{"id":16550,"date":"2026-08-05T18:07:20","date_gmt":"2026-08-05T16:07:20","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/uncategorized\/iran-will-die-regeln-in-der-strasse-von-hormus-neu-schreiben-und-die-welt-kuenftig-zur-kasse-bitten\/"},"modified":"2026-08-05T18:07:20","modified_gmt":"2026-08-05T16:07:20","slug":"iran-will-die-regeln-in-der-strasse-von-hormus-neu-schreiben-und-die-welt-kuenftig-zur-kasse-bitten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/uncategorized\/iran-will-die-regeln-in-der-strasse-von-hormus-neu-schreiben-und-die-welt-kuenftig-zur-kasse-bitten\/","title":{"rendered":"Iran will die Regeln in der Stra\u00dfe von Hormus neu schreiben \u2013 und die Welt k\u00fcnftig zur Kasse bitten"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pepe Escobar berichtet \u00fcber weit fortgeschrittene Verhandlungen zwischen Iran und Oman. Teheran k\u00f6nnte die Kontrolle \u00fcber den Schiffsverkehr \u00fcbernehmen und Geb\u00fchren f\u00fcr Sicherheit, Verwaltung und Durchfahrt erheben. Gleichzeitig l\u00e4uft am 16. August eine entscheidende diplomatische Frist ab.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem aktuellen Gespr\u00e4ch mit dem Format \u201eTransition Protocol\u201c zeichnet der Journalist Pepe Escobar das Bild einer hektischen diplomatischen Offensive hinter den Kulissen. Im Zentrum stehen Iran, Pakistan, Oman, Saudi-Arabien und China \u2013 und die Frage, ob die Stra\u00dfe von Hormus k\u00fcnftig nach v\u00f6llig neuen Regeln betrieben wird.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\">\n<div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"PEPE BREAKS: DEAL CLOSED IRAN Will Charge World To Use Hormuz Now.12 Days Until FREE PASSAGE\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/kT_pextSl88?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div>\n<\/figure>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Escobar beruft sich dabei auf eigene Geheimdienst- und Diplomatenquellen. Seine Angaben sind bislang nicht offiziell best\u00e4tigt. Sollten sie zutreffen, w\u00e4re jedoch eine geopolitische Neuordnung im wichtigsten Energiekorridor der Welt im Gang.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Escobars Darstellung verhandeln Iran und Oman derzeit unmittelbar \u00fcber die k\u00fcnftige Kontrolle der Schifffahrt in der Stra\u00dfe von Hormus. Die Gespr\u00e4che seien technisch, detailliert und bereits weit fortgeschritten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das diskutierte Modell sehe vor, dass Iran die Kontrolle \u00fcber den einlaufenden Schiffsverkehr \u00fcbernimmt. Oman solle den auslaufenden Verkehr koordinieren \u2013 allerdings unter iranischer Aufsicht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit w\u00fcrden die beiden Anrainerstaaten der Meerenge praktisch selbst festlegen, wer die Passage kontrolliert, wie sie verwaltet wird und welche Bedingungen f\u00fcr die Durchfahrt gelten.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Iran und Oman wollen die Kontrolle unter sich aufteilen<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Escobar begr\u00fcndet dieses Modell mit der geografischen und v\u00f6lkerrechtlichen Situation der Meerenge. Der n\u00f6rdliche Teil der Stra\u00dfe von Hormus liegt in iranischen Hoheitsgew\u00e4ssern, der s\u00fcdliche Teil in omanischen Hoheitsgew\u00e4ssern.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Sicht Teherans und Maskats handele es sich daher nicht um ein Gebiet, \u00fcber dessen Verwaltung allein externe M\u00e4chte entscheiden k\u00f6nnten. Eine bilaterale Regelung zwischen Iran und Oman w\u00fcrde den USA und anderen westlichen Staaten anschlie\u00dfend als vollendete Tatsache pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Escobar h\u00e4lt eine Einigung innerhalb weniger Tage f\u00fcr m\u00f6glich. Er spricht von einer \u201esehr hohen\u201c Wahrscheinlichkeit, dass die Vereinbarung zustande kommt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von einem bereits abgeschlossenen Deal kann nach dem Wortlaut des Interviews allerdings noch nicht gesprochen werden. Die Richtung der Verhandlungen scheint dennoch eindeutig zu sein: Iran will aus der bisherigen milit\u00e4rischen Konfrontation eine dauerhafte politische und wirtschaftliche Kontrolle \u00fcber die Meerenge ableiten.