{"id":13751,"date":"2026-07-16T10:10:45","date_gmt":"2026-07-16T08:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/sommerpressekonferenz-merz-kuendigt-an-afd-ministerpraesidenten-zu-verhindern\/"},"modified":"2026-07-16T10:10:45","modified_gmt":"2026-07-16T08:10:45","slug":"sommerpressekonferenz-merz-kuendigt-an-afd-ministerpraesidenten-zu-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/sommerpressekonferenz-merz-kuendigt-an-afd-ministerpraesidenten-zu-verhindern\/","title":{"rendered":"Sommerpressekonferenz: Merz k\u00fcndigt an, AfD-Ministerpr\u00e4sidenten &#8222;zu verhindern&#8220;"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Bundeskanzler Friedrich Merz stellte sich\u00a0im Berliner Regierungsviertel den Fragen der Hauptstadtjournalisten bei der diesj\u00e4hrigen Sommerpressekonferenz. Rund 90 Minuten lang beantwortete er laut Medien<em>\u00a0<\/em>&#8222;sachlich die Fragen&#8220;. Die Themen lauteten unter anderem Rente, Gesundheitsreform sowie der Erfolg der AfD in den Umfragen. Laut Merz sei zur Leistung der Bundesregierung zu erkl\u00e4ren, dass &#8222;die Koalition Tritt gefasst hat&#8220;.<\/p>\n<p>Die Gro\u00dfe Koalition aus Union und SPD hat nach Ansicht des Bundeskanzlers seit Jahresbeginn, so die <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/sommer-pk-merz-2026-2447114\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zusammenfassung<\/a> auf der Webseite der Bundesregierung, &#8222;viele Reformen angepackt, die \u00fcberf\u00e4llig waren&#8220;. Der Kanzler res\u00fcmierte, dass &#8222;wir damit nach meiner Einsch\u00e4tzung auch auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel&#8220;. Dieses hie\u00dfe laut der Wahrnehmung im Kanzleramt, dass Deutschland &#8222;zu einer wettbewerbsf\u00e4higen Wirtschaft zur\u00fcckkehre und zu den leistungsstarken Volkswirtschaften in Europa geh\u00f6re&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>Vor den anberaumten Fragen der auch internationalen Journalisten gab Merz zu Protokoll, dass er &#8222;die gute Zusammenarbeit in der Koalition lobe&#8220;. Er schlie\u00dfe das erste Halbjahr 2026 mit der Zuversicht ab, &#8222;dass wir auch im zweiten Halbjahr gute Politik f\u00fcr Deutschland machen&#8220;. Der Abschlussabsatz lautet auf der Regierungsseite:<\/p>\n<p><em>&#8222;Au\u00dferdem habe man mit dem Nationalen Sicherheitsrat \u00a0&#8218;eine Institution geschaffen, die im Kanzleramt im umfassenden Sinne Sicherheitspolitik definiert: innere Sicherheit, \u00e4u\u00dfere Sicherheit, Versorgungssicherheit&#8216; \u2013 bis hin zum Schutz der Bev\u00f6lkerung, etwa vor Hitzewellen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Florian Warweg, Journalist der <em>Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ)<\/em> und regelm\u00e4\u00dfiger Gast auf der Bundespressekonferenz, informierte nach Ende der Merz-Veranstaltung (Bezahlschranke):<\/p>\n<p><em>&#8222;&#8218;Gern im Osten unterwegs&#8216; \u2013 aber in Sommerpressekonferenz bleibt Ostdeutschland ohne Stimme.