{"id":15723,"date":"2026-07-30T12:08:05","date_gmt":"2026-07-30T10:08:05","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/vom-ende-der-hegemonie-zur-transformation-der-macht-von-wolfgang-effenberger\/"},"modified":"2026-07-30T12:08:05","modified_gmt":"2026-07-30T10:08:05","slug":"vom-ende-der-hegemonie-zur-transformation-der-macht-von-wolfgang-effenberger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/vom-ende-der-hegemonie-zur-transformation-der-macht-von-wolfgang-effenberger\/","title":{"rendered":"Vom Ende der Hegemonie zur Transformation der Macht | Von Wolfgang Effenberger"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><strong>Eine kritische Antwort auf Fareed Zakaria<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Wolfgang Effenberger<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Ende Juli 2026 ver\u00f6ffentlichte die Redaktion der Hauspostille des Council of Foreign Relations &#8222;Foreign Affairs&#8220; mit einem redaktionellen Vorspann noch einmal den Essay von Fareed Zakaria aus dem Jahr 2019:<em> &#8222;The Self-Destruction of American Power &#8211; <\/em><a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/link.foreignaffairs.com\/click\/46715716.462335\/aHR0cHM6Ly93d3cuZm9yZWlnbmFmZmFpcnMuY29tL3VuaXRlZC1zdGF0ZXMvc2VsZi1kZXN0cnVjdGlvbi1hbWVyaWNhbi1wb3dlcj9zPUVVWlpaMDA2WlgmdXRtX21lZGl1bT1uZXdzbGV0dGVycyZ1dG1fc291cmNlPXN1bW1lcl9yZWFkcyZ1dG1fY2FtcGFpZ249TkVXU19TdW1tZXIlMjBSZWFkc18wNzI2MjZfVGhlJTIwU2VsZi1EZXN0cnVjdGlvbiUyMG9mJTIwQW1lcmljYW4lMjBQb3dlciZ1dG1fY29udGVudD0yMDI2MDcyNiZ1dG1fdGVybT1FVVpaWjAwNlpY\/63ad4ba1097cf861d608c1e3E7b91f538?ref=apolut.net\"><em>Washington Squandered the Unipolar Moment<\/em><\/a><em>&#8222;. (2)<\/em><\/p>\n<p>Die Tatsache, dass <em>Foreign Affairs<\/em> einen sieben Jahre alten Essay im Sommer 2026 erneut hervorhebt, ist wahrscheinlich kein Zufall.<\/p>\n<p>Fareed Zakarias Essay \u201eDer selbstverschuldete Niedergang amerikanischer Macht \u2013Washington verspielte den unipolaren Moment.\u201c (2019) ist eine hinterfragensw\u00fcrdige Bestandsaufnahme der amerikanischen Au\u00dfenpolitik nach dem Kalten Krieg. Zakarias Analyse unterscheidet sich von neokonservativen Positionen, weil sie die Fehler Washingtons offen benennt. Gleichzeitig bleibt sie in wesentlichen Punkten innerhalb des Paradigmas des amerikanischen Liberal-Internationalismus.<\/p>\n<p>F\u00fcr Zakaria spielt der Aufstieg neuer Herausforderer \u2013 allen voran Chinas \u2013zweifellos eine wichtige Rolle. Daneben sieht er die eigene \u201eimperiale \u00dcberdehnung\u201c der Vereinigten Staaten, besonders im Irak. Der gr\u00f6\u00dfte Fehler Washingtons in dieser Zeit sei jedoch gewesen, so Zakaria, \u201eeinfach nicht mehr aufmerksam zu sein\u201c. Ausgerechnet in dem Moment, als das seit Langem verfolgte Ziel der Vereinigten Staaten, \u201edie Welt zu transformieren\u201c, erreichbarer schien als je zuvor, scheuten die Amerikaner vor dem Engagement zur\u00fcck, das eine solche Transformation tats\u00e4chlich erfordert h\u00e4tte. Washington habe h\u00e4ufig eher wie \u201eein wohlwollender Beobachter aus der Ferne als wie eine engagierte Supermacht\u201c gehandelt.<\/p>\n<p>H\u00e4tten die Vereinigten Staaten, so argumentiert Zakaria, \u201eihre umfassenderen Interessen und Ideen konsequenter verfolgt, h\u00e4tten sie ihren Einfluss noch jahrzehntelang bewahren k\u00f6nnen \u2013 wenn auch in einer anderen Form\u201c. Heute sei es jedoch zu sp\u00e4t, die amerikanische Vormachtstellung in ihrer fr\u00fcheren Gestalt wiederherzustellen. \u201eDie entscheidende Frage ist nun\u201c, schreibt Zakaria, \u201eob mit dem Schwinden amerikanischer Macht das von den Vereinigten Staaten geschaffene internationale System \u2013 seine Regeln, Normen und Werte \u2013 noch Bestand haben wird. Oder wird Amerika auch den Niedergang seines Ideenreiches mit ansehen m\u00fcssen?