{"id":15988,"date":"2026-08-01T09:02:59","date_gmt":"2026-08-01T07:02:59","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/nicht-ob-sondern-wann-die-naechste-migrationswelle-rollt-richtung-berlin\/"},"modified":"2026-08-01T09:02:59","modified_gmt":"2026-08-01T07:02:59","slug":"nicht-ob-sondern-wann-die-naechste-migrationswelle-rollt-richtung-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/nicht-ob-sondern-wann-die-naechste-migrationswelle-rollt-richtung-berlin\/","title":{"rendered":"Nicht ob, sondern wann \u2013 die n\u00e4chste Migrationswelle rollt Richtung Berlin"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Hans-Ueli L\u00e4ppli<\/em><\/p>\n<p>Nach dem beispiellosen Ansturm auf die spanische Exklave Ceuta stellt sich nicht mehr die Frage, ob, sondern wann sich diese\u00a0Migrationswelle auch in Deutschland bemerkbar macht. Innerhalb weniger Tage versuchten mehr als 60.000 Migranten, \u00fcberwiegend junge M\u00e4nner, von Marokko aus nach Ceuta zu gelangen. Viele schafften es. Mindestens 57 Menschen kamen dabei ums Leben.<\/p>\n<p>Spanien hat inzwischen den Gro\u00dfteil der Migranten wieder nach Marokko zur\u00fcckgef\u00fchrt. Bis Freitagabend waren es nach Angaben der Beh\u00f6rden bereits zwischen 37.000 und \u00fcber 48.000 Personen, viele davon freiwillig.<\/p>\n<p data-start=\"68\" data-end=\"476\" data-is-last-node=\"\">Dennoch bleibt der Migrationsdruck hoch. Viele der jungen M\u00e4nner wollen weder in Ceuta noch in Spanien bleiben, sondern in andere europ\u00e4ische Staaten weiterreisen. Besonders Deutschland, Frankreich und die Benelux-Staaten gelten unter Migranten als bevorzugte Anlaufpunkte. Der Begriff &#8222;Ger-Money&#8220; ist dabei seit Jahren als Synonym f\u00fcr Deutschland und die dort erwarteten wirtschaftlichen Chancen verbreitet.<\/p>\n<p>Das Ausma\u00df \u00fcbertrifft alles bisher Dagewesene. Schon 2021 hatten in kurzer Zeit 8.000 bis 10.000 Menschen Ceuta erreicht. Dieses Mal lagen die Zahlen um ein Vielfaches h\u00f6her. Die Beh\u00f6rden der kleinen Stadt mit rund 85.000 Einwohnern waren v\u00f6llig \u00fcberfordert.<\/p>\n<p>Als unmittelbarer Ausl\u00f6ser gilt ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs vom 8. Juli 2026. Es verbot die bisher \u00fcblichen Sofort-R\u00fcckf\u00fchrungen bei Migranten, die schwimmend spanisches Gebiet erreichen. Die Nachricht verbreitete sich rasch \u00fcber soziale Medien und wurde von Schleusern aktiv genutzt. Auff\u00e4llig war die Organisation. Viele reisten mit Bussen, Z\u00fcgen und sogar Lastwagen an. Dass die marokkanischen Beh\u00f6rden davon nichts bemerkt haben sollen, halten\u00a0Journalisten\u00a0f\u00fcr unwahrscheinlich.<\/p>\n<p>Zwei Erkl\u00e4rungen stehen im Raum. Entweder geriet die Lage w\u00e4hrend der Feiern zum Thronfest au\u00dfer Kontrolle, weil viele Beamte im Urlaub waren.<\/p>\n<p>Oder, und das halten mehrere Analysten f\u00fcr wahrscheinlicher, Marokko lie\u00df den Zustrom bewusst zu, um Druck auf Spanien auszu\u00fcben. Rabat erhebt seit Jahrzehnten Anspruch auf Ceuta und sieht die j\u00fcngste Ann\u00e4herung Spaniens an Algerien kritisch. Migration dient hier erneut als politisches Instrument. Eine ernste milit\u00e4rische Eskalation wird dennoch nicht erwartet, die wirtschaftlichen Beziehungen sind zu eng.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der Migranten d\u00fcrfte wieder nach Marokko zur\u00fcckkehren. Nur ein kleiner Teil wird ins spanische Asylsystem gelangen. Deutsche Beh\u00f6rden rechnen derzeit nicht mit einem gr\u00f6\u00dferen unmittelbaren Zustrom.<\/p>\n<p>Bundeskanzler Friedrich Merz forderte Spanien dennoch auf, die illegal Eingereisten &#8222;nicht auf den europ\u00e4ischen Kontinent&#8220; zu lassen, und Innenminister Alexander Dobrindt k\u00fcndigte an, die deutschen Binnengrenzkontrollen \u00fcber den September hinaus zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>In Deutschland sind die Folgen der Politik unter Angela Merkel und des Satzes &#8222;Wir schaffen das&#8220; bis heute sp\u00fcrbar. Die unkontrollierte Zuwanderung seit dem Jahr 2015 hat Kommunen \u00fcberfordert, Sozialsysteme belastet und die innere Sicherheit ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p data-start=\"658\" data-end=\"927\" data-is-last-node=\"\">Die Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik weist weiterhin auf eine \u00fcberproportionale Beteiligung nicht deutscher Tatverd\u00e4chtiger bei bestimmten Straftaten hin. Besonders auff\u00e4llig ist der Bereich der Gewaltkriminalit\u00e4t, bei dem ihr Anteil \u00fcber 42 Prozent liegt.<\/p>\n<p data-start=\"25\" data-end=\"203\">Hinzu kommt, dass die gemeinsame europ\u00e4ische Grenz- und Asylpolitik weiterhin Schw\u00e4chen zeigt. Italien hat bereits vor\u00fcbergehend die Schengen-Regeln gegen\u00fcber Spanien ausgesetzt.<\/p>\n<p>Der Druck aus Nordafrika wird nicht verschwinden. Der Ansturm auf Ceuta war ein Warnsignal. Politische Appelle wie &#8222;Wir schaffen das&#8220; allein werden daran wenig \u00e4ndern, \u00e4hnliche Szenen k\u00f6nnten sich jederzeit wiederholen.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema\u00a0<\/strong>\u2013\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/schweiz\/287087-franzoesischsprachige-banden-stehlen-in-schweiz\/\">Franz\u00f6sischsprachige Banden stehlen in der Schweiz: Luxusautos tauchen pl\u00f6tzlich in Marokko auf<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v6qmsin\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Hans-Ueli L\u00e4ppli Nach dem beispiellosen Ansturm auf die spanische Exklave Ceuta stellt sich nicht mehr die Frage, ob, sondern wann sich diese\u00a0Migrationswelle auch in Deutschland bemerkbar macht. 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