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Warweg offerierte dabei noch in der Vorwoche, dass seine X-Follower ihm Fragen von Interesse an den Kanzler zusenden k\u00f6nnten (<em>RT DE<\/em>\u00a0<a href=\"https:\/\/freeassange.tech\/inland\/285523-journalist-erbittet-fragen-bundeskanzler-merz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">berichtete<\/a>). Im Artikel wird dargelegt, dass die <em>OAZ<\/em>, &#8222;nach allem, was sich im Saal feststellen lie\u00df, das einzige anwesende Medium mit Sitz in Ostdeutschland war&#8220;. Nach der Verweigerung durch den Regierungssprecher Warweg die Chance einer Frage zu erm\u00f6glichen, lautet die Kritik:<\/p>\n<p><em>&#8222;Stattdessen kamen zu Wort: s\u00e4mtliche gro\u00dfen privaten westdeutschen Leitmedien, ARD, ZDF, dpa, Reuters, die staatlich finanzierte Deutsche Welle und Reichelts Onlineplattform Nius. Ein Medium, das in der Bundespressekonferenz ansonsten meist durch Abwesenheit gl\u00e4nzt.&#8220;\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Die <em>Spiegel<\/em>-Redaktion (Bezahlschranke) fasst f\u00fcr sich zusammen, dass das, was &#8222;vom Merz-Auftritt bleibt drei Erkenntnisse sind: Eigenlob, ein bisschen Selbstkritik und direkte Worte an W\u00e4hler der AfD&#8220;.\u00a0Der Kanzler g\u00e4be sich trotz hoher AfD-Umfragewerte &#8222;optimistisch,\u00a0einen AfD-Ministerpr\u00e4sidenten verhindern zu k\u00f6nnen. Der Unvereinbarkeitsbeschluss gelte weiterhin&#8220;, so die <em>Zeit<\/em> zusammenfassend. Die w\u00f6rtliche Merz-Aussage wurde dabei im Rahmen einer Frage von einem Mitarbeiter der <em>dts<\/em>\u00a0<em>Nachrichtenagentur <\/em>get\u00e4tigt. Dieser wollte erfahren, ob &#8222;sie pers\u00f6nliche Konsequenzen ziehen, wenn die AfD nach den Wahlen im Herbst einen Ministerpr\u00e4sidenten stellt?&#8220; Merz gab zu Protokoll:<\/p>\n<p><em>&#8222;Ich gehe davon aus, dass wir es verhindern k\u00f6nnen, dass dieser Fall eintritt.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Auf Nachfrage lautete die Erkl\u00e4rung, &#8222;wir entscheiden alles das,\u00a0was nach dem 6. September geschieht, nach dem 6. September und bis zum 6. September werden wir uns darum bem\u00fchen, stabile politische Verh\u00e4ltnisse sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Mecklenburg-Vorpommern zu erm\u00f6glichen und zu erreichen&#8220;.<\/p>\n<p>Dass andauernd laut Umfragen ein Gro\u00dfteil der B\u00fcrger mehr als unzufrieden mit der Arbeit von Merz ist, &#8222;scheint den Bundeskanzler nicht zu sehr zu belasten&#8220;, so die Wahrnehmung eines <em>Zeit<\/em>-Journalisten. &#8222;Ich empfinde diese demoskopische Lage, wenn Sie so wollen, eher als Ansporn, die Arbeit fortzusetzen, gut zu machen, richtig zu machen, gut zu vermitteln, gut zu erkl\u00e4ren&#8220;, so die Reaktion auf diesbez\u00fcgliche Fragen.<\/p>\n<p>Die W\u00e4hler in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt will die Regierung demnach weiterhin davon \u00fcberzeugen, &#8222;dass wir mit den Themen, die wir in der Koalition behandeln und beschlie\u00dfen, auf dem richtigen Weg sind&#8220;.\u00a0&#8222;Wir haben einen Auftrag auf Zeit&#8220;, erkl\u00e4rte Merz mit Blick auf die hohen Zustimmungswerte der AfD. Deshalb richte er sich bewusst an die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler der AfD und rufe sie auf: &#8222;Schaut genau hin.&#8220;<\/p>\n<p>Informationen \u00fcber Social Media reichten daf\u00fcr nicht aus. Die Regierung w\u00fcrde aktuell &#8222;vieles auf den Weg bringen, um das Land zu stabilisieren&#8220;, so der Kanzler, um zu erg\u00e4nzen: &#8222;Wir wollen keine gesellschaftspolitischen Konflikte.