{"id":17000,"date":"2026-08-09T07:03:12","date_gmt":"2026-08-09T05:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/build-with-ukraine-die-nato-wird-in-das-ukrainische-militaer-integriert\/"},"modified":"2026-08-09T07:03:12","modified_gmt":"2026-08-09T05:03:12","slug":"build-with-ukraine-die-nato-wird-in-das-ukrainische-militaer-integriert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/build-with-ukraine-die-nato-wird-in-das-ukrainische-militaer-integriert\/","title":{"rendered":"&#8222;Build with Ukraine&#8220; \u2013 Die NATO wird in das ukrainische Milit\u00e4r integriert"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Dmitri Kornew<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des gesamten Konflikts haben westliche Regierungen ihre Rolle in der Ukraine in relativ einfachen Begriffen beschrieben: Waffenlieferungen, finanzielle Unterst\u00fctzung und Hilfe f\u00fcr Kiew, um gegen Russland zu bestehen.<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t ist jedoch allm\u00e4hlich komplexer geworden.<\/p>\n<p>Die Debatte beschr\u00e4nkt sich nicht mehr nur auf die Lieferung von Panzern, Raketen oder Artilleriegeschossen. Zunehmend sind westliche Unternehmen an Entwicklung, Produktion, Finanzierung und technologischer Integration von Waffen beteiligt, die offiziell als ukrainische Produkte pr\u00e4sentiert werden. Fertigungslinien werden \u00fcber die Grenzen der Ukraine hinaus verlagert, europ\u00e4ische Hersteller binden sich in Produktionsketten ein, und NATO-Standards werden direkt in die milit\u00e4rische Infrastruktur der Ukraine integriert.<\/p>\n<p>Dies wirft eine weitergehende Frage auf: Ab welchem \u200b\u200bPunkt geht milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung in milit\u00e4rische Integration \u00fcber? Die Antwort ist von Bedeutung, da sie ver\u00e4ndert, wie der Konflikt selbst zu verstehen ist.<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Mehr als nur eine helfende Hand<\/strong><\/p>\n<p>Die Streitkr\u00e4fte der Ukraine befinden sich weiterhin in der strategischen Defensive gegen\u00fcber den russischen Truppen, die \u00fcber Vorteile bei der Personalst\u00e4rke und der konventionellen Feuerkraft verf\u00fcgen. Trotz anhaltenden Personalmangels und eines Arsenals, das sich aus Ausr\u00fcstung Dutzender verschiedener L\u00e4nder zusammensetzt, ist es dem ukrainischen Milit\u00e4r gelungen, weiterhin neue Waffensysteme einzusetzen und seine Kampfkraft aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74e482b480cc0a1b15b8b8.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74e482b480cc0a1b15b8b8.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74e482b480cc0a1b15b8b8.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74e482b480cc0a1b15b8b8.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Innenansicht einer Einsatzzentrale des ukrainischen Milit\u00e4rs am Stadtrand von Charkow (20. Februar 2023)<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine Erkl\u00e4rung hierf\u00fcr liegt in Drohnen, Pr\u00e4zisionswaffen und ausreichenden Best\u00e4nden an taktischer Munition. Doch diese F\u00e4higkeiten erfordern einen stetigen Zufluss immer fortschrittlicherer Systeme \u2013 Systeme, die die Ukraine nicht mehr vollst\u00e4ndig aus eigener Kraft herstellen kann.<\/p>\n<p>Russische Angriffe mit weitreichenden Waffen haben die gro\u00dffl\u00e4chige Waffenproduktion innerhalb der Ukraine zunehmend erschwert. Der Schutz der Produktion erfordert daher mehr als nur zus\u00e4tzliche Luftverteidigungssysteme; notwendig ist vielmehr die Verlagerung wesentlicher Teile der R\u00fcstungsindustrie selbst.<\/p>\n<p>Genau in diese Richtung entwickelt sich der milit\u00e4risch-industrielle Komplex der Ukraine.