\u201c<\/p>\n<p>Aus einer kritischen Perspektive ergeben sich mehrere Einw\u00e4nde.<\/p>\n<p><strong>Die zentrale Pr\u00e4misse bleibt unhinterfragt<\/strong><\/p>\n<p>Zakaria geht selbstverst\u00e4ndlich davon aus, dass die USA nach 1991 eine historische Chance besa\u00dfen, die Welt dauerhaft nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Er bedauert, dass Washington diese Gelegenheit nicht konsequent genug genutzt habe.<\/p>\n<p>Er stellt nicht die Legitimit\u00e4t eines globalen F\u00fchrungsanspruchs infrage, sondern lediglich dessen mangelhafte Umsetzung. Die entscheidende Frage lautet jedoch:<\/p>\n<p>Wer hat den Vereinigten Staaten \u00fcberhaupt das Mandat gegeben, die Welt politisch, wirtschaftlich und milit\u00e4risch zu transformieren?<\/p>\n<p>Aus Sicht des V\u00f6lkerrechts existiert ein solches Mandat nicht. Die UN-Charta basiert auf der souver\u00e4nen Gleichheit aller Staaten und nicht auf dem F\u00fchrungsanspruch einer einzelnen Macht.<\/p>\n<p><strong>Transformation erscheint als positives Projekt<\/strong><\/p>\n<p>Zakaria beschreibt die amerikanische Nachkriegsordnung als eine Ordnung von<\/p>\n<ul>\n<li>Regeln,<\/li>\n<li>Normen,<\/li>\n<li>Werten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Darstellung blendet jedoch aus, dass viele Staaten diese Ordnung keineswegs freiwillig akzeptierten. Gerade in<\/p>\n<ul>\n<li>Jugoslawien,<\/li>\n<li>Afghanistan,<\/li>\n<li>Irak,<\/li>\n<li>Libyen,<\/li>\n<li>Syrien<\/li>\n<\/ul>\n<p>wurde amerikanische Macht vielfach milit\u00e4risch durchgesetzt.<\/p>\n<p>F\u00fcr zahlreiche Staaten des Globalen S\u00fcdens bedeutete die sogenannte &#8222;regelbasierte Ordnung&#8220; daher nicht nur Wohlstand und Stabilit\u00e4t, sondern ebenso<\/p>\n<ul>\n<li>Sanktionen,<\/li>\n<li>Regimewechsel,<\/li>\n<li>milit\u00e4rische Interventionen,<\/li>\n<li>wirtschaftlichen Druck.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Perspektive fehlt bei Zakaria nahezu vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p><strong>Der Irakkrieg erscheint als Ausnahme statt als Symptom<\/strong><\/p>\n<p>Zakaria nennt den Irakkrieg als Beispiel imperialer \u00dcberdehnung.<\/p>\n<p>Das greift jedoch zu kurz. Der Irakkrieg war kein einzelner Fehltritt, sondern Ausdruck einer strategischen Entwicklung, die bereits in den 1990er Jahren sichtbar wurde.<\/p>\n<p>Hierzu geh\u00f6ren beispielsweise die Erweiterung der NATO, Interventionen ohne UN-Mandat, die Wolfowitz-Doktrin sowie die Vorstellung einer dauerhaft unipolaren Weltordnung.<\/p>\n<p>Aus dieser Sicht war der Irakkrieg weniger ein Ausrutscher als vielmehr die konsequente Umsetzung eines bereits vorhandenen strategischen Denkens.<\/p>\n<p><strong>Die Konkurrenz Chinas wird untersch\u00e4tzt<\/strong><\/p>\n<p>Zakaria erkennt zwar den Aufstieg Chinas als wesentlichen Faktor an, behandelt ihn jedoch \u00fcberwiegend als \u00e4u\u00dfere Herausforderung.<\/p>\n<p>Dabei entstand der wirtschaftliche Aufstieg Chinas auch deshalb, weil amerikanische Unternehmen ihre Produktion dorthin verlagerten, Washington jahrzehntelang von billigen Importen profitierte und die Globalisierung erhebliche Technologietransfers erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p>Der Aufstieg Chinas war somit nicht lediglich ein externer Schock, sondern auch eine Folge amerikanischer Wirtschaftsstrategien.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Der Begriff der Hegemonie bleibt positiv besetzt<\/strong><\/p>\n<p>Zakaria verwendet den Begriff amerikanischer F\u00fchrung \u00fcberwiegend normativ: Kann Amerika seine F\u00fchrungsrolle bewahren?<\/p>\n<p>Eine alternative Fragestellung w\u00e4re jedoch: Ist eine stabile Weltordnung \u00fcberhaupt dauerhaft mit der Dominanz einer einzigen Gro\u00dfmacht vereinbar?