{"id":15885,"date":"2026-07-31T13:02:19","date_gmt":"2026-07-31T11:02:19","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/medienkritik\/merz-eroffnet-elitare-privat-uni-zur-befahigung-unserer-streitkrafte-von-rainer-rupp\/"},"modified":"2026-07-31T13:02:19","modified_gmt":"2026-07-31T11:02:19","slug":"merz-eroffnet-elitare-privat-uni-zur-befahigung-unserer-streitkrafte-von-rainer-rupp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/medienkritik\/merz-eroffnet-elitare-privat-uni-zur-befahigung-unserer-streitkrafte-von-rainer-rupp\/","title":{"rendered":"Merz er\u00f6ffnet elit\u00e4re Privat-Uni zur \u201eBef\u00e4higung unserer Streitkr\u00e4fte\u201c | Von Rainer Rupp"},"content":{"rendered":"<div><!--kg-card-begin: html--><br \/>\n<iframe title=\"Merz er\u00f6ffnet elit\u00e4re Privat-Uni zur \u201eBef\u00e4higung unserer Streitkr\u00e4fte\u201c | Von Rainer Rupp\" width=\"560\" height=\"418\" src=\"https:\/\/tube4.apolut.net\/videos\/embed\/8dRaYWHGUtukNuJgKuuDGv\" style=\"border-radius: 8px\" allow=\"fullscreen\" sandbox=\"allow-same-origin allow-scripts allow-popups allow-forms\"><\/iframe><br \/>\n<!--kg-card-end: html--><\/p>\n<div class=\"kg-card kg-audio-card\"><strong> <\/strong>(1)<strong> <\/strong>bezeichnet sich Werner R\u00fcgemer als Referent, Sachbuchautor und \u201einterventionistischer Philosoph\u201c, der den gegenw\u00e4rtigen US-gef\u00fchrten, westlichen Kapitalismus untersucht hinsichtlich der neuen Kapitalorganisatoren wie BlackRock, der Private Equity- und Hedgefonds, ihrer Regierungsbeziehungen und ihrer Beraterheere wie auch hinsichtlich der zersplitterten und weitgehend entmachteten Klasse der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten. Daher hat er die Hintergr\u00fcnde der Gr\u00fcndung der privaten Elite-Uni in K\u00f6ln in einem am Mittwoch, den 29. Juli erschienenen detaillierten <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154308&amp;ref=apolut.net\"><u>Artikel<\/u><\/a> (2) auf den Nachdenkseiten beleuchtet, der nachfolgend zusammengefasst ist:<\/p>\n<p>Laut Autor fand die Er\u00f6ffnungsfeier unter h\u00f6chsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Der Albertus-Magnus-Platz vor dem Hauptgeb\u00e4ude der Uni K\u00f6ln war hermetisch abgeriegelt und von Polizeiwagen umstellt. Sprengstoffexperten mit Sp\u00fcrhunden durchsuchten das Geb\u00e4ude und kontrollierten die Ausr\u00fcstung der Journalisten. Im Saal selbst galten strenge Vorschriften: Die ausgew\u00e4hlten Zuschauer durften beim Beifall nicht aufstehen. Merz verlie\u00df den Raum unmittelbar nach seiner Rede als Erster, wom\u00f6glich um unangenehmen Fragen aus dem Weg zu gehen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Kanzler im Inneren sprach, versammelten sich mehrere Tausend Studierende hinter dem Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude zum Protest. Auf Transparenten oder vielen Dutzend hochgehaltenen Protestschildern hie\u00df es: \u201e74 % unzufrieden \u2013 f\u00fcr wen regiert Merz?