{"id":15324,"date":"2026-07-27T17:03:05","date_gmt":"2026-07-27T15:03:05","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/schweiz-in-der-hitze-falle-ab-dienstag-40-grad-so-bereiten-sich-behoerden-und-bevoelkerung-vor\/"},"modified":"2026-07-27T17:03:05","modified_gmt":"2026-07-27T15:03:05","slug":"schweiz-in-der-hitze-falle-ab-dienstag-40-grad-so-bereiten-sich-behoerden-und-bevoelkerung-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/schweiz-in-der-hitze-falle-ab-dienstag-40-grad-so-bereiten-sich-behoerden-und-bevoelkerung-vor\/","title":{"rendered":"Schweiz in der Hitze-Falle: Ab Dienstag 40 Grad \u2013 so bereiten sich Beh\u00f6rden und Bev\u00f6lkerung vor"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Die vierte Hitzewelle des Sommers 2026 rollt ab Dienstag \u00fcber die Schweiz. Temperaturen von 38 bis nahezu 40 Grad werden erwartet \u2013 und das auf ausged\u00f6rrtem Boden. Der Rhein f\u00fchrt so wenig Wasser wie seit Jahren nicht, die Waldbrandgefahr ist hoch, und in weiten Teilen des Landes gelten bereits strikte Feuer- und Grillverbote.<\/p>\n<p>Umweltminister Albert R\u00f6sti wehrt sich gegen den Vorwurf, der Bund habe die Entwicklung untersch\u00e4tzt. Die aktuelle Lage zeigt jedoch, dass die bestehenden Ma\u00dfnahmen nicht ausreichen, um mit immer h\u00e4ufigeren Extremperioden umzugehen.<\/p>\n<p>Laut aktuellen Prognosen von <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.meteoschweiz.admin.ch\/#tab=forecast-map\">MeteoSchweiz<\/a> und privaten Wetterdiensten steigen die Temperaturen ab Dienstag verbreitet \u00fcber die 31-Grad-Marke. Am Donnerstag k\u00f6nnten Basel und Genf die Marke von 39 bis 40 Grad erreichen. Die N\u00e4chte bleiben warm, die B\u00f6den sind bereits stark ausgetrocknet. Gewitter der vergangenen Tage haben lokal etwas Entspannung gebracht, aber keine nachhaltige Erholung der Wasserreserven.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/6a67598f48fbef05fe555769.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:jLuy.ada\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/6a67598f48fbef05fe555769.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/6a67598f48fbef05fe555769.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:jLuy.ada\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/6a67598f48fbef05fe555769.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Hitzewelle in der Schweiz: Umweltminister und Bundesrat Albert R\u00f6sti warnt vor Panikmache.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">dieBildmanufaktur.ch<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Legion-media.ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Folgen der Trockenheit zeigen sich entlang des Rheins besonders deutlich: freigelegte Kiesb\u00e4nke, eingeschr\u00e4nkte Schifffahrt, reduzierte Stromproduktion an Laufkraftwerken und sinkende Pegelst\u00e4nde in Seen. Schweizer Medien haben \u00fcber diese Entwicklung in den vergangenen Tagen intensiv berichtet. Nun hat sich Bundesrat Albert R\u00f6sti zu den Vorw\u00fcrfen ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Der Umweltminister weist den Vorwurf zur\u00fcck, der Bund habe die Trockenheit verschlafen.<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8222;Man darf und soll die Natur nie untersch\u00e4tzen&#8220;<\/em>, sagte er.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Der Bund verf\u00fcge \u00fcber Strategien, Fachst\u00e4be und ein Trockenheitsmonitoring. Konkrete Ma\u00dfnahmen wie Feuerverbote l\u00e4gen jedoch in der Verantwortung der Kantone und Gemeinden \u2013 und das sei richtig so, weil die Situationen regional stark unterschiedlich seien.