<\/p>\n<p>Viele internationale Beziehungen sprechen eher daf\u00fcr, dass Machtkonzentrationen regelm\u00e4\u00dfig Gegenkoalitionen hervorrufen \u2013 ein Gedanke, der sich bereits bei Thukydides und sp\u00e4ter in der klassischen Gleichgewichtspolitik Europas findet.<\/p>\n<p><strong>Multipolarit\u00e4t erscheint lediglich als Problem<\/strong><\/p>\n<p>Zakaria betrachtet das Ende der amerikanischen Vorherrschaft vor allem als Verlust.<\/p>\n<p>Aus Sicht vieler Staaten stellt die heutige Entwicklung jedoch eine gr\u00f6\u00dfere au\u00dfenpolitische Handlungsfreiheit dar.<\/p>\n<p>Organisationen wie BRICS, die Shanghai Cooperation Organisation und regionale Entwicklungsbanken werden von zahlreichen L\u00e4ndern als Alternativen zur westlich dominierten Ordnung verstanden. Ob diese neue Multipolarit\u00e4t tats\u00e4chlich stabiler wird, bleibt offen. Sie ist jedoch nicht zwangsl\u00e4ufig nur Ausdruck amerikanischen Niedergangs.<\/p>\n<p><strong>Die Rolle innenpolitischer Faktoren<\/strong><\/p>\n<p>Zakaria spricht vom amerikanischen &#8222;Nachlassen der Aufmerksamkeit&#8220;.<\/p>\n<p>Weniger ber\u00fccksichtigt werden strukturelle Ursachen:<\/p>\n<ul>\n<li>enorme Staatsverschuldung,<\/li>\n<li>Deindustrialisierung,<\/li>\n<li>politische Polarisierung,<\/li>\n<li>sinkendes Vertrauen in staatliche Institutionen,<\/li>\n<li>soziale Ungleichheit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Entwicklungen begrenzen den au\u00dfenpolitischen Handlungsspielraum mindestens ebenso stark wie geopolitische Konkurrenz.<\/p>\n<p><strong>Aus Zakarias Essay lassen sich zwei Thesen ableiten<\/strong>:<\/p>\n<ol>\n<li>Die amerikanische Hegemonie ist gestorben.<\/li>\n<li>Washington hat diesen Niedergang wesentlich dadurch beschleunigt, dass es nach 1991 strategisch unaufmerksam geworden sei.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Diese beiden Aussagen sind unterschiedlich zu bewerten.<\/p>\n<p>Die erste These \u2013 der relative Verlust der unipolaren Vormachtstellung \u2013 wird durch die Entwicklungen seit 2019 eher best\u00e4tigt. Selbst viele Vertreter des au\u00dfenpolitischen Establishments sprechen heute von einer multipolaren oder zumindest st\u00e4rker umk\u00e4mpften Welt.<\/p>\n<p><strong>Die zweite These ist hingegen angreifbar.<\/strong><\/p>\n<p>Zakaria behauptet sinngem\u00e4\u00df, Washington habe noch nach dem Ende des Kalten Krieges \u201eeinfach aufgeh\u00f6rt, aufmerksam zu sein\u201c (<em>&#8222;simply stop paying attention&#8220;<\/em>). Dem l\u00e4sst sich entgegenhalten, dass die US-Regierung bereits unmittelbar nach dem Zusammenbruch der bipolaren Ordnung begann, \u00fcber die zuk\u00fcnftige internationale Ordnung nachzudenken und diese politisch zu gestalten.<\/p>\n<p>Bereits am 11. September 1990 formulierte Pr\u00e4sident George H. W. Bush vor dem US-Kongress das Ziel einer \u201eNew World Order\u201c. Er erkl\u00e4rte, aus den Umbr\u00fcchen nach dem Ende des Kalten Krieges k\u00f6nne eine neue internationale Ordnung entstehen, in der die Vereinigten Staaten gemeinsam mit den Vereinten Nationen eine f\u00fchrende Rolle \u00fcbernehmen. Unabh\u00e4ngig von der Bewertung dieses Konzepts zeigt die Rede, dass Washington die Gestaltung der Nachkriegsordnung fr\u00fchzeitig als strategische Aufgabe verstand. Vor diesem Hintergrund erscheint die Behauptung, die USA h\u00e4tten nach dem Kalten Krieg ihre strategische Aufmerksamkeit verloren, historisch nur eingeschr\u00e4nkt \u00fcberzeugend.<\/p>\n<p>Die strategische Aufmerksamkeit der USA findet sich \u2013 wenn auch unter ver\u00e4nderten Vorzeichen \u2013 in zahlreichen sicherheits- und verteidigungspolitischen Dokumenten wieder, darunter die nationale strategische Sicherheitsplanung von Bushs Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz<\/p>\n<p>Die Defense Planning Guidance 1992 (Wolfowitz-Doktrin) formuliert das strategische Ziel: nach dem Ende des Kalten Krieges die Entstehung eines rivalisierenden Machtzentrums zu verhindern und die milit\u00e4rische F\u00fchrungsrolle der USA zu sichern.