{"id":14770,"date":"2026-07-23T13:02:04","date_gmt":"2026-07-23T11:02:04","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/wirtschaft\/commerzbank-unicredit-bereitet-die-machuebernahme-vor-38001828-html\/"},"modified":"2026-07-23T13:02:04","modified_gmt":"2026-07-23T11:02:04","slug":"commerzbank-unicredit-bereitet-die-machuebernahme-vor-38001828-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/wirtschaft\/commerzbank-unicredit-bereitet-die-machuebernahme-vor-38001828-html\/","title":{"rendered":"\u00dcbernahmekampf: Unicredit bereitet die Mach\u00fcbernahme bei der Commerzbank vor"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Die italienische Unicredit steht kurz davor, die Kontrolle bei der Commerzbank zu \u00fcbernehmen \u2013 wom\u00f6glich schon im vierten Quartal. Vorher muss die EZB dem Vollzug noch zustimmen<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"rtf-content-wrapper\">\n<p>Die italienische Gro\u00dfbank Unicredit stellt sich auf eine baldige Kontroll\u00fcbernahme bei der Frankfurter Commerzbank ein. Die Genehmigungen der Aufsicht f\u00fcr das vor wenigen Wochen abgelaufene \u00dcbernahmeangebot k\u00f6nnten bereits im vierten Quartal erfolgen, teilte die Unicredit in einer Pr\u00e4sentation zu ihren Halbjahreszahlen in Mailand mit. \u201eDie Commerzbank entwickelt sich von einer attraktiven Finanzbeteiligung zu einer strategischen Transaktion mit substanziellem industriellen Wert durch die Umsetzung unserer bew\u00e4hrten Blaupause\u201c, hei\u00dft es in der Pr\u00e4sentation.<\/p>\n<p>Die EZB muss allerdings dem Vollzug noch zustimmen. Die Italiener wollen dann versuchen, die Kontrolle \u00fcber die Commerzbank durchzusetzen und ihre Strategiepl\u00e4ne \u201ekurz danach\u201c zu verwirklichen. Um dies zu erreichen, werde sie \u2013 falls n\u00f6tig \u2013 eine au\u00dferordentliche Hauptversammlung einberufen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Orcel hatte seine strategischen Pl\u00e4ne im April vorgestellt. Er will der Commerzbank das eigene Gesch\u00e4ftsmodell \u00fcberst\u00fclpen. Das war sowohl beim Vorstand als auch beim Betriebsrat des Frankfurter Geldhauses, auf erbitterten Widerstand gesto\u00dfen und zog auch Kritik der Bundesregierung auf sich. Trotzdem sicherten sich die Italiener mit einem Tauschangebot fast die H\u00e4lfte der Commerzbank-Anteile.<\/p>\n<h2>Bundesregierung will nicht \u00fcber Commerzbank-\u00dcbernahme verhandeln<\/h2>\n<p>Die Unicredit hatte <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.capital.de\/geld-versicherungen\/commerzbank-uebernahme--unicredit-ist-am-ziel-angekommen-37822864.html?utm_medium=standard&amp;utm_source=rss\" title=\"\u00dcbernahmeschlacht: Unicredit hat die Commerzbank im Griff\">mit einem freiwilligen \u00dcbernahmeangebot <\/a>bis Anfang Juli weitere rund 17,6 Prozent der Commerzbank-Papiere an Land gezogen. Zusammen mit den 26,77 Prozent, die die Unicredit schon zuvor hielt, steigt der Anteil damit rechnerisch auf 44,37 Prozent. Zudem haben die Italiener \u00fcber Kaufoptionen Zugriff auf weitere 3,22 Prozent der Commerzbank-Aktien und k\u00f6nnten so auf 47,59 Prozent aufstocken. Dem muss aber noch die Europ\u00e4ische Zentralbank als Aufsichtsbeh\u00f6rde zustimmen.<\/p>\n<p>Unicredit erkl\u00e4rte, man wolle sich konstruktiv mit der Bundesregierung, den Arbeitnehmervertretern und der F\u00fchrung der polnischen Commerzbank-Tochter mBank ins Benehmen setzen. Die Bundesregierung zeigte jedoch keine Bereitschaft zu Verhandlungen mit der Unicredit. \u201eEs ist jetzt Sache der beiden Banken, miteinander zu sprechen\u201c, sagte ein Sprecher des SPD-gef\u00fchrten Finanzministeriums am Donnerstag. \u201eEs ist aber auch klar, dass wir aggressives Vorgehen der Unicredit weiter ablehnen und weiterhin im Sinne des deutschen Mittelstands, des Finanzstandorts Frankfurt und der Besch\u00e4ftigten handeln.\u201c<\/p>\n<\/p>\n<p>Auch die Arbeitnehmervertreter schlugen das Gespr\u00e4chsangebot Orcels aus. \u201eWenn wir Betriebsr\u00e4te hier als Verhandlungspartner genannt werden, liegt die Unicredit leider falsch\u201c, sagte Commerzbank-Betriebsratschef Sascha Uebel der Nachrichtenagentur Reuters. \u201eNach Gesellschaftsrecht entscheidet das Management, was in einer Firma passiert. Gespr\u00e4che mit dem Konzernbetriebsrat f\u00fchren immer \u00fcber das zust\u00e4ndige Management. Ich bitte h\u00f6flich darum, das zu respektieren.\u201c<\/p>\n<h2>Uncredit hebt Gewinnziele an<\/h2>\n<p>Die Auswirkungen einer Commerzbank-\u00dcbernahme auf die Bilanz von Unicredit w\u00fcrden offenbar geringer ausfallen als gedacht. Die Mail\u00e4nder Gro\u00dfbank rechne f\u00fcr diesen Fall mit einer harten Kernkapitalquote von rund 13 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als ohne die Commerzbank. Bisher hatte Orcel von einem Negativ-Effekt von rund 2,8 Prozentpunkten gesprochen, wenn Unicredit auch f\u00fcr die Risiken der Commerzbank vorsorgen m\u00fcsse. Nun hat die Bank aber einen 4,75 Mrd. Euro schweren Aktienr\u00fcckkauf gekippt. Die \u00dcbernahme werde schon in diesem und den beiden folgenden Jahren zu einem zweistelligen Gewinnwachstum f\u00fchren.<\/p>\n<p>Zugleich schraubte die Unicredit ihre Gewinnziele noch etwas weiter nach oben. Im laufenden Jahr soll der \u00dcberschuss auf \u201edeutlich\u201c mehr als 11 Mrd. Euro steigen, teilte das Geldhaus weiter mit. Bisher war von \u201emindestens\u201c 11 Mrd. Euro die Rede gewesen. Im Jahr 2028 sollen es nun \u201edeutlich\u201c \u00fcber 13 Milliarden und im Jahr 2030 \u201edeutlich\u201c \u00fcber 15 Mrd. Euro sein. Dabei seien die Ergebnisse der Commerzbank noch nicht zu hundert Prozent eingerechnet. Im zweiten Quartal verdiente die Unicredit mit gut 2,9 Mrd. Euro zwar rund zehn Prozent weniger als ein Jahr zuvor, aber mehr als von Analysten im Schnitt erwartet.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Die italienische Unicredit steht kurz davor, die Kontrolle bei der Commerzbank zu \u00fcbernehmen \u2013 wom\u00f6glich schon im vierten Quartal. 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