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geb\u00fchren f\u00fcr Sicherheit, Verwaltung und Durchfahrt<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders weitreichend ist Escobars Aussage, dass die neue Regelung Geb\u00fchren enthalten soll. Genannt werden Verwaltungs-, Management- und Sicherheitsgeb\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie hoch diese Abgaben ausfallen k\u00f6nnten, wer sie bezahlen m\u00fcsste und ob sie f\u00fcr alle Schiffe gleicherma\u00dfen gelten w\u00fcrden, bleibt offen. Klar ist jedoch die strategische Bedeutung des Vorhabens.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Iran w\u00fcrde die Stra\u00dfe von Hormus damit nicht nur milit\u00e4risch kontrollieren, sondern aus dieser Kontrolle ein dauerhaftes Einnahme- und Machtinstrument machen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schiffe, Reedereien und m\u00f6glicherweise auch einzelne Staaten k\u00f6nnten k\u00fcnftig f\u00fcr die gesicherte Passage bezahlen m\u00fcssen. Aus einer Meerenge, die jahrzehntelang unter dem faktischen Schutz der US-Marine stand, w\u00fcrde damit ein von Iran und Oman verwalteter Korridor werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Teheran h\u00e4tte erreicht, was Washington mit milit\u00e4rischem Druck eigentlich verhindern wollte: die formelle Anerkennung der iranischen Schl\u00fcsselrolle in der Stra\u00dfe von Hormus.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der 16. August wird zum diplomatischen Stichtag<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel zu den Verhandlungen mit Oman l\u00e4uft eine zweite diplomatische Uhr. Am 16. August endet nach Escobars Darstellung die 60-t\u00e4gige Frist, die nach einem zwischen Iran und den USA vereinbarten Memorandum of Understanding begonnen hatte.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Memorandum bezeichnet Escobar wiederholt ironisch als \u201etote Katze\u201c, weil es in den vergangenen Wochen mehrfach f\u00fcr politisch tot erkl\u00e4rt worden sei, aber noch immer nicht vollst\u00e4ndig verschwunden sei.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Abkommen sollte offenbar die Grundlage f\u00fcr weitere Gespr\u00e4che zwischen Iran und den USA bilden. Dazu geh\u00f6rten laut Escobar ein Ende der Kriegshandlungen, die Aufhebung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Teheran stelle deshalb keine neuen Forderungen, wie es teilweise in US-Medien dargestellt werde. Iran verlange lediglich die Umsetzung jener Verpflichtungen, die bereits in dem Memorandum festgehalten worden seien.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Problem bestehe nach Escobars Darstellung darin, dass Washington das Abkommen zwar unterschrieben, die darin enthaltenen Verpflichtungen aber nie ernsthaft habe erf\u00fcllen wollen.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pakistan versucht, das Abkommen wiederzubeleben<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Schl\u00fcsselrolle spielt dabei Pakistan. Der pakistanische Au\u00dfenminister Ishaq Dar soll seinen iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi zu Gespr\u00e4chen nach Islamabad eingeladen haben.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch bedeutender ist eine m\u00f6gliche Reise des iranischen Parlamentspr\u00e4sidenten Mohammad Bagher Ghalibaf nach Pakistan. Nach Angaben Escobars soll Ghalibaf am 14. August, dem pakistanischen Unabh\u00e4ngigkeitstag, als hochrangiger Gast in Islamabad eintreffen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein solcher Besuch w\u00e4re ungew\u00f6hnlich, weil der pakistanische Unabh\u00e4ngigkeitstag normalerweise vor allem innenpolitisch und zeremoniell begangen wird.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Termin w\u00e4re jedoch bewusst gew\u00e4hlt. Ghalibaf k\u00f6nnte bis zum 16. August in Pakistan bleiben \u2013 genau bis zu jenem Tag, an dem die 60-Tage-Frist des iranisch-amerikanischen Memorandums ausl\u00e4uft.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Islamabad k\u00f6nnte dann entschieden werden, ob das Abkommen endg\u00fcltig f\u00fcr gescheitert erkl\u00e4rt, verl\u00e4ngert oder in eine neue Verhandlungsrunde \u00fcberf\u00fchrt wird.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Escobar h\u00e4lt es f\u00fcr m\u00f6glich, dass die Gespr\u00e4che ausgerechnet an jenem Tag neu beginnen, an dem die bisherige Frist endet.