<\/p>\n<p>Kiew hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass seine R\u00fcstungsindustrie mittlerweile eng mit europ\u00e4ischen Partnern zusammenarbeitet. In einigen F\u00e4llen erfolgt die Kooperation in Form von OEM-Fertigung, bei der im Ausland hergestellte Systeme montiert oder unter ukrainischem Label vertrieben werden. In anderen F\u00e4llen besteht kaum ein Grund, die Herkunft wichtiger Komponenten \u00fcberhaupt zu verschleiern. Elektronische Systeme, Triebwerke, Sensoren und Lenktechnologien werden offen von westlichen Zulieferern bezogen, in neue Plattformen integriert und in den wachsenden ukrainischen R\u00fcstungssektor eingebunden.<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist ein Modell, das sich erheblich von jenem zu Beginn des Konflikts unterscheidet. Es geht nicht mehr nur darum, welche L\u00e4nder Waffen an die Ukraine liefern. Zunehmend stellt sich die Frage, welcher Anteil einer als &#8222;ukrainisch&#8220; bezeichneten Waffe tats\u00e4chlich aus einem internationalen Industrienetzwerk stammt, das weit \u00fcber die Grenzen der Ukraine hinausreicht.<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Waffen ohne Grenzen<\/strong><\/p>\n<p>Fire Point ist eines der deutlichsten Beispiele f\u00fcr dieses neue Modell.<\/p>\n<p>Das ukrainische R\u00fcstungs-Startup entwickelt den Marschflugk\u00f6rper FP-5, die ballistische Rakete FP-7 sowie ein k\u00fcnftiges Luftverteidigungssystem. Dennoch kann das Unternehmen diese Systeme nicht vollst\u00e4ndig in Eigenregie fertigen. Im besten Fall \u00fcbernimmt es die Endmontage, w\u00e4hrend es f\u00fcr kritische Projektkomponenten auf ausl\u00e4ndische Bauteile und Technologien angewiesen ist.<\/p>\n<p>Dies zeigt sich besonders deutlich bei der geplanten Flugabwehrvariante der FP-7. Fire-Point-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Denis Schtilerman hat offen erkl\u00e4rt, dass f\u00fcr den Flugk\u00f6rper ein Suchkopf verwendet wird, der von der deutschen Firma Diehl Defence entwickelt und hergestellt wurde. F\u00fcr das \u00fcbergeordnete Luftverteidigungssystem ist der Einsatz europ\u00e4ischer Radar- und F\u00fchrungstechnologien vorgesehen, darunter das schwedische SAAB Giraffe, das franz\u00f6sische Ground Master 400, das deutsche TRML-4D sowie das norwegische Kongsberg Fire Distribution Center.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d195b480cc09c5378fac.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d195b480cc09c5378fac.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d195b480cc09c5378fac.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d195b480cc09c5378fac.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d195b480cc09c5378fac.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=800024858  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d195b480cc09c5378fac.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Das ukrainische Selbstfahrgesch\u00fctz 2S22 Bohdana bei einem Test, 27. Mai 2021.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Sergey Voronkov\/Wikimedia\/Creative-Commons-Lizenz<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Puschkin schrieb einst: &#8222;Alle Flaggen werden zu uns kommen.&#8220; Das Projekt von Fire Point \u00e4hnelt zunehmend einer milit\u00e4rischen Variante dieser Idee: einem System unter ukrainischer Flagge, das aus Technologien zusammengesetzt ist, die in ganz Europa entwickelt wurden.<\/p>\n<p>Dieselbe Logik l\u00e4sst sich auch bei der Drohnenproduktion beobachten.<\/p>\n<p>Die ukrainische Kampf- und Aufkl\u00e4rungsdrohne &#8222;Linza&#8220; ist ein Produkt von Quantum Frontline Industries, einem Joint Venture zwischen dem deutschen Unternehmen Quantum Systems und dem ukrainischen Unternehmen Frontline Robotics. Finanziert wird das Projekt \u00fcber das Programm &#8222;Build with Ukraine&#8220; der Bundesregierung. Die Ukraine steuert Kampferfahrung, Software-Algorithmen und ein an der Front erprobtes Design bei. Die deutsche Industrie sorgt f\u00fcr eine automatisierte Serienfertigung in einem Werk nahe M\u00fcnchen; dies erm\u00f6glicht eine Produktion von bis zu 10.000 Drohnen pro Jahr, ohne dass die Gefahr besteht, dass russische Raketen die Anlage treffen. Die erste Charge wurde im Fr\u00fchjahr 2026 an die ukrainischen Streitkr\u00e4fte ausgeliefert.