{"id":15762,"date":"2026-07-30T16:08:22","date_gmt":"2026-07-30T14:08:22","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/videos-von-hinrichtungen-und-massenmorden-nicht-entfernt-australien-verklagt-telegram\/"},"modified":"2026-07-30T16:08:22","modified_gmt":"2026-07-30T14:08:22","slug":"videos-von-hinrichtungen-und-massenmorden-nicht-entfernt-australien-verklagt-telegram","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/videos-von-hinrichtungen-und-massenmorden-nicht-entfernt-australien-verklagt-telegram\/","title":{"rendered":"Videos von Hinrichtungen und Massenmorden nicht entfernt \u2013 Australien verklagt Telegram"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Australiens Ausschuss f\u00fcr Internet-Sicherheit, eSafety, reichte am 29. Juli 2026 beim Bundesgericht Klage gegen Telegram FZ-LLC und Telegram Messenger Inc. ein. Laut eSafety ignorierte der Betreiber des Onlinemessengers Australiens Gesetze zur Bek\u00e4mpfung terroristischer und anderer verbotener Inhalte. Die Aufsichtsbeh\u00f6rde <a href=\"https:\/\/www.esafety.gov.au\/sites\/default\/files\/2026-07\/Statement-of-Claim-eSafety-v-Telegram-Anor-July2026.pdf?v=1785386222483\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">erkl\u00e4rt<\/a>, Telegram habe bestimmte Inhalte trotz Nutzerbeschwerden nicht entfernt. Konkret handele es sich dabei um Videos von Hinrichtungen und Massenmorden.<\/p>\n<p>Die Regulierungsbeh\u00f6rde wirft Telegram au\u00dferdem vor, Konten, Kan\u00e4le und Gruppen, die mit solchen Inhalten in Verbindung stehen, nicht gesperrt zu haben. Dar\u00fcber hinaus sollen die daf\u00fcr Verantwortlichen bei den Betreibern des Messengers keine Anstalten unternommen haben, bereits bekannte Videos von Terroranschl\u00e4gen, darunter die Anschl\u00e4ge auf die Moscheen in Christchurch in Neuseeland im Jahr 2019 und den Anschlag in Buffalo in den USA im Jahr 2022, zu identifizieren (und zu entfernen).<\/p>\n<p>In der Klage hei\u00dft es, australische Nutzer h\u00e4tten zwischen dem 27. September und dem 5. Oktober 2025 zw\u00f6lf Beitr\u00e4ge mit derartigem Videomaterial gemeldet. Zehn dieser Beitr\u00e4ge blieben nach der jeweiligen Meldung mindestens jeweils sieben Tage lang auf der Plattform \u2013 laut einer anderen in der Klage angef\u00fchrten Berechnung sogar mindestens 20 Tage. Die zugeh\u00f6rigen Kan\u00e4le und Konten wurden weder gel\u00f6scht noch gesperrt.<\/p>\n<p>eSafety berichtet, dass die zumindest im betreffenden Zeitraum g\u00fcltigen Telegram-Regeln die Verbreitung terroristischer Inhalte nicht in allen Bereichen des Dienstes untersagten. Nutzer, die solche Beitr\u00e4ge meldeten, erhielten keine Information \u00fcber den Ausgang der Verarbeitungsprozedur ihrer Beschwerden. Telegram droht nun eine Geldstrafe von bis zu 54,6 Millionen australischen Dollar (ca. 38 Millionen US-Dollar) wegen Versto\u00dfes gegen australisches Recht. Die genaue H\u00f6he des Bu\u00dfgelds wird, falls die Klage Erfolg hat, vom Gericht festgelegt.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber erkl\u00e4rte ein Sprecher von Telegram, die Bem\u00fchungen des Messengerdienstes zur Bek\u00e4mpfung terroristischer Inhalte seien gut dokumentiert \u2013 allein im Jahr 2026 seien Tausende extremistischer Communities entfernt worden \u2013 und betonte:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wir weisen diese Anschuldigungen zur\u00fcck und werden sie vor Gericht anfechten.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Derartige Vorw\u00fcrfe wurden bereits im Jahr 2024 Anlass f\u00fcr Rechtsprozesse gegen Telegram: Der Gr\u00fcnder des Messengers, Pawel Durow (international bekannter unter der Transkription Pavel Durov), wurde damals in Frankreich im Rahmen von Ermittlungen wegen unzureichender Inhaltsmoderation und seiner Weigerung, mit den franz\u00f6sischen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden zu kooperieren, festgenommen.<\/p>\n<p>Vor kurzem hat Russlands Inlandsgeheimdienst FSB bekannt gegeben, dass Durow auch in Russland angeklagt und <a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/russland\/287197-fsb-schreibt-telegram-mitbegruender-durow\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">auf die internationale Fahndungsliste gesetzt<\/a> wurde \u2013 wegen Beihilfe zum Terrorismus. Grund daf\u00fcr seien dem FSB zufolge auch in diesem Fall unzureichende Anstalten, Chatgruppen und Inhalte zu moderieren \u2013 &#8222;zahlreiche Kan\u00e4le, Chats und Bots&#8220;, die von ukrainischen Geheimdiensten aktiv genutzt w\u00fcrden, um Sabotageakte, Terroranschl\u00e4ge, Massenmorde und Cyberbetrug vorzubereiten und zu koordinieren.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/international\/198680-medienbericht-callcenter-in-kiew-erbeuten-millionen-mit-betrug\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Medienbericht: Callcenter in Kiew nehmen Kanadier aus \u2013 Betr\u00fcger auch in Deutschland aktiv<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7amd3c\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Australiens Ausschuss f\u00fcr Internet-Sicherheit, eSafety, reichte am 29. 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