<\/p>\n<p>R\u00f6sti pl\u00e4diert f\u00fcr ein dreistufiges Vorgehen, bei dem Risikogebiete identifiziert, Bewirtschaftungspl\u00e4ne f\u00fcr die Wasserressourcen erarbeitet und Notfallpl\u00e4ne bereitgehalten werden. Speicher allein reichten nicht aus. Entscheidend sei die Senkung des Wasserbedarfs durch effizientere Bew\u00e4sserung, trockenheitsresistentere Kulturpflanzen und eine standortangepasste Landwirtschaft. Trinkwasser habe dabei immer Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p>Zur Stromversorgung gibt sich der Bundesrat beruhigt. Die Eidgen\u00f6ssische Elektrizit\u00e4tskommission beurteile die Versorgungssicherheit f\u00fcr den kommenden Winter trotz tieferer Speicherseen als gew\u00e4hrleistet. Der hohe europ\u00e4ische Gaspreis wirke derzeit st\u00e4rker auf die Versorgungssicherheit als die inl\u00e4ndische Hydro- und Kernkraftproduktion \u2013 eine Folge des Iran-Konflikts und der blockierten Stra\u00dfe von Hormus.<\/p>\n<p>In praktisch allen Kantonen gelten Einschr\u00e4nkungen oder komplette Verbote f\u00fcr offene Feuer, Holzkohlegrills und private Feuerwerke. St\u00e4dte wie Z\u00fcrich und Winterthur haben allgemeine Feuerverbote im Freien erlassen. Viele Kantone, darunter Bern, Luzern, Solothurn und Thurgau, haben kantonale Feuerwerksverbote verh\u00e4ngt. Diese Ma\u00dfnahmen werden voraussichtlich auch \u00fcber den 1. August hinaus gelten.<\/p>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Mit den Feuerverboten reagiert die Schweiz zwar auf die akute Gefahr\u00a0\u2012 doch sie machen zugleich deutlich, dass das eigentliche Problem tiefer reicht. Die Wasserknappheit ist l\u00e4ngst keine vor\u00fcbergehende Erscheinung mehr, sondern Teil einer Entwicklung, die sich seit dem Winter 2025 immer deutlicher abzeichnet.<\/p>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Die Schweiz gilt traditionell als Wasserschloss Europas. Diese Rolle wird allerdings zunehmend infrage gestellt. \u00dcber Rhein, Rhone und Ticino flie\u00dft weniger Wasser ins Ausland, w\u00e4hrend Landwirtschaft und Bergregionen die Folgen sp\u00fcren. Die Ertr\u00e4ge gehen zur\u00fcck, und die Alpsaison verk\u00fcrzt sich. R\u00f6sti betont, dass die Nachbarl\u00e4nder die klimatischen Ursachen anerkennen und die Zusammenarbeit funktioniere.\u00a0Zudem steigt der Druck, die eigenen Wasserressourcen sorgf\u00e4ltiger zu nutzen und langfristig zu sichern.<\/p>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Besonders betroffen ist die Landwirtschaft. Der Bundesrat arbeitet an einem Gesetz, das neue Z\u00fcchtungstechnologien erleichtern und damit die Entwicklung widerstandsf\u00e4higerer Sorten beschleunigen soll. Ob dies jedoch gen\u00fcgt, ist ungewiss.\u00a0<\/p>\n<p>Die ab morgen einsetzende Hitzewelle wird den Druck auf die Wasserressourcen weiter erh\u00f6hen. Die Feuerverbote bleiben in Kraft, die Rheinschifffahrt ist weiterhin eingeschr\u00e4nkt, und Landwirte m\u00fcssen mit zus\u00e4tzlichen Ertragseinbu\u00dfen rechnen. R\u00f6sti verweist auf die f\u00f6derale Aufgabenteilung. Der Bund beobachtet die Situation und stimmt die Ma\u00dfnahmen ab, w\u00e4hrend die Kantone vor Ort handeln. Langfristig m\u00fcsse der Wasserbedarf sinken.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2012\u00a0<a href=\"https:\/\/freedert.online\/schweiz\/200434-schweizer-geheimdienst-ueberwacht-journalisten-statt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Seltsame Priorit\u00e4ten: Schweizer Geheimdienst \u00fcberwacht Journalisten statt IS-Extremisten<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7b5bhg\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vierte Hitzewelle des Sommers 2026 rollt ab Dienstag \u00fcber die Schweiz. Temperaturen von 38 bis nahezu 40 Grad werden erwartet \u2013 und das auf ausged\u00f6rrtem Boden. 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