<\/p>\n<p>Bei der Artillerie zeigt sich ein \u00e4hnliches Muster.<\/p>\n<p>Die ukrainische Selbstfahrlafette &#8222;Bohdan&#8220; wird inzwischen in Polen von PK MIL SA hergestellt \u2013 einem polnisch-ukrainischen Gemeinschaftsunternehmen, das eigens f\u00fcr die Fertigung des Systems au\u00dferhalb der Ukraine gegr\u00fcndet wurde. Das Projekt basiert auf einer Zusammenarbeit zwischen dem Werk f\u00fcr schwere Werkzeugmaschinen in Kramatorsk (Kramatorsk Heavy Machine Tool Plant) und dem polnischen Maschinenbauunternehmen Ponar Wadowice S.A. Die polnische Seite h\u00e4lt die Mehrheitsbeteiligung und ist f\u00fcr die mechanische Fertigung sowie die Endmontage verantwortlich. Das Projekt wird im Rahmen der EU-Initiative &#8222;ReArm Europe&#8220; umgesetzt.<\/p>\n<p>Diese Projekte unterscheiden sich hinsichtlich Technologie, Umfang und Zweck. Fire Point arbeitet an Raketensystemen, Quantum Frontline Industries an Drohnen und PK MIL SA an Artillerie. Doch allen drei Projekten liegt dasselbe Prinzip zugrunde: Ukrainische Konstruktionen, Erfahrungen vom Schlachtfeld oder die ukrainische Markenidentit\u00e4t werden mit europ\u00e4ischer Produktion, Komponenten, Finanzierung und industriellem Schutz kombiniert.<\/p>\n<p>Es handelt sich um ein Produktionsmodell, bei dem westliche Unternehmen selbst zu einem Teil der milit\u00e4rischen Leistungsf\u00e4higkeit der Ukraine werden.<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Das &#8222;Build with Ukraine&#8220;-Modell<\/strong><\/p>\n<p>Die oben beschriebenen industriellen und technologischen Projekte sind keine isolierten Initiativen. Sie sind Teil des umfassenderen Programms &#8222;Build with Ukraine&#8220;, das einen Rahmen f\u00fcr die Zusammenarbeit zwischen ukrainischen R\u00fcstungsunternehmen und der europ\u00e4ischen Industrie schafft.<\/p>\n<p>Das Modell basiert auf einer relativ einfachen Rollenverteilung.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Partner steuern Finanzmittel, Produktionskapazit\u00e4ten, industrielle Technologien sowie den Zugang zu hochentwickelten Komponenten bei. Die Ukraine bringt Erfahrungen vom Schlachtfeld, Einsatzdaten, Softwarel\u00f6sungen sowie unter Kriegsbedingungen arbeitende Ingenieure ein. Gemeinsam erm\u00f6glichen diese Ressourcen die Entwicklung und Fertigung von Systemen, die keine der beiden Seiten f\u00fcr sich allein in dieser Form herstellen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>F\u00fcr europ\u00e4ische R\u00fcstungsunternehmen liegt der Reiz auf der Hand. Die Ukraine bietet die M\u00f6glichkeit, neue Technologien unter realen Gefechtsbedingungen zu erproben, sie auf der Grundlage von R\u00fcckmeldungen aus dem Einsatz zu optimieren und den Weg von der Entwicklung bis zur Serienfertigung zu verk\u00fcrzen. Gleichzeitig verbleibt die Produktion auf europ\u00e4ischem Boden und ist somit vor russischen Angriffen mit weitreichenden Waffen gesch\u00fctzt.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d23548fbef6142227b18.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d23548fbef6142227b18.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d23548fbef6142227b18.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d23548fbef6142227b18.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d23548fbef6142227b18.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=232755872  decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d23548fbef6142227b18.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Mitarbeiter im neuen Rheinmetall-Werk f\u00fcr Artilleriemunition in Unterl\u00fc\u00df w\u00e4hrend der Einweihung am 27. August 2025<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Anreize f\u00fcr die Ukraine sind anderer Natur.<\/p>\n<p>Die Beteiligung an Gemeinschaftsprojekten verschafft Zugang zu Technologien, technischem Know-how, industriellen Verfahren und Software, deren eigenst\u00e4ndige Entwicklung andernfalls Jahre in Anspruch nehmen w\u00fcrde. Zudem erm\u00f6glicht sie es ukrainischen Ingenieuren, an der Seite etablierter westlicher R\u00fcstungsunternehmen zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln, die voraussichtlich auch lange nach Ende des aktuellen Konflikts von Wert sein werden.