<\/p>\n<p>Die strategische Linie l\u00e4sst sich von der Defense Planning Guidance bis in die Zukunftskonzepte des US-Heeres verfolgen. W\u00e4hrend die Wolfowitz-Planung das geopolitische Ziel formulierte, die globale F\u00fchrungsrolle der Vereinigten Staaten zu sichern und das Entstehen eines gleichrangigen Rivalen zu verhindern, \u00fcberf\u00fchrte TRADOC 525-5 Force XXI Operations (1994) \u2013 <em>A Concept for the Evolution of Full-Dimensional Operations for the Strategic Army of the Early Twenty-First Century<\/em> (3) diese Vorgaben in ein milit\u00e4risch-operatives Konzept. Es beschreibt, wie die US Army k\u00fcnftig in einem gesamten Spektrum von &#8222;War and Operations Other Than War&#8220; (OOTW) operieren soll.<\/p>\n<p>Das Konzept versteht milit\u00e4rische Eins\u00e4tze als Dynamik vom Aufruhr (insurgency\/unrest), \u00fcber Krise, Konflikt und Krieg und fordert eine Streitkraft, die in allen Eskalationsstufen handlungsf\u00e4hig bleibt. Das Dokument spricht von Full-Dimensional Operations als Leitidee f\u00fcr die Streitkr\u00e4fte des 21. Jahrhunderts.<sup> <\/sup>(4)<\/p>\n<p>Mit dem Prinzip der Transition beschreibt es einen flie\u00dfenden \u00dcbergang von Other Operations Than War (OOTW) \u00fcber Krise zum Krieg.<\/p>\n<p>Die Abbildung \u201eA Dynamic New Era \u2013 A World in Transition\u201c beschreibt den \u00dcbergang von der Industriegesellschaft des 20. Jahrhunderts zur Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts als eine tiefgreifende globale Umbruchphase. Die Zeit von 1990 bis 2010 wird als \u201eJahrzehnte des \u00dcbergangs\u201c dargestellt, in denen die Welt von Unruhe, Krisen, Konflikten und Kriegen gepr\u00e4gt ist. Diese Instabilit\u00e4t erscheint nicht als Ausnahme, sondern als typisches Merkmal einer historischen Transformationsphase.<\/p>\n<p>Die Dynamik Aufruhr-Krise-Konflikt-Krieg kann dabei auch als geopolitischer Werkzeugkasten gesehen werden (Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Ukraine)<\/p>\n<p><strong>Als treibende Kr\u00e4fte dieses Wandels nennt die Grafik zwei Faktoren:<\/strong><\/p>\n<p>eine geostrategische Neuordnung der Welt sowie den rasanten technologischen Fortschritt. Diese Entwicklungen ver\u00e4ndern nach der Darstellung die internationalen Machtverh\u00e4ltnisse grundlegend und schaffen neue politische, wirtschaftliche und milit\u00e4rische Herausforderungen.<\/p>\n<p>Die Abbildung stellt zugleich einen Kontrast zwischen Vergangenheit und Zukunft her. Das 20. Jahrhundert wird als Zeitalter konkurrierender Ideologien, Weltkriege und strategischer Konfrontationen charakterisiert. Demgegen\u00fcber wird f\u00fcr das 21. Jahrhundert die Vision einer neuen Epoche formuliert, die durch gemeinsames Verst\u00e4ndnis mittels Informationstechnologie und m\u00f6glicherweise durch eine Phase relativen Friedens gepr\u00e4gt sein k\u00f6nnte. Das Fragezeichen (\u201eA new era of relative peace?\u201c) macht jedoch deutlich, dass diese Entwicklung nicht als gesichert, sondern als Hoffnung oder Zielvorstellung verstanden wird.<\/p>\n<p>Insgesamt vermittelt die Grafik die Vorstellung, dass die Welt an der Schwelle zu einer neuen historischen Epoche steht, deren Ausgang ma\u00dfgeblich von geopolitischen Ver\u00e4nderungen und technologischer Entwicklung bestimmt wird. Die \u00dcbergangszeit wird als unvermeidlich konfliktreich beschrieben, w\u00e4hrend langfristig die M\u00f6glichkeit einer stabileren internationalen Ordnung in Aussicht gestellt wird.