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Saudi-Arabien schlie\u00dft sich dem diplomatischen Lager an<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wohl \u00fcberraschendste Entwicklung betrifft Saudi-Arabien. Nach Angaben Escobars fand ein Dreiergespr\u00e4ch zwischen Irans Au\u00dfenminister Araghtschi, dem pakistanischen Armeechef Asim Munir und dem saudischen Au\u00dfenminister Faisal bin Farhan statt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gespr\u00e4ch sei von gro\u00dfer Bedeutung, weil Saudi-Arabien damit faktisch in die diplomatische Vermittlung zwischen Iran und den USA eingestiegen sei.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Riad habe erkannt, dass eine erneute amerikanische Eskalation gegen Iran vor allem die Golfstaaten treffen w\u00fcrde. Saudi-Arabien k\u00f6nne und wolle den wirtschaftlichen und milit\u00e4rischen Preis eines weiteren Krieges nicht bezahlen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Interview wird zudem behauptet, der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman habe US-Pr\u00e4sident Donald Trump pers\u00f6nlich vor einer neuen Eskalation gewarnt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Botschaft soll eindeutig gewesen sein: Sollte Washington erneut angreifen, werde es weitgehend allein handeln m\u00fcssen. Saudi-Arabien sei nicht bereit, seine Infrastruktur, seine Luftwaffenst\u00fctzpunkte und m\u00f6glicherweise auch seinen Luftraum f\u00fcr ein neues milit\u00e4risches Abenteuer zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gespr\u00e4chspartner Escobars behauptet sogar, Mohammed bin Salman habe Trump indirekt mitgeteilt, der saudische Luftraum k\u00f6nne f\u00fcr einen Angriff gesperrt werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Darstellung ist nicht unabh\u00e4ngig best\u00e4tigt. Sollte sie stimmen, w\u00e4re sie jedoch ein bemerkenswerter Bruch mit der bisherigen regionalen Sicherheitsordnung.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eDie Zeit der Eskalation ist vorbei\u201c<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Pakistans Armeechef Asim Munir soll massiven Druck auf Trump ausge\u00fcbt haben. Im Interview wird behauptet, Munir habe dem US-Pr\u00e4sidenten erkl\u00e4rt: \u201eDie Zeit der Eskalation ist vorbei.\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trump messe Munir offenbar besonderes Gewicht bei, weil er ihn als glaubw\u00fcrdigen Vermittler zwischen Washington und Teheran betrachte.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pakistan ist dabei nicht nur Vermittler, sondern entwickelt sich immer st\u00e4rker zum Zentrum einer neuen regionalen Achse: Iran, Pakistan, Saudi-Arabien, Oman und Katar koordinieren ihre Positionen, w\u00e4hrend China im Hintergrund politische R\u00fcckendeckung gibt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gemeinsame Ziel scheint zu sein, einen neuen Krieg zu verhindern und gleichzeitig die regionale Ordnung nicht l\u00e4nger allein von Washington bestimmen zu lassen.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">China handelt im Hintergrund<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Escobar sieht China als den entscheidenden, aber unsichtbaren Akteur hinter der gesamten Entwicklung.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Angriff auf Iran sei aus chinesischer Sicht immer auch ein Angriff auf chinesische Interessen. Dabei gehe es nicht nur um Energieimporte, sondern um die strategische Partnerschaft zwischen China und Iran, die Neue Seidenstra\u00dfe, die BRICS-Strukturen und die wirtschaftliche Integration Eurasiens.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Peking werde eine milit\u00e4rische Niederlage Irans, einen Regimewechsel oder den Zerfall des Landes nicht zulassen, so Escobar.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">China gehe dabei nicht mit \u00f6ffentlichkeitswirksamen Drohungen vor, sondern mit diskreter diplomatischer, wirtschaftlicher und milit\u00e4rischer Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pakistan spiele in diesem System die Rolle eines Verbindungsglieds zwischen China und Iran. Im Interview wird behauptet, chinesische milit\u00e4rische Technologie und elektronische Systeme seien \u00fcber Pakistan nach Iran gelangt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Konkret ist von der Integration chinesischer Satelliten- und elektronischer Kriegf\u00fchrungssysteme die Rede. Auch diese Angaben stammen aus anonymen Quellen und sind bisher nicht offiziell best\u00e4tigt.