<\/p>\n<p>Erste Ergebnisse sind bereits sichtbar.<\/p>\n<p>Ukrspecsystems hat im Vereinigten K\u00f6nigreich eine Fertigungsst\u00e4tte f\u00fcr Abfangdrohnen er\u00f6ffnet. Fire Point ist bereits in D\u00e4nemark t\u00e4tig und plant, dort die Produktion von Treibstoff f\u00fcr seine Programme f\u00fcr ballistische Raketen und Boden-Luft-Raketen aufzunehmen.<\/p>\n<p>Fire Point veranschaulicht zudem ein weiteres Merkmal dieses Modells.<\/p>\n<p>Das Unternehmen beschr\u00e4nkt seine Ambitionen nicht auf die Belieferung der ukrainischen Streitkr\u00e4fte. Es bewirbt sein k\u00fcnftiges Raketenabwehrsystem als potenzielle Alternative f\u00fcr europ\u00e4ische Kunden und argumentiert, dass Europa angesichts der wachsenden Ungewissheit \u00fcber langfristige Sicherheitsgarantien aus Washington eigene F\u00e4higkeiten ausbauen sollte. Ob diese Ambitionen letztlich verwirklicht werden, steht auf einem anderen Blatt. Bedeutsamer ist die Tatsache, dass sich ein Unternehmen, das urspr\u00fcnglich zur Deckung des ukrainischen Kriegsbedarfs gegr\u00fcndet wurde, bereits auf dem breiteren europ\u00e4ischen R\u00fcstungsmarkt positioniert.<\/p>\n<p>Rheinmetall liefert das vielleicht deutlichste Beispiel f\u00fcr denselben Trend, allerdings in weitaus gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstab.<\/p>\n<p>Im Zuge der Expansion des europ\u00e4ischen R\u00fcstungssektors stieg der Aktienkurs des deutschen R\u00fcstungskonzerns zwischen 2021 und 2026 von rund 87 Euro auf mehr als 1.200 Euro. Das Unternehmen hat Joint Ventures mit ukrainischen Partnern zur Produktion von Artilleriemunition gegr\u00fcndet, w\u00e4hrend gleichzeitig mit Unterst\u00fctzung europ\u00e4ischer F\u00f6rderprogramme neue Produktionsst\u00e4tten in Deutschland und anderen Teilen Europas entstehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ukraine bedeuten diese Projekte eine Versorgung mit Munition, Technologie und industriellem Know-how. F\u00fcr Rheinmetall wiederum erweitern sie die Fertigungskapazit\u00e4ten, sichern langfristige Auftr\u00e4ge und st\u00e4rken die Position des Unternehmens auf dem rasch wachsenden europ\u00e4ischen R\u00fcstungsmarkt.<\/p>\n<p>Fire Point, Ukrspecsystems und Rheinmetall agieren in sehr unterschiedlichen Gr\u00f6\u00dfenordnungen. Dennoch spiegeln sie dieselbe Entwicklungsrichtung wider. Die Zusammenarbeit, die sich anfangs auf die Deckung des ukrainischen Kriegsbedarfs konzentrierte, schafft nach und nach langfristige industrielle Verbindungen zwischen ukrainischen Unternehmen und dem europ\u00e4ischen R\u00fcstungssektor.<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Mehr als nur Hardware<\/strong><\/p>\n<p>Die industrielle Zusammenarbeit ist nur ein Teil des Gesamtbildes.<\/p>\n<p>Moderne Kriegsf\u00fchrung h\u00e4ngt nicht nur davon ab, wo Waffen hergestellt werden, sondern auch davon, wie sie Informationen austauschen, miteinander kommunizieren und innerhalb eines gemeinsamen F\u00fchrungssystems operieren. In diesem Bereich integriert sich die Ukraine ebenso rasch in westliche Milit\u00e4rstandards wie bei der Produktion.<\/p>\n<p>Am 29. Mai 2025 unterzeichneten die NATO und Kiew ein Abkommen, das der Ukraine die Nutzung der nicht-kommerziellen Software &#8222;CRC System Interface&#8220; (CSI) gestattet. Die Vereinbarung gew\u00e4hrt der Ukraine Zugang zum taktischen Datenverbund Link 16 (TDL) \u2013 jenem digitalen Kommunikationsprotokoll, das von den Streitkr\u00e4ften der NATO genutzt wird.<\/p>\n<p>In der Praxis erm\u00f6glicht dies die Integration von Ausr\u00fcstung westlicher Herkunft in das ukrainische Gefechtsf\u00fchrungssystem &#8222;Delta&#8220;. Luftfahrzeuge, Raketensysteme, Artillerie, Drohnen und Infanterieeinheiten k\u00f6nnen Informationen in einer gemeinsamen digitalen Umgebung austauschen, was die Koordinierung auf dem Gefechtsfeld verbessert.