<\/p>\n<p>Der Begriff &#8220; Operations Other Than War (OOTW)&#8220; stammt urspr\u00fcnglich aus der US-Milit\u00e4rdoktrin der 1990er Jahre (insbesondere Joint Publication 3-07).<\/p>\n<p>Die Abbildung \u201eOperating Environment and Missions of U.S. Forces\u201c veranschaulicht das Einsatzspektrum der US-Streitkr\u00e4fte im 21. Jahrhundert. Sie macht deutlich, dass die amerikanischen Streitkr\u00e4fte nicht mehr ausschlie\u00dflich f\u00fcr den klassischen Krieg gegen einen gleichwertigen Gegner vorgesehen sind, sondern f\u00fcr ein breites Spektrum milit\u00e4rischer und nichtmilit\u00e4rischer Aufgaben. Im Zentrum der Darstellung stehen die \u201e21st Century Army Capabilities\u201c, also F\u00e4higkeiten, die in s\u00e4mtlichen Einsatzarten flexibel eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Grafik unterscheidet drei \u00fcberlappende Einsatzbereiche:<\/p>\n<ul>\n<li>Operations Other Than War (OOTW) \u2013 Eins\u00e4tze au\u00dferhalb des klassischen Krieges, etwa Friedensmissionen, Katastrophenhilfe, Terrorismusbek\u00e4mpfung, Aufstandsbek\u00e4mpfung (Counterinsurgency), Evakuierungsoperationen, R\u00fcstungskontrolle, Umwelteins\u00e4tze oder zivile Unterst\u00fctzung.<\/li>\n<li>MRC (Major Regional Contingencies) \u2013 regionale milit\u00e4rische Konflikte, die beispielsweise Schl\u00e4ge gegen milit\u00e4rische Ziele (Strikes), Kommandooperationen (Raids), Machtdemonstrationen (Shows of Force) oder gemeinsame Kampfeins\u00e4tze umfassen.<\/li>\n<li>General War \u2013 der gro\u00df angelegte Krieg mit Mobilisierung der Streitkr\u00e4fte, strategischen Angriffen und Verteidigungsoperationen sowie umfangreichen milit\u00e4rischen Kampagnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Man kann hier gut erkennen, dass OOTW auch als Einstieg dient, ein Land in einen beabsichtigten Konflikt zu f\u00fchren im Sinne von Hegemonieinteressen.<\/p>\n<p>Die \u00dcberschneidungen der drei Bereiche zeigen, dass moderne Streitkr\u00e4fte gleichzeitig F\u00e4higkeiten f\u00fcr unterschiedliche Konfliktformen bereithalten m\u00fcssen. Besonders hervorgehoben wird der Bereich LRC (Lesser Regional Conflict), der zwischen regionalen Krisen und gr\u00f6\u00dferen milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen angesiedelt ist. Daraus wird ersichtlich, dass Konflikte flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge aufweisen und sich regionale Krisen zu gr\u00f6\u00dferen Kriegen entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Insgesamt vermittelt die Abbildung das strategische Leitbild einer multifunktionalen und weltweit einsetzbaren Armee, die das gesamte Konfliktspektrum \u2013 von humanit\u00e4ren Hilfsmissionen \u00fcber Stabilisierungseins\u00e4tze bis hin zum umfassenden Krieg \u2013 abdecken soll. Die zentrale Aussage lautet, dass die Streitkr\u00e4fte des 21. Jahrhunderts universell einsetzbar sein und sich flexibel an wechselnde sicherheitspolitische Herausforderungen anpassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf die angestrebte \u201eNew World Order\u201c (Bush sen.) kann man davon ausgehen, dass Konflikt und Kriege die Weichen f\u00fcr eine US-Hegemonie stellen sollen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Wolfowitz die geopolitische Zielsetzung, TRADOC 525-5 formulierte, wurde die milit\u00e4risch-konzeptionellen Instrumente zu ihrer Umsetzung im strategischen Denken von TRADOC 525-5 entwickelt und OOTW als eigenst\u00e4ndiges US-Doktrinkonzept eingebettet.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung setzt sich im September 2014 im TRADOC Pamphlet 525-3-1 <em>Win in a Complex World 2020\u20132040<\/em> fort und findet mit der organisatorischen Transformation zu T2COM im Oktober 2025 ihre institutionelle Fortsetzung.