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es hat sicherlich eine Erwartungshaltung in der Bev\u00f6lkerung gegeben, die wir bislang nicht erf\u00fcllt haben.&#8220; Er empfinde die demoskopische Lage aber vor allem als Ansporn. &#8222;Wir h\u00e4tten aktuell wahrscheinlich keine Mehrheit f\u00fcr diese Koalition&#8220;, r\u00e4umt er ein. &#8222;Das besch\u00e4ftigt mich&#8220;, so Merz. Der Ma\u00dfstab, an dem er sich orientiere, laute weiterhin: &#8222;Hat die Regierung alles getan, um den nachfolgenden Generationen ein gutes Leben zu erm\u00f6glichen?&#8220;<\/p>\n<p>Die Agenturen zitieren folgende Situation:<\/p>\n<p><em>&#8222;Ein Journalist fragt, was aus Merz&#8216; pers\u00f6nlicher Sicht sein bislang schw\u00e4chster Moment w\u00e4hrend der Kanzlerschaft war. Merz sch\u00fcttelt l\u00e4chelnd den Kopf, wirkt ein wenig \u00fcberrumpelt. &#8218;Dar\u00fcber m\u00fcsste ich l\u00e4nger nachdenken&#8216;, windet er sich heraus. Die Frage wird umformuliert: Woraus der Kanzler am meisten gelernt habe? Er sei ein lernf\u00e4higes System. &#8218;Ich lerne jeden Tag&#8216;.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die hohe Neuverschuldung und Belastung der B\u00fcrger verteidigte Merz mit Verweis auf den &#8222;russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine&#8220;. Darauf habe die Bundesregierung &#8222;eine andere Antwort&#8220; bei der ausufernden Milliardenfinanzierung &#8222;von Sicherheit und Verteidigung&#8220; geben m\u00fcssen. Merz r\u00e4umte jedoch ein, dass diese Realit\u00e4ten eine &#8222;erhebliche Belastung meiner pers\u00f6nlichen Glaubw\u00fcrdigkeit&#8220; darstellen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Zum Thema Ukraine f\u00fchrte Merz bekannte Erkl\u00e4rungen aus, dass er Deutschland und Europa bedroht sehe. &#8222;Wir leben nicht im Krieg, aber wir leben auch nicht mehr im Frieden&#8220;, so die erneute Formulierung. Zudem gebe es vermeintlich weiterhin unbewiesene &#8222;Vorbereitungen f\u00fcr weitere Aggressionen Russlands weit \u00fcber die Ukraine hinaus&#8220;. Diese Bedrohung w\u00fcrde sich laut Informationen im Kanzleramt demnach &#8222;konkret gegen Moldau und das Baltikum, aber auch gegen weitere Teile Europas richten&#8220;.<\/p>\n<p>Deutschland sei fortdauernd &#8222;Sabotageakten und hybriden Angriffen&#8220; ausgesetzt. &#8222;Wir sind Hauptzielland von dem, was wir hybride Kriegsf\u00fchrung nennen&#8220;, so Merz vortragend. Daher sei es nun wichtig, &#8222;die deutsche Verteidigungsf\u00e4higkeit wiederherzustellen&#8220;.<\/p>\n<p>Der Bundeskanzler referierte zu diesem Punkt, dass es\u00a0laut Wahrnehmung Berlins aktuell einen &#8222;rasanten Aufholprozess&#8220; g\u00e4be, um dazu final auszuf\u00fchren: &#8222;Wir sind dabei ein gutes St\u00fcck vorangekommen.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema \u2013<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/freeassange.tech\/meinung\/285984-merz-lehnt-einmischung-in-wahlen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Merz liebt Einmischung in Wahlen \u2013 au\u00dfer in die eigenen <\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7akrhs\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundeskanzler Friedrich Merz stellte sich\u00a0im Berliner Regierungsviertel den Fragen der Hauptstadtjournalisten bei der diesj\u00e4hrigen Sommerpressekonferenz. 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