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ukraine geht die Bedeutung weit \u00fcber den blo\u00dfen Zugang zu einem weiteren Kommunikationsprotokoll hinaus. Die eigenst\u00e4ndige Entwicklung einer solchen F\u00fchrungsarchitektur w\u00fcrde jahrelange Arbeit, umfangreiche technische Dokumentationen und erhebliche ingenieurtechnische Ressourcen erfordern. Die Zusammenarbeit mit der NATO gew\u00e4hrt nicht nur Zugang zu der Technologie selbst, sondern auch zu den Standards, die das Zusammenwirken moderner milit\u00e4rischer Systeme regeln.<\/p>\n<p>Dies stellt eine andere Form der Integration dar als bei Gemeinschaftsprojekten zur Produktion.<\/p>\n<p>Fabriken lassen sich verlagern, Komponenten importieren und Fertigungslinien \u00fcber Grenzen hinweg verschieben. Softwarearchitekturen und milit\u00e4rische Kommunikationsstandards hingegen werden fest in die Art und Weise integriert, wie eine Armee plant, koordiniert und k\u00e4mpft. Sind sie erst einmal bei verschiedenen Waffensystemen eingef\u00fchrt, gestaltet sich ein Austausch als weitaus komplexere Aufgabe.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d33ab480cc0fb25fefaf.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d33ab480cc0fb25fefaf.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d33ab480cc0fb25fefaf.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d33ab480cc0fb25fefaf.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d33ab480cc0fb25fefaf.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=1733649880  decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d33ab480cc0fb25fefaf.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Ukrainische Arbeitskr\u00e4fte fertigen in einer geheimen &#8222;Fire Point&#8220;-Fabrik FP-2-Drohnen unter Verwendung von 3D-Druck und Kohlefaser (17. Juli 2026)<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die bisher er\u00f6rterten Beispiele deuten auf zwei parallele Prozesse hin. Der eine betrifft die Produktion: Europ\u00e4ische Unternehmen beteiligen sich an der Entwicklung und Herstellung von Systemen, die von den ukrainischen Streitkr\u00e4ften genutzt werden. Der andere betrifft die milit\u00e4rische Architektur: Die Ukraine \u00fcbernimmt schrittweise westliche Kommunikationsprotokolle, Software und technische Standards, die es diesen Systemen erm\u00f6glichen, als Teil einer gemeinsamen Einsatzumgebung zu funktionieren.<\/p>\n<p>Zusammengenommen legen diese Entwicklungen nahe, dass sich die Beziehung zwischen westlicher Unterst\u00fctzung und den milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten der Ukraine zunehmend vertieft. Es geht nicht mehr nur um die Lieferung einzelner Waffensysteme, sondern immer st\u00e4rker auch um die industriellen und technologischen Grundlagen, auf denen diese Systeme basieren.<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Eine andere Art von Konflikt<\/strong><\/p>\n<p>Keines der oben beschriebenen Projekte d\u00fcrfte f\u00fcr sich genommen \u00fcber den Ausgang des Konflikts entscheiden. Manche werden erfolgreich sein, andere kommen wom\u00f6glich nie \u00fcber das Stadium von Prototypen oder einer Pilotfertigung hinaus.<\/p>\n<p>Entscheidend ist die \u00fcbergeordnete Richtung.<\/p>\n<p>Westliche Regierungen beschreiben ihre Rolle weiterhin vorwiegend als milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine. Die genannten Beispiele deuten jedoch darauf hin, dass die Beziehung weitaus komplexer wird. Europ\u00e4ische Unternehmen beteiligen sich an der Entwicklung und Fertigung von Waffen. Die Produktion wird in Gebiete au\u00dferhalb der ukrainischen Grenzen verlagert. NATO-Kommunikationsstandards werden in ukrainische F\u00fchrungssysteme integriert. Durch Joint Ventures entstehen langfristige industrielle Verbindungen, die weit \u00fcber die Beschaffung in Kriegszeiten hinausreichen.