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund scheint weniger ein Mangel an Aufmerksamkeit das Problem gewesen zu sein als vielmehr die Frage, ob die angestrebten Ziele unter den Bedingungen einer sich wandelnden internationalen Machtverteilung \u00fcberhaupt erreichbar waren.<\/p>\n<p><strong>Die historische Linie:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>11. September 1990: George H. W. Bush k\u00fcndigt eine \u201eNew World Order\u201c an.<\/li>\n<li>1991: Ende der Sowjetunion und Beginn des \u201eunipolaren Moments\u201c.<\/li>\n<li>1992: <em>Defense Planning Guidance<\/em> (oft mit Paul Wolfowitz verbunden) formuliert das Ziel, das Entstehen eines neuen gleichrangigen Rivalen zu verhindern.<\/li>\n<li>1994: TRADOC 525-5 <em>Force XXI Operations<\/em> (1994) entwickelte die milit\u00e4risch-konzeptionellen Instrumente zur Umsetzung von Wolfowitz Planungen.<\/li>\n<li>2014: TRADOC 525-3-1 erkennt die R\u00fcckkehr des Gro\u00dfmachtwettbewerbs und entwickelt Konzepte f\u00fcr langfristige Anpassung.<\/li>\n<li>2019: Zakaria interpretiert den relativen Machtverlust vor allem als Folge politischer Fehlentscheidungen.<\/li>\n<li>2025: T2COM verankert den Transformationsansatz organisatorisch.<\/li>\n<li>2026: <em>Foreign Affairs<\/em> ver\u00f6ffentlicht Zakarias Essay erneut.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Damit l\u00e4sst sich Ihre zentrale Kritik pr\u00e4zise formulieren: Nicht mangelnde Aufmerksamkeit kennzeichnete also die amerikanische Strategie nach 1990. Im Gegenteil: Von Bushs \u201eNew World Order\u201c \u00fcber die strategischen Leitdokumente der 1990er Jahre bis zu TRADOC 525-3-1 und T2COM zeigt sich eine bemerkenswerte Kontinuit\u00e4t strategischen Denkens. Die eigentliche Frage ist daher nicht, ob Washington einen langfristigen Plan verfolgte, sondern ob dieser Plan angesichts des Aufstiegs neuer Machtzentren dauerhaft erfolgreich sein konnte.<\/p>\n<p><strong>Bedeutung von TRADOC 525-3-1 und T2COM<\/strong><\/p>\n<p>TRADOC 525-3-1 (2014) zeigt, dass die US Army bereits Jahre vor Zakarias Essay den \u00dcbergang zu einer Welt des langfristigen Gro\u00dfmachtwettbewerbs analysierte. Das Dokument beschreibt detailliert die R\u00fcckkehr der Konkurrenz mit Russland und China sowie die Notwendigkeit, Streitkr\u00e4fte, Doktrin und Ausbildung grundlegend zu transformieren.<\/p>\n<p>Mit der Einrichtung von T2COM im Jahr 2025 wurde diese Transformation institutionell fortgef\u00fchrt. Das spricht dagegen, dass Washington im milit\u00e4risch-strategischen Bereich \u201eeinfach aufgeh\u00f6rt h\u00e4tte, aufmerksam zu sein\u201c.<\/p>\n<p><strong>Kritische Einordnung: Zakaria im Licht von TRADOC 525-3-1 und T2COM<\/strong><\/p>\n<p>Fareed Zakaria interpretiert den relativen Machtverlust der Vereinigten Staaten als Folge strategischer Fehlentscheidungen nach dem Ende des Kalten Krieges. Der Irakkrieg, politische Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung und mangelnde Konsequenz h\u00e4tten das \u201eunipolare Moment\u201c verspielt. Seine Kritik bleibt jedoch innerhalb des liberal-internationalistischen Paradigmas: Er stellt nicht den globalen F\u00fchrungsanspruch der USA infrage, sondern fragt lediglich, wie dieser erfolgreicher h\u00e4tte ausge\u00fcbt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Strategiedokument TRADOC Pamphlet 525-3-1 <em>Win in a Complex World 2020\u20132040<\/em> zeichnet ein anderes Bild. Es geht nicht vom Ende amerikanischer F\u00fchrungsambitionen aus, sondern von deren strategischer Anpassung an eine komplexer werdende Welt. Russland, China und weitere staatliche wie nichtstaatliche Akteure werden als dauerhafte Konkurrenten beschrieben. Die Antwort darauf lautet nicht R\u00fcckzug, sondern Transformation: milit\u00e4risch, technologisch, informationell, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Ziel bleibt, die amerikanische Handlungs- und F\u00fchrungsf\u00e4higkeit langfristig zu sichern.