineschad habe seine Abwesenheiten mit einem Treffen mit Universit\u00e4tsprofessoren begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Als H\u00f6hepunkt der Mossad-Operation nannte die <em>NYT<\/em> Ereignisse nach dem israelischen Angriff am 28. Februar 2026 auf Teheran. Laut Quellen brachten Mossad-Agenten den Ex-Pr\u00e4sidenten in einem schwarzen Peugeot aus seiner Residenz zu einem geheimen Versteck. Ahmadineschad sei jedoch von den israelischen Pl\u00e4nen, ihn in Iran an die Macht zu bringen, entt\u00e4uscht gewesen, und habe die Unterkunft unter ungekl\u00e4rten Umst\u00e4nden verlassen.<\/p>\n<p>Erst am vergangenen Montag, dem 6. Juli, wurde Ahmadineschad wieder \u00f6ffentlich gesehen, als er kurzzeitig an der Trauerprozession f\u00fcr den verstorbenen Obersten F\u00fchrer Ali Chamenei teilnahm. Im <em>NYT<\/em>-Artikel wurde darauf hingewiesen, dass er mit gesenktem Kopf dastand, vermeintlich umgeben von Sicherheitsbeamten. Sein aktueller Status bleibe unklar. Vier hochrangige iranische Beamte teilten der Zeitung mit, dass er sich in Iran unter Aufsicht der Revolutionsgarde befinde.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seiner Amtszeit zwischen 2005 und 2013 war Ahmadineschad der prominenteste politische Hardliner des Landes. Unter anderem sprach er von der Vernichtung Israels, nahm das Programm der Uran-Anreicherung wieder auf und ordnete scharfe Ma\u00dfnahmen gegen Protestierende an, die seine Wiederwahl im Jahr 2009 in Frage stellten.<\/p>\n<p>Nach dem R\u00fccktritt vom Amt des Pr\u00e4sidenten m\u00e4\u00dfigte er seine Ansichten deutlich. Der Falke von einst trimmte sich den Bart, lernte Englisch und tauschte die beige Regenjacke gegen dunkle Ma\u00dfanz\u00fcge aus. Dar\u00fcber hinaus soll er laut der <em>NYT<\/em> Botoxinjektionen erhalten haben.<\/p>\n<p>Er pr\u00e4sentierte sich oft als gem\u00e4\u00dfigter Politiker, gab Interviews und hielt Reden, in denen er sich zur iranischen Popmusik \u00e4u\u00dferte, die Sicherheitskr\u00e4fte des Landes kritisierte und der herrschenden Klasse finanzielle Korruption vorwarf.<\/p>\n<p>Sein Verh\u00e4ltnis zu den iranischen Beh\u00f6rden war kompliziert, schildert die <em>NYT<\/em>. Hochrangige Funktion\u00e4re marginalisierten ihn und schr\u00e4nkten seine Bewegungsfreiheit ein. Trotzdem wurde ihm ein Sitz im Rat des Obersten F\u00fchrers gew\u00e4hrt. Wenige Tage vor dem Ausbruch des Krieges im Februar nahm Ahmadineschad an einer Sitzung dieses Rates teil.<\/p>\n<p>Am 28. Februar meldete die iranische Nachrichtenagentur <em>ILNA<\/em> den Tod des Ex-Pr\u00e4sidenten infolge eines US-israelischen Angriffs. Am n\u00e4chsten Tag dementierte die Publikation den eigenen Bericht.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2013 <a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/der-nahe-osten\/284907-usa-warnten-teheran-vor-moeglichem\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">USA warnten Teheran vor m\u00f6glichem Attentat Israels auf iranische Unterh\u00e4ndler<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v78l7gm\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut einem Bericht der New York Times (NYT) hat Israel mehrere Jahre lang\u00a0versucht, den ehemaligen iranischen Pr\u00e4sidenten Mahmud Ahmadineschad anzuwerben. Das Ziel best\u00fcnde darin, den Politiker einst an die Macht im Nahost-Land zu bringen. Das Vorhaben sei jedoch misslungen. 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