<\/p>\n<p>F\u00fcr sich betrachtet m\u00f6gen diese Entwicklungen wie isolierte Initiativen wirken. Zusammengenommen jedoch weisen sie auf einen allm\u00e4hlichen Wandel hin: weg von blo\u00dfer externer Unterst\u00fctzung, hin zu einer weitaus tiefergehenden milit\u00e4risch-industriellen Integration.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d3b1b480cc0b052ebb87.jpg 850w,\n                https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d3b1b480cc0b052ebb87.jpg 1960w,            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d3b1b480cc0b052ebb87.jpg 460w,\n              https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d3b1b480cc0b052ebb87.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img data-opt-id=791639987  decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d3b1b480cc0b052ebb87.jpg\" alt=\"\"><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img data-opt-id=2142197899  decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mleexelnfod5.i.optimole.com\/cb:WMz8.b9f\/w:auto\/h:auto\/q:mauto\/f:best\/https:\/\/meiser-tv.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6a74d3b1b480cc0b052ebb87.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Der ehemalige CIA-Direktor und US-Au\u00dfenminister Mike Pompeo begutachtet eine Flamingo-Rakete in Kiew  (21. Februar 2026)<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Aus Moskauer Sicht ist diese Unterscheidung von Bedeutung.<\/p>\n<p>Wenn die milit\u00e4rische Leistungsf\u00e4higkeit der Ukraine zunehmend von Produktionsst\u00e4tten, Ingenieurteams, Software, Finanzierung und Logistik abh\u00e4ngt, die \u00fcber mehrere europ\u00e4ische L\u00e4nder verteilt sind, l\u00e4sst sich der Konflikt nicht mehr allein durch die Brille milit\u00e4rischer Operationen innerhalb der Ukraine betrachten. Die Herausforderung geht \u00fcber das eigentliche Schlachtfeld hinaus.<\/p>\n<p>Daraus ergibt sich nicht zwangsl\u00e4ufig eine einzige Handlungsoption. Es deutet jedoch darauf hin, dass milit\u00e4rische Operationen allein kaum ausreichen d\u00fcrften, um allen Aspekten jenes Systems gerecht zu werden, das sich in den vergangenen Jahren herausgebildet hat. Industrielle Zusammenarbeit, Technologietransfer, Logistik, Finanzierung und politische Entscheidungsfindung werden Teil derselben strategischen Gleichung.<\/p>\n<p>Dies d\u00fcrfte letztlich die wichtigste Folge der oben beschriebenen Trends sein.<\/p>\n<p>Die Debatte beschr\u00e4nkt sich nicht mehr darauf, wie viele Panzer, Raketen oder Drohnen westliche Staaten an die Ukraine zu liefern bereit sind. Zunehmend geht es um die Entstehung eines milit\u00e4risch-industriellen Netzwerks, in dem ukrainische Unternehmen, europ\u00e4ische Hersteller und technologische Standards der NATO miteinander verkn\u00fcpft werden.<\/p>\n<p>Die B\u00fcchse der Pandora l\u00e4sst sich, wie es so sch\u00f6n hei\u00dft, weitaus leichter \u00f6ffnen als wieder schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a href=\"https:\/\/swentr.site\/russia\/643728-ukraine-nato-military-industrial\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Englischen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Dmitri Kornew<\/em><\/strong><em>\u00a0(bekannter unter der englischen Transliteration &#8222;Dmitry Kornev&#8220;) ist<\/em><em>\u00a0ein russischer Milit\u00e4rexperte, Gr\u00fcnder und Autor des Projekts &#8222;MilitaryRussia&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2013 <a href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/meinung\/287396-enkel-nazis-hat-deutschland-es\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Die Enkel der Nazis&#8220;: Hat Deutschland es sich mit den Russen verscherzt? <\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7bkl9k\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Dmitri Kornew W\u00e4hrend des gesamten Konflikts haben westliche Regierungen ihre Rolle in der Ukraine in relativ einfachen Begriffen beschrieben: Waffenlieferungen, finanzielle Unterst\u00fctzung und Hilfe f\u00fcr Kiew, um gegen Russland zu bestehen. 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