{"id":14348,"date":"2026-07-20T20:03:54","date_gmt":"2026-07-20T18:03:54","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/bis-zum-vollstaendigen-sieg-russland-setzt-seine-angriffe-auf-kiew-fort\/"},"modified":"2026-07-20T20:03:54","modified_gmt":"2026-07-20T18:03:54","slug":"bis-zum-vollstaendigen-sieg-russland-setzt-seine-angriffe-auf-kiew-fort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/bis-zum-vollstaendigen-sieg-russland-setzt-seine-angriffe-auf-kiew-fort\/","title":{"rendered":"&#8222;Bis zum vollst\u00e4ndigen Sieg&#8220; &#8211; Russland setzt seine Angriffe auf Kiew fort"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Oleg Issaitschenko<\/em><\/p>\n<p>Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt, haben die russischen Streitkr\u00e4fte in der Nacht von Samstag auf Sonntag Verteidigungsanlagen und Logistikzentren getroffen, die die ukrainische Armee mit Raketenwaffen, Drohnen und Treibstoff versorgten. Nach Angaben der Beh\u00f6rde waren Unternehmen in Kiew und dessen Region die Hauptziele.<\/p>\n<p>So trafen die Angriffe in der ukrainischen Hauptstadt die Werke &#8222;Radioniks&#8220;, &#8222;Spezoboronmasch&#8220; und &#8222;Meridian&#8220;, das Unternehmen &#8222;Oakline&#8220; sowie das Sortierzentrum von &#8222;Nowaja Potschta&#8220; (Neue Post). In der Region Kiew wurde ein Logistikkomplex zerst\u00f6rt, der Bauteile f\u00fcr Langstrecken-Drohnen verteilte.<\/p>\n<p>Das Nachrichtenportal <em>Strana<\/em> berichtet, dass die russischen Luftstreitkr\u00e4fte innerhalb von 40 Minuten insgesamt etwa 40 ballistische Raketen auf Kiew abgefeuert h\u00e4tten. Wladimir Selenskij bezeichnete den Angriff bereits als einen der schwersten. Seinen Angaben zufolge seien neben den Raketen auch 120 Angriffsdrohnen an dem Angriff beteiligt gewesen.<\/p>\n<p>Innerhalb nur einer Woche wurden der Einsatz von rund 1.450 Drohnen, \u00fcber 1.640 gelenkten Bomben und 99 Raketen verzeichnet. Bei dieser Gelegenheit betonte Selenskij sofort die dringende Notwendigkeit regelm\u00e4\u00dfiger Lieferungen westlicher Luftabwehrsysteme. Sewerion Dangadze, Entwicklungsleiter des R\u00fcstungsunternehmens UKRTAC, erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p><em>&#8222;Der heutige russische Raketenangriff hat das Werk und die Lagerh\u00e4user des ukrainischen Unternehmens UKRTAC, eines gro\u00dfen Herstellers von milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung, zerst\u00f6rt.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Er bezeichnete den Angriff als &#8222;die gr\u00f6\u00dfte Trag\u00f6die in der Geschichte des Unternehmens&#8220;. Nach Ansicht des Milit\u00e4rexperten Juri Knutow sei der Angriff in der Nacht zum Sonntag tats\u00e4chlich einer der st\u00e4rksten gewesen. Er hebt hervor, dass zum gr\u00f6\u00dften Teil Betriebe getroffen worden seien, die Drohnen und Raketen herstellen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums trafen die Angriffe das Kiewer Aggregat- und Teilewerk der Radioelektronikindustrie (GmbH &#8222;Radioniks&#8220;), wo die Raketen FP-5 &#8222;Flamingo&#8220; hergestellt wurden. Diese h\u00e4tten eine Reichweite von bis zu 3.000 Kilometern und einen Sprengkopf mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne, so Knutow. Er f\u00fcgt hinzu:<\/p>\n<p><em>&#8222;Au\u00dferdem wurden in dem Werk ATACMS-\u00c4quivalente hergestellt \u2013 die operativ-taktischen Raketen FP-7 und FP-9. Letztere durchl\u00e4uft \u00fcbrigens derzeit Testphasen. Nach vorliegenden Angaben hat sie eine Reichweite von 850 Kilometer und tr\u00e4gt einen Sprengkopf von 800 Kilogramm. Der Gegner beabsichtigt, Moskau und Sankt Petersburg mit dieser Waffe zu beschie\u00dfen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Dort wurden auch Bauteile f\u00fcr die &#8222;Neptun-MD&#8220;-Raketen montiert. Es handelt sich um eine Schiffsabwehrrakete, die auf der Grundlage sowjetischer Entwicklungen entstanden ist, sp\u00e4ter jedoch unter Einbeziehung westlicher Spezialisten modernisiert wurde. Auf der Liste der hergestellten Produkte stehen auch Radarsysteme