\u201c, \u201eK\u00f6ln steht auf \u2013 Merz muss weg\u201c, \u201eMehr Herz statt Merz\u201c, \u201eTax the Rich\u201c und \u201eReformen \u2013 das ist Klassenkrieg\u201c. Paula Woltering von \u201eStudis gegen Rechts\u201c erkl\u00e4rte, dass Studenten, Besch\u00e4ftigte und Erwerbslose gemeinsam eine andere Politik forderten. Die Regierung k\u00fcrze bei Krankenkassen, Pflegeversicherung, Grundsicherung und Rente, w\u00e4hrend die Protestierenden soziale Absicherung, k\u00fcrzere Arbeitszeiten und h\u00f6here L\u00f6hne verlangten.<\/p>\n<p>Die Fachschaft Physik kritisierte die beispiellose Aufr\u00fcstung und die geplante Wehrpflicht. Sie wollten keinen Krieg und keinen Genozid, sondern Abr\u00fcstung, Diplomatie und die Einhaltung des V\u00f6lkerrechts. <\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Regierung finanziert mit Milliarden eine seit der Nazizeit nicht mehr gesehene Aufr\u00fcstung. Mit der Wehrpflicht sollen junge Menschen wieder das T\u00f6ten und Sterben lernen. Wir wollen keinen Krieg und keinen Genozid. Wir fordern Abr\u00fcstung, Diplomatie, die Einhaltung des V\u00f6lkerrechts und ein Ende der imperialistischen Gewalt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Der AStA-Vorsitzende Frederick Heinz wies auf konkrete Folgen dieser Politik f\u00fcr die Universit\u00e4t hin, zum Beispiel die Streichung der Professur f\u00fcr Disability Studies, die ausbleibende BAf\u00f6G-Anpassung und den Angriff auf Zivilklauseln, um mehr Geld in die R\u00fcstungsforschung zu stecken. Die Studierenden k\u00e4mpften f\u00fcr ein BAf\u00f6G f\u00fcr alle und eine Hochschule, die einer gerechten, demokratischen und friedlichen Welt diene.<\/p>\n<p>Die Proteste zeigten, so R\u00fcgemer, dass es unter Studenten und in der Gesellschaft erheblich mehr Widerstand gebe gegen die Verkn\u00fcpfung von elit\u00e4rer Ausbildung und Militarisierung auf einer Seite und sozialen K\u00fcrzungen auf der anderen, als von den Medien berichtet w\u00fcrde. Die Themen w\u00fcrden zwar die Universit\u00e4t betreffen, sie gingen aber auch weit in die Gesellschaft hinein. So erkl\u00e4rte Paula Woltering von \u201eStudis gegen Rechts\u201c: \u201eEgal ob Studierende, Sch\u00fcler, Krankenhausbesch\u00e4ftigte oder Erwerbslose, wir alle wollen Besseres als die antisoziale Politik der gro\u00dfen Koalition unter Friedrich Merz.\u201c<\/p>\n<p>Nun kommen wir zum zweiten Teil, der die Hintergr\u00fcnde der Finanzierung der Privat-Uni zu Verbesserung der Kriegst\u00fcchtigkeit zuk\u00fcnftiger elit\u00e4rer F\u00fchrungskr\u00e4fte Gro\u00dfdeutschlands beleuchtet. Wie bereits eingangs erw\u00e4hnt, soll die \u201eAdenauer School of Government\u201c von einem der reichsten und zugleich verschwiegensten deutschen Milliard\u00e4rs-Clans finanziert werden: Zehn Millionen Euro jetzt zum Start und zehn Millionen jedes Jahr, f\u00fcr unbegrenzte Zeit. Die Millionen kommen von der Reimann-Familie. Wenn Sie, liebe Leser, jetzt denken: \u201eNie von denen geh\u00f6rt\u201c, dann zeigt das, wie erfolgreich dieser Clan mit dunkler NS-Vergangenheit sein Verschwinden von der Oberfl\u00e4che der medialen Aufmerksamkeit organisiert hat. Hier folgt eine stark gek\u00fcrzte Darstellung, die sich in R\u00fcgemers Original wie ein Krimi liest.