<\/p>\n<p>Damit erg\u00e4nzt und relativiert TRADOC Zakarias Diagnose. Der Bedeutungsverlust der USA erscheint nicht nur als Folge politischer Fehler, sondern als Ausdruck struktureller Machtverschiebungen in einer zunehmend multipolaren Welt. Washington reagierte darauf nicht mit dem Verzicht auf den F\u00fchrungsanspruch, sondern mit dessen methodischer Modernisierung. Die im Dokument entwickelte Vorstellung eines dom\u00e4nen\u00fcbergreifenden, permanenten strategischen Wettbewerbs zeigt, dass milit\u00e4rische Gewalt nur noch ein Bestandteil eines wesentlich umfassenderen Instrumentariums ist.<\/p>\n<p>Aus kritischer Sicht wirft dies grunds\u00e4tzliche Fragen auf. Der Anspruch, auch k\u00fcnftig weltweit \u201egewinnen\u201c zu wollen, steht in einem Spannungsverh\u00e4ltnis zum Prinzip der souver\u00e4nen Gleichheit der Staaten nach der UN-Charta. F\u00fcr aufstrebende M\u00e4chte und viele Staaten des Globalen S\u00fcdens erscheint eine solche Strategie weniger als Sicherung einer regelbasierten Ordnung denn als Versuch, eine bestehende Vormachtstellung zu bewahren.<\/p>\n<p>Die sp\u00e4tere institutionelle Weiterentwicklung von TRADOC zum Transformation and Training Command (T2COM) kann vor diesem Hintergrund als organisatorische Fortf\u00fchrung dieser strategischen Denkweise interpretiert werden. Sie deutet darauf hin, dass die im TRADOC-Pamphlet formulierten Transformationsans\u00e4tze nicht nur programmatischen Charakter hatten, sondern langfristig in den Strukturen der US-Armee verankert wurden.<\/p>\n<p>Insgesamt legt der Vergleich nahe, dass Zakarias These von der \u201everspielten amerikanischen Vorherrschaft\u201c zu kurz greift. Die verf\u00fcgbaren Strategiedokumente sprechen eher f\u00fcr einen Wandel der amerikanischen Hegemoniestrategie als f\u00fcr deren Aufgabe. Die entscheidende<\/p>\n<p>Die \u00dcberf\u00fchrung der Aufgaben des U.S. Army Training and Doctrine Command (TRADOC) in das Transformation and Training Command (T2COM) im Oktober 2025 kann als institutionelle Fortsetzung der bereits in TRADOC 525-3-1 <em>Win in a Complex World 2020\u20132040<\/em> angelegten Transformationsstrategie verstanden werden. Die Reorganisation deutet darauf hin, dass die US-Armee den Wandel der internationalen Sicherheitsordnung nicht als vor\u00fcbergehende Phase, sondern als dauerhafte strategische Herausforderung begreift.<\/p>\n<p>Die milit\u00e4rischen Strategiedokumente sprechen entgegen Fareed Zakarias These vielmehr daf\u00fcr, dass die Vereinigten Staaten den \u00dcbergang zu einer multipolaren Welt fr\u00fchzeitig analysierten und ihre Streitkr\u00e4fte organisatorisch, technologisch und konzeptionell darauf ausrichteten. Der Wandel bestand daher weniger in einem R\u00fcckzug aus globaler Verantwortung als in der Anpassung der Instrumente zur Wahrung amerikanischer Handlungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Weder TRADOC 525-3-1 noch T2COM stellen den Anspruch der USA infrage, auch k\u00fcnftig eine f\u00fchrende sicherheitspolitische Rolle einzunehmen. Die strategische Antwort auf den relativen Machtverlust besteht nicht in einer Neubewertung dieses F\u00fchrungsanspruchs, sondern in dessen Modernisierung durch integrierte F\u00e4higkeiten in den milit\u00e4rischen, technologischen, wirtschaftlichen, informationellen und gesellschaftlichen Dom\u00e4nen.<\/p>\n<p>Aus kritischer Perspektive wirft dies eine grunds\u00e4tzliche Frage auf: Kann der Anspruch einer einzelnen Macht, in einer zunehmend multipolaren Welt weiterhin strategisch \u201egewinnen\u201c zu wollen, mit einer internationalen Ordnung vereinbar sein, die auf der souver\u00e4nen Gleichheit der Staaten nach der UN-Charta beruht? Gerade hierin liegt der eigentliche Gegensatz zu Zakarias Analyse. W\u00e4hrend er den Machtverlust vor allem auf politische Fehlentscheidungen zur\u00fcckf\u00fchrt, legen die Strategiedokumente nahe, dass Washington den \u00dcbergang zur Multipolarit\u00e4t institutionell verarbeitet und seine globale F\u00fchrungsstrategie entsprechend weiterentwickelt hat.<\/p>\n<p>Auch die Tatsache der Wiederver\u00f6ffentlichung von Zakarias Essay im Jahr 2026 l\u00e4sst sich vor diesem Hintergrund unterschiedlich interpretieren. Sie k\u00f6nnte als Ausdruck einer Debatte innerhalb des au\u00dfen- und sicherheitspolitischen Establishments \u00fcber den Verlust des \u201eunipolaren Moments\u201c und der desolaten Situation in der Ukraine und im Iran verstanden werden. Ebenso plausibel ist jedoch eine weniger weitreichende Erkl\u00e4rung: <em>Foreign Affairs<\/em> k\u00f6nnte den Beitrag schlicht deshalb erneut hervorgehoben haben, weil sich seine Analyse im R\u00fcckblick als besonders vorausschauend erwiesen hat.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wird durch die These von der Unaufmerksamkeit die in den Strategiepapieren kaum verhohlene Absicht hinter den (gesch\u00fcrten) Konflikten verschleiert.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<h3 id=\"anmerkungen-und-quellen\">Anmerkungen und Quellen<\/h3>\n<p>Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei\u00a0der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete\u00a0&#8222;atomare Gefechtsfeld&#8220; in Europa. Nach zw\u00f6lfj\u00e4hriger Dienstzeit\u00a0studierte er in M\u00fcnchen Politikwissenschaft sowie H\u00f6heres Lehramt\u00a0(Bauwesen\/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule f\u00fcr\u00a0Bautechnik. Seitdem publiziert er zur j\u00fcngeren deutschen Geschichte und\u00a0zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm: \u201eSchwarzbuch EU &amp; NATO\u201c\u00a0(2020), &#8222;Die untersch\u00e4tzte Macht&#8220; (2022), &#8222;Vom Krieg zur Weltordnung&#8220; (2026)<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Auf eine ausf\u00fchrliche Quellenangabe wurde verzichtet, weil seit Oktober 2014 das Papier TRADOC 525-3-1 in unz\u00e4hligen Beitr\u00e4gen (jeweils mit ausf\u00fchrlicher Quellenlage) behandelt worden ist.<\/p>\n<p>2)<strong> <\/strong>Foreign Affairs (Redaktion): <em>From the Archive: The Self-Destruction of American Power<\/em>. Redaktioneller Vorspann zur Wiederver\u00f6ffentlichung des Essays von Fareed Zakaria, ver\u00f6ffentlicht Ende Juli 2026.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/link.foreignaffairs.com\/click\/46715716.462335\/aHR0cHM6Ly93d3cuZm9yZWlnbmFmZmFpcnMuY29tL3VuaXRlZC1zdGF0ZXMvc2VsZi1kZXN0cnVjdGlvbi1hbWVyaWNhbi1wb3dlcj9zPUVVWlpaMDA2WlgmdXRtX21lZGl1bT1uZXdzbGV0dGVycyZ1dG1fc291cmNlPXN1bW1lcl9yZWFkcyZ1dG1fY2FtcGFpZ249TkVXU19TdW1tZXIlMjBSZWFkc18wNzI2MjZfVGhlJTIwU2VsZi1EZXN0cnVjdGlvbiUyMG9mJTIwQW1lcmljYW4lMjBQb3dlciZ1dG1fY29udGVudD0yMDI2MDcyNiZ1dG1fdGVybT1FVVpaWjAwNlpY\/63ad4ba1097cf861d608c1e3D7b91f538?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/link.foreignaffairs.com\/click\/46715716.462335\/aHR0cHM6Ly93d3cuZm9yZWlnbmFmZmFpcnMuY29tL3VuaXRlZC1zdGF0ZXMvc2VsZi1kZXN0cnVjdGlvbi1hbWVyaWNhbi1wb3dlcj9zPUVVWlpaMDA2WlgmdXRtX21lZGl1bT1uZXdzbGV0dGVycyZ1dG1fc291cmNlPXN1bW1lcl9yZWFkcyZ1dG1fY2FtcGFpZ249TkVXU19TdW1tZXIlMjBSZWFkc18wNzI2MjZfVGhlJTIwU2VsZi1EZXN0cnVjdGlvbiUyMG9mJTIwQW1lcmljYW4lMjBQb3dlciZ1dG1fY29udGVudD0yMDI2MDcyNiZ1dG1fdGVybT1FVVpaWjAwNlpY\/63ad4ba1097cf861d608c1e3D7b91f538<\/u><\/a><\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Wir danken dem Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: US-Journalist Fareed Zakaria<br \/>Bildquelle: UkrPictures \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kritische Antwort auf Fareed Zakaria Ein Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger. 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