f\u00fcr die MiG-29, die die ukrainischen Truppen zur Abwehr russischer Marschflugk\u00f6rper und Drohnen einsetzen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus f\u00fchrten die russischen Luftstreitkr\u00e4fte Angriffe auf die Betriebe &#8222;Spezoboronmasch&#8220; und &#8222;Artjom&#8220; durch \u2013 beide Werke stellten verschiedene Steuerungssysteme f\u00fcr Drohnen her. Ein weiterer Angriff richtete sich gegen die Produktionsst\u00e4tte &#8222;Kiew-90&#8220; (GmbH &#8222;Meridian&#8220;, benannt nach S. P. Koroljow). Knutow pr\u00e4zisiert:<\/p>\n<p><em>&#8222;Dort wurden nicht nur Komponenten f\u00fcr die &#8218;Neptun-MD&#8216;-Raketen hergestellt, sondern auch Geh\u00e4useteile aus Verbundwerkstoffen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>&#8222;Oakline&#8220;, bei dem ebenfalls Raketeneinschl\u00e4ge registriert wurden, produzierte Komponenten f\u00fcr Langstrecken-Drohnen vom Typ &#8222;Deep Strike&#8220;, so der Analyst. Er erkl\u00e4rt weiter:<\/p>\n<p><em>&#8222;Der Gegner behauptet, Russland habe insgesamt etwa 25 &#8218;Iskander&#8216;-Raketen, zehn &#8218;Zirkon&#8216;-Raketen und rund 125 Drohnen abgefeuert. Und alle trafen, wie wir sehen, Unternehmen des milit\u00e4risch-industriellen Komplexes.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Seinen Worten zufolge haben die russischen Streitkr\u00e4fte nicht zuf\u00e4llig den Schwerpunkt auf ballistische Raketen gelegt. Knutow hebt hervor:<\/p>\n<p><em>&#8222;Ballistische Raketen sind effektiver \u2013 sie sind schwer abzufangen und treffen ihre Ziele garantiert. Und angesichts der Tatsache, dass die ukrainischen Streitkr\u00e4fte objektive Probleme mit der Luftabwehr haben, steigt die Wirksamkeit der Angriffe erheblich.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Ob der n\u00e4chtliche Angriff der Beginn systematischer ballistischer Schl\u00e4ge sein wird, wird die Zeit zeigen. Der Experte meint:<\/p>\n<p><em>&#8222;Vieles wird von den Kapazit\u00e4ten des russischen R\u00fcstungskomplexes abh\u00e4ngen. Wenn eine f\u00fcr massive Schl\u00e4ge ausreichende Anzahl von Raketen produziert wird, k\u00f6nnte sich diese Taktik durchsetzen. Und die Wirksamkeit wird von Mal zu Mal h\u00f6her sein.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Wie dem auch sei, es werde deutlich, dass dies bei weitem nicht der letzte Schlag gegen Kiew ist. Knutow ist \u00fcberzeugt:<\/p>\n<p><em>&#8222;Der Gegner hat sich f\u00fcr eine terroristische Taktik entschieden \u2013 er greift zivile Einrichtungen, Rettungswagen, Wohnheime und Lagerh\u00e4user von Wildberries an. Gleichzeitig folgt Russland einer nachvollziehbaren Logik: Die Angriffe richten sich ausschlie\u00dflich gegen Objekte des R\u00fcstungskomplexes und zielen auf ein konkretes Ergebnis ab. Und allem Anschein nach werden wir dies bis zum vollst\u00e4ndigen Sieg fortsetzen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Der Milit\u00e4rkorrespondent Alexander Koz weist seinerseits darauf hin, dass das Werk Artjom bereits in den Jahren 2022, 2024 und 2025 angegriffen wurde. Er schreibt auf seinem Max-Kanal:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wir haben die Produktionshallen f\u00fcr &#8218;Luft-Luft&#8216;-Raketen und die &#8218;Olcha&#8216;-Linie getroffen. Anfang Juli 2026 haben wir &#8218;Radioniks&#8216; ausgeschaltet. Damals schien es so, als w\u00e4re alles vorbei, auf Wiedersehen, &#8218;Flamingo&#8216;. Es stellte sich jedoch heraus, dass noch nicht alles vorbei war. Das hei\u00dft, wir schlagen erneut zu. Ein kumulativer Effekt, wie im Boxen \u2013 man schl\u00e4gt auf die Leber ein, bis es klappt.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Der Analyst weist zudem darauf hin, dass &#8222;Nowaja Potschta&#8220;, auf die in der vergangenen Nacht ebenfalls Angriffe ver\u00fcbt wurden, ihre urspr\u00fcngliche Funktion l\u00e4ngst verloren hat: &#8222;\u00dcber diesen Knotenpunkt (Nowaja Potschta) wurden Bauteile f\u00fcr Drohnen der ukrainischen Streitkr\u00e4fte aus Europa geliefert.<\/p>\n<p><em>Tarasowka, &#8218;Antel Properties&#8216;. Ein unauff\u00e4lliges Lager im Bezirk Butscha. Laut Unterlagen \u2013 eine Immobilie. In Wirklichkeit \u2013 ein Montagewerk f\u00fcr Aggregate f\u00fcr Langstrecken-Drohnen. Ukrainische Quellen behaupten, dass sich dort ein Lager einer &#8218;US-amerikanischen Firma&#8216; befand. Na so was. Was f\u00fcr eine \u00dcberraschung!&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Manche Leute in Kiew w\u00fcrden immer noch glauben, dass der Einsatz von &#8218;Flamingo&#8216;-Raketen und &#8218;Deep Strike&#8216;-Drohnen unbestraft bleiben w\u00fcrde, schreibt der Milit\u00e4rkorrespondent Alexander Sladkow auf seinem Max-Kanal und f\u00fcgt hinzu:<\/p>\n<p><em>&#8222;Sie glaubten, dass man unsere St\u00e4dte bombardieren kann, w\u00e4hrend die eigenen Werkst\u00e4tten unter einer Glaskuppel bleiben. Das ist jedoch nicht der Fall.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Sladkow bezeichnet den n\u00e4chtlichen ballistischen Angriff als einen &#8222;russischen Low-Kick&#8220; und pr\u00e4zisiert:<\/p>\n<p><em>&#8222;In den Kampfk\u00fcnsten ist das ein Tritt gegen die H\u00fcfte des Gegners. Er wird immer wieder ausgef\u00fchrt, bis das gew\u00fcnschte Ergebnis erreicht ist.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>In Fortsetzung dieser Analogie weist der Experte darauf hin, dass eine Reihe solcher Schl\u00e4ge unweigerlich zun\u00e4chst zu Schmerzen f\u00fchrt und anschlie\u00dfend entweder dazu, dass der Gegner den Kampf aufgibt, oder zu einem gesundheitsbedingten Ausscheiden. Vor diesem Hintergrund stellte er sich die Frage, welches Szenario die milit\u00e4risch-politische F\u00fchrung Russlands bevorzugen w\u00fcrde \u2013 einen vernichtenden Schlag direkt gegen Kiew zu f\u00fchren, der eine hohe Konzentration der Kr\u00e4fte und ein umstrittenes Risiko erfordert, oder &#8222;lange und schmerzhaft zuzuschlagen, den ukrainischen R\u00fcstungskomplex und die Nachschublinien der ukrainischen Streitkr\u00e4fte bis zum K.o. zu zerm\u00fcrben, aber nicht in Kiew aufzutauchen&#8220;.<\/p>\n<p>Seiner Meinung nach sind beide Optionen denkbar, wenn auch mit gewissen Vorbehalten. Dabei gebe es bereits &#8222;kleine, aber erkennbare Anzeichen daf\u00fcr, dass den ukrainischen Streitkr\u00e4ften die Puste ausgeht&#8220;.<\/p>\n<p>Unterdessen sprechen sich die erw\u00e4hnten Experten einstimmig daf\u00fcr aus, die Angriffe auf Kiew fortzusetzen. Die Autoren des branchenbezogenen Telegram-Kanals &#8222;Rybar&#8220; fassen die Situation wie folgt zusammen:<\/p>\n<p><em>&#8222;Es bleibt wichtig, das Tempo nicht zu drosseln: Die sowjetischen Betriebe, auf denen der ukrainische R\u00fcstungskomplex heute aufbaut, sind so konstruiert, dass es schlichtweg unrealistisch ist, sie mit ein paar Schl\u00e4gen au\u00dfer Gefecht zu setzen. Wenn man also zuschl\u00e4gt, dann muss man das h\u00e4ufiger, pr\u00e4ziser und in gr\u00f6\u00dferem Umfang bis zur vollst\u00e4ndigen Vernichtung tun.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a href=\"https:\/\/vz.ru\/politics\/2026\/7\/19\/1436037.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Russischen<\/a>. Der Artikel ist am 19. Juli 2026 zuerst auf der Website der Zeitung &#8222;Wsgljad&#8220; erschienen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Oleg Issaitschenko<\/strong> ist Analyst bei der Zeitung &#8222;Wsgljad&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/inland\/286333-kiew-auswaertige-amt-erklaert-sich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kiew: Das Ausw\u00e4rtige Amt erkl\u00e4rt sich auf Werbefl\u00e4chen zum &#8222;Partner Nummer eins&#8220; der Ukraine <\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7arp5k\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Oleg Issaitschenko Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt, haben die russischen Streitkr\u00e4fte in der Nacht von Samstag auf Sonntag Verteidigungsanlagen und Logistikzentren getroffen, die die ukrainische Armee mit Raketenwaffen, Drohnen und Treibstoff versorgten. 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