<\/p>\n<p><strong>Benckiser mit den Reimanns: erster Aufstieg mit Hitler<\/strong><\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Geld kommt aus der unternehmerischen Erfolgsgeschichte der Reimanns, zuerst mit dem Hitler-Regime. Albert Reimann, 1898 geboren, stieg im chemischen Mittelstandsunternehmen Benckiser auf, gegr\u00fcndet im 19. Jahrhundert in Ludwigshafen am Rhein \u2013 im Schatten des gr\u00f6\u00dferen Chemiekonzerns BASF. Sein Vater wie auch Reimann selbst begeisterten sich fr\u00fch f\u00fcr Hitler: 1931 wurde Sohn Albert, damals schon f\u00fchrender Benckiser-Manager, sofort Mitglied im gerade gegr\u00fcndeten SA-Motorsturm und im Nationalsozialistischen Kraftfahrer-Korps NSKK; am 1. Februar 1932 trat er der NSDAP bei, war f\u00fcr die Hitler-Partei im Stadtrat, und schon 1933 wurde Benckiser zum NS-Musterbetrieb.<\/p>\n<p><strong>Zweiter Aufstieg mit US-Milit\u00e4rregierung und Adenauer<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Krieg stellten sich die Reimanns, von der US-Milit\u00e4rregierung gesch\u00fctzt, als Nazi-Opfer dar. Albert Reimann wurde mithilfe freundlicher \u201ePersilscheine\u201c aus der urspr\u00fcnglichen, schon zu harmlosen Einstufung als \u201eBelasteter\u201c (Gruppe II) zum \u201eMitl\u00e4ufer\u201c (Gruppe IV) herabgestuft, zahlte 2.000 Reichsmark und konnte weitermachen. Alle Kriegsgewinne konnte Benckiser behalten.<\/p>\n<p>Die alten Beziehungen zu Hitlers R\u00fcstungsminister Albert Speer wurden nach dessen Entlassung aus dem Gef\u00e4ngnis 1966 sofort wieder aufgenommen: Ex-NS-Aktivist Albert Reimann holte den alten Freund und Ex-NS-Aktivisten Speer als Berater f\u00fcr die anstehende Umstrukturierung des Benckiser-Konzerns.<\/p>\n<p>Mit mehreren Jubil\u00e4umsschriften \u2013 1958, 1973, 1978 \u2013 wurde die NS-Zeit l\u00fcgenhaft \u00fcbert\u00fcncht. Albert Reimann bekam auf der H\u00f6he seines neuen Erfolgs 1963 das Gro\u00dfe Verdienstkreuz der christlichen Konrad-Adenauer-Regierung. Und das wurde 1973 noch gesteigert durch das Gro\u00dfe Verdienstkreuz mit Stern \u2013 von der sozialdemokratischen Willy-Brandt-Regierung.<\/p>\n<p><strong>Der Name Benckiser wird zum Verschwinden gebracht<\/strong><\/p>\n<p>Mit diesem Projekt wurde der Name Benckiser unsichtbar gemacht. Weder in den Schriften und Dokumenten der zahlreichen, auf mehrere Staaten und Finanzoasen verstreuten Unternehmen, Tochter- und Briefkastenfirmen, noch auf den Produkten dieser Firmen erschien der Name Reimann oder Benckiser mehr. Die milliardenschweren Eigent\u00fcmer waren unsichtbar gemacht morden.<\/p>\n<p><strong>Von der Benckiser-Stiftung zur Landecker Foundation<\/strong><\/p>\n<p>Die komplette Umsetzung des NS-Vergangenheit-Vergessen-Projekts dauerte etwa drei Jahrzehnte. Der Umstrukturierungsmanager und Vergessensproduzent Peter Harf ist auch Chef der gro\u00dfz\u00fcgigen Stiftung, die jetzt die j\u00e4hrliche Zahlung von zehn Millionen an die \u201eAdenauer School of Government\u201c \u00fcbernommen hat. Die kommen als Brosamen von den Milliarden der Erben der Reimann-Familie. Aber die Stiftung hei\u00dft nicht Reimann-Stiftung, auch nicht Benckiser-Stiftung, sondern sie hei\u00dft Alfred Landecker-Stiftung, nach dem gleichnamigen, vom NS-Staat 1944 ermordeten Juden Alfred Landecker.