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die USA k\u00f6nnten erstmals zur Diplomatie gezwungen sein<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Darstellung der Gespr\u00e4chspartner pr\u00fcfen alle beteiligten Seiten inzwischen eine L\u00f6sung ohne weitere milit\u00e4rische Angriffe.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Iran, Pakistan, Saudi-Arabien, Katar, Oman und die USA st\u00fcnden \u00fcber verschiedene Kan\u00e4le miteinander in Verbindung. Die Wahrscheinlichkeit einer diplomatischen L\u00f6sung sei gestiegen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das w\u00e4re tats\u00e4chlich bemerkenswert. Denn die bisherige amerikanische Strategie beruhte auf der Annahme, Iran durch milit\u00e4rischen und wirtschaftlichen Druck zu Zugest\u00e4ndnissen zwingen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun k\u00f6nnte das Gegenteil eingetreten sein.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Iran hat die Stra\u00dfe von Hormus als strategisches Druckmittel genutzt. Die Golfstaaten f\u00fcrchten um ihre Energieanlagen. Pakistan vermittelt. China st\u00e4rkt Teheran im Hintergrund. Und Washington muss m\u00f6glicherweise akzeptieren, dass es die Bedingungen nicht mehr allein diktieren kann.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aus amerikanischer Kontrolle wird iranische Einnahmequelle<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr nur, ob die Stra\u00dfe von Hormus wieder vollst\u00e4ndig ge\u00f6ffnet wird.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist, unter wessen Bedingungen sie ge\u00f6ffnet wird.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte sich das von Escobar beschriebene Modell durchsetzen, w\u00fcrde Iran als Gewinner aus der Konfrontation hervorgehen. Teheran h\u00e4tte die Kontrolle \u00fcber den einlaufenden Schiffsverkehr, k\u00f6nnte Sicherheits- und Verwaltungsgeb\u00fchren erheben und w\u00fcrde als unverzichtbare Ordnungsmacht der Meerenge anerkannt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die USA h\u00e4tten zwar m\u00f6glicherweise eine milit\u00e4rische Eskalation vermieden, aber gleichzeitig einen strategischen Machtverlust erlitten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahrzehntelang beanspruchte Washington, die freie Schifffahrt in der Golfregion garantieren zu m\u00fcssen. K\u00fcnftig k\u00f6nnten Iran und Oman diese Aufgabe selbst \u00fcbernehmen \u2013 und sich daf\u00fcr bezahlen lassen.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Noch ist nichts endg\u00fcltig entschieden<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der dramatischen Aussagen des Interviews bleibt Vorsicht geboten. Weder die angebliche Einigung zwischen Iran und Oman noch die beschriebenen Telefonate und Drohungen sind bislang offiziell dokumentiert.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Reisen der iranischen Spitzenpolitiker nach Islamabad waren zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht best\u00e4tigt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die kommenden Tage d\u00fcrften deshalb entscheidend sein.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte Irans Au\u00dfenminister tats\u00e4chlich nach Pakistan reisen und Ghalibaf am 14. August in Islamabad eintreffen, w\u00e4re dies ein deutliches Zeichen daf\u00fcr, dass die Vermittlung in die entscheidende Phase geht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 16. August k\u00f6nnte dann feststehen, ob das bisherige Memorandum endg\u00fcltig gescheitert ist \u2013 oder ob es als Grundlage f\u00fcr eine neue regionale Ordnung wiederbelebt wird.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fest steht bereits jetzt: Die Stra\u00dfe von Hormus ist l\u00e4ngst nicht mehr nur eine Schifffahrtsroute. Sie ist zum Hebel geworden, mit dem Iran versucht, die politische, milit\u00e4rische und wirtschaftliche Machtbalance im gesamten Nahen Osten neu zu definieren.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und sollte Teheran k\u00fcnftig tats\u00e4chlich Geb\u00fchren f\u00fcr die Passage verlangen k\u00f6nnen, w\u00e4re das die vielleicht deutlichste Botschaft dieses Krieges. Nicht Washington, sondern Iran bestimmt dann den Preis f\u00fcr die Sicherheit im Persischen Golf.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pepe Escobar berichtet \u00fcber weit fortgeschrittene Verhandlungen zwischen Iran und Oman. 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