{"id":14713,"date":"2026-07-23T08:03:13","date_gmt":"2026-07-23T06:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/uncategorized\/aktuelles-treffen-zeigt-von-der-leyen-und-draghi-treiben-die-machtverlagerung-nach-bruessel-weiter-voran\/"},"modified":"2026-07-23T08:03:13","modified_gmt":"2026-07-23T06:03:13","slug":"aktuelles-treffen-zeigt-von-der-leyen-und-draghi-treiben-die-machtverlagerung-nach-bruessel-weiter-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/uncategorized\/aktuelles-treffen-zeigt-von-der-leyen-und-draghi-treiben-die-machtverlagerung-nach-bruessel-weiter-voran\/","title":{"rendered":"Aktuelles Treffen zeigt: Von der Leyen und Draghi treiben die Machtverlagerung nach Br\u00fcssel weiter voran"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend Europas Wirtschaft schw\u00e4chelt und die geopolitischen Spannungen zunehmen, w\u00e4chst in Br\u00fcssel der Ruf nach einer st\u00e4rkeren Europ\u00e4ischen Union. Das j\u00fcngste <a href=\"https:\/\/www.ansa.it\/europa\/notizie\/rubriche\/altrenews\/2026\/07\/20\/ue-incontro-von-der-leyen-con-draghi-su-competitivita-progressi_e85f475c-eec4-418f-aef5-6f97a7c4c8ca.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.ansa.it\/europa\/notizie\/rubriche\/altrenews\/2026\/07\/20\/ue-incontro-von-der-leyen-con-draghi-su-competitivita-progressi_e85f475c-eec4-418f-aef5-6f97a7c4c8ca.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Treffen<\/a> zwischen EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen und dem fr\u00fcheren EZB-Pr\u00e4sidenten Mario Draghi zeigt deutlich, in welche Richtung die Debatte geht: mehr gemeinsame Finanzierung, mehr gemeinsame Industriepolitik, mehr gemeinsame Verteidigung \u2013 und damit mehr Entscheidungen auf europ\u00e4ischer Ebene.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Offiziell lautet das Ziel, Europas Wettbewerbsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber den USA und China zu st\u00e4rken. Der <a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/topics\/competitiveness\/draghi-report_en\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/commission.europa.eu\/topics\/competitiveness\/draghi-report_en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Draghi-Bericht<\/a> fordert milliardenschwere Investitionen, eine engere Kapitalmarktunion, eine koordinierte Industriepolitik und eine st\u00e4rkere europ\u00e4ische Handlungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritiker sehen darin jedoch weit mehr als ein Wirtschaftsprogramm. Sie warnen davor, dass unter dem Druck von Krisen schrittweise immer mehr Zust\u00e4ndigkeiten von den Mitgliedstaaten nach Br\u00fcssel verlagert werden. Ob Finanzpolitik, Verteidigung, Energie oder Industrie \u2013 Bereiche, die lange als nationale Kernkompetenzen galten, werden zunehmend europ\u00e4isch koordiniert.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade in Krisenzeiten beschleunigt sich dieser Prozess. Jede neue Herausforderung scheint weitere gemeinsame Instrumente, zus\u00e4tzliche Kompetenzen und neue Finanzierungsmechanismen auf EU-Ebene zu rechtfertigen. Aus Sicht der Bef\u00fcrworter ist das notwendig, um Europa handlungsf\u00e4higer zu machen. Kritiker sprechen dagegen von einer schleichenden Zentralisierung, bei der die politische Entscheidungsgewalt zunehmend von den Nationalstaaten auf die EU-Institutionen \u00fcbergeht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Treffen zwischen von der Leyen und Draghi steht daher symbolisch f\u00fcr eine Grundsatzfrage, die Europa in den kommenden Jahren pr\u00e4gen d\u00fcrfte: Soll die Europ\u00e4ische Union zu einer immer enger integrierten politischen und wirtschaftlichen Union werden \u2013 oder m\u00fcssen nationale Parlamente und Regierungen ihre Entscheidungshoheit st\u00e4rker bewahren?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines l\u00e4sst sich bereits heute beobachten: Die gro\u00dfen Antworten aus Br\u00fcssel setzen immer h\u00e4ufiger auf gemeinsame Finanzierung, gemeinsame Strategien und gemeinsame Steuerung. F\u00fcr die einen ist das der notwendige Weg zu einem handlungsf\u00e4higen Europa. F\u00fcr die anderen ist es ein weiterer Schritt hin zu einer EU, in der zentrale Entscheidungen zunehmend auf europ\u00e4ischer statt auf nationaler Ebene getroffen werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Martin Armstrong <a href=\"https:\/\/www.armstrongeconomics.com\/international-news\/europes-current-economy\/von-der-leyen-and-draghi-plot-more-centralization-to-save-europe\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.armstrongeconomics.com\/international-news\/europes-current-economy\/von-der-leyen-and-draghi-plot-more-centralization-to-save-europe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">schreibt<\/a> dazu:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Von der Leyen und Draghi retten die Wettbewerbsf\u00e4higkeit Europas nicht. Sie versuchen vielmehr, die zentralistische politische Struktur zu erhalten, die sie zerst\u00f6rt hat. Europa wurde von seinen Menschen und seinen vielf\u00e4ltigen Nationen aufgebaut. Es wird von B\u00fcrokraten auseinandergenommen, die ernsthaft glauben, Wohlstand k\u00f6nne durch einen Zeitplan geschaffen werden, auf den sich drei EU-Institutionen bei einem Mittagessen in Br\u00fcssel geeinigt haben. Das sind keine Wirtschaftsarchitekten. Das sind Bestatter, die dar\u00fcber diskutieren, wie die Beerdigung finanziert werden soll.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend Europas Wirtschaft schw\u00e4chelt und die geopolitischen Spannungen zunehmen, w\u00e4chst in Br\u00fcssel der Ruf nach einer st\u00e4rkeren Europ\u00e4ischen Union. 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