<\/p>\n<p><strong>Die politischen Helfer: die Multimillion\u00e4re Adenauer und Merz<\/strong><\/p>\n<p>Konrad Adenauer, von 1917 bis 1933 au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch bezahlter Oberb\u00fcrgermeister von K\u00f6ln, dann ab 1921 bis 1933 gleichzeitiger hochbezahlter Pr\u00e4sident des Preu\u00dfischen Staatsrats in Berlin und vor allem w\u00e4hrend dieser Zeit Mitglied von einem Dutzend Aufsichtsr\u00e4ten, etwa der Deutschen Bank \u2013 so wurde er zum Multimillion\u00e4r.<\/p>\n<p>Der NS-Staat zahlte ihm dann auf der Grundlage seines hohen Einkommens eine hohe Pension, bewilligt auf Lebenszeit, und seine anderen Millionen durfte er auch behalten. Gegen Hitler hatte er nichts: \u201eMeinetwegen auch Hitler\u201c, schrieb er nach Hitlers Machtantritt an seine Bankiersfreundin Dora Pferdmenges.<\/p>\n<p>So sah dann auch der 1949 gegr\u00fcndete Separatstaat Bundesrepublik Deutschland aus, gef\u00fchrt vom CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzler Adenauer. Der verlieh denn auch dem von der US-Milit\u00e4rregierung gesch\u00fctzten Benckiser-Chef Albert Reimann das Gro\u00dfe Verdienstkreuz.<\/p>\n<p>Und Friedrich Merz, Adenauers Doppelnachfolger als CDU-Vorsitzender und Bundeskanzler, hatte sich ab 2005 bis 2021 ebenfalls zum Multimillion\u00e4r gemacht, erst\u00a0als Miteigent\u00fcmer der US-Wirtschaftskanzlei Mayer Brown, als Berater von US-Investoren beim Ausverkauf des deutschen Mittelstands, dann wie Adenauer mit einem Dutzend Mandaten in Unternehmensaufsichtsr\u00e4ten, dann ab 2016 gleichzeitig als Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Tochterfirma von BlackRock, des inzwischen gr\u00f6\u00dften Aktion\u00e4rs, also Eigent\u00fcmers der f\u00fchrenden Unternehmen in Deutschland, zum Beispiel beim R\u00fcstungskonzern Rheinmetall und im Wohnungskonzern Vonovia. Merz verheimlicht nicht nur seine pers\u00f6nlichen zweistelligen Millionenverm\u00f6gen, sondern in der Regierung auch die Milliardenverm\u00f6gen der ungleich reicheren BlackRock-Kunden.<\/p>\n<p>So f\u00fchrt Merz die von Adenauer begr\u00fcndete Politik weiter, jetzt auch mit der Adenauer School of Government an der Universit\u00e4t K\u00f6ln, mithilfe der Reimanns, die sich hinter einem Nazi-Opfer verstecken, aber ihren Ursprung in den Gewinnen des Zweiten Weltkriegs haben, mit dem Hauptkrieg gegen Russland: Regieren lernen, das hei\u00dft, so Merz auch mithilfe der erhofften F\u00fchrungskr\u00e4fte der Adenauer School of Governance: Neu aufr\u00fcsten gegen Russland.<\/p>\n<h3 id=\"anmerkungen-und-quellen\">Anmerkungen und Quellen<\/h3>\n<p>(1)\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/werner-ruegemer.de\/?ref=apolut.net\"><u>https:\/\/werner-ruegemer.de\/<\/u><\/a><\/p>\n<p>(2)\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154308&amp;ref=apolut.net\"><u>https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=154308<\/u><\/a><\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Wir danken dem Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrags.<\/p>\n<p><strong>+++<\/strong><\/p>\n<p>Bild: Bundeskanzler Friedrich Merz<br \/>Bildquelle: Mahmoud Mahdi